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„Wir hatten Chancen für zwei bis drei Partien“ – Kronberg holt sich in Spannberg trotzdem das 1:0

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SK Spannberg
USC Kronberg

In der 1. Klasse Nord hat USC Kronberg das Auswärtsspiel bei SK Spannberg mit 1:0 gewonnen und damit nach zwei Niederlagen die gewünschte Reaktion gezeigt. Trainer Felix Wallner sprach von einer über weite Strecken klaren Überlegenheit seiner Mannschaft, ärgerte sich aber gleichzeitig über die mangelnde Chancenverwertung. Dass es trotzdem zu drei Punkten reichte, lag laut Wallner an Kontrolle, Geduld und einem wichtigen Moment noch vor der Pause.

Nahaufnahme: Spieler holt zum Eckball aus. Weiß-grüner Ball, grüne Stutzen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Lange Kontrolle, aber die Belohnung kommt erst spät

Wallner hatte den Eindruck eines Spiels, das früh in Kronberger Richtung lief. „Wir waren von Anfang an die klare tonangebende Mannschaft“, sagte der Trainer, und genau so schilderte er auch die ersten Phasen. Schon in der ersten Minute lief sein Team laut Wallner alleine auf das Tor zu, ließ diese große Möglichkeit aber ungenutzt. Weil Kronberg danach weitere Chancen nicht nutzte, ging es trotz Feldvorteilen mit einem 0:0 in die Pause. Ganz ohne Warnsignal blieb der erste Durchgang aber nicht. Für Wallner war ein starker Save von Leon Müller rund um die 35. Minute ein Schlüsselmoment, weil der Tormann seine Mannschaft damit im Spiel hielt. Nach dem Seitenwechsel blieb Kronberg am Drücker und belohnte sich in der 72. Minute endlich: Drago Durcevic erzielte das Tor des Abends zum 1:0.

Die Antwort auf zwei Niederlagen

Für den Kronberger Trainer war der Sieg nicht nur wegen der drei Punkte wichtig, sondern auch wegen der Vorgeschichte. „Die Mannschaft wollte eine Reaktion auf die zwei Niederlagen zeigen“, betonte Wallner. Er erinnerte dabei auch an die Vorwoche, in der er seine Elf schon als besseres Team gesehen hatte, ohne dass sich das im Ergebnis niedergeschlagen habe. Diesmal, so sein Eindruck, habe die Mannschaft mit „viel Leidenschaft“ und „viel Herz“ gespielt und alles auf den Platz gelegt, was möglich war. Zusätzlichen Schub bekam der Abend durch das Comeback von Kapitän Adrian Rabo, der nach viermonatiger Verletzungspause wieder mit dabei war. „Wir wollten ihm unbedingt diese drei Punkte schenken“, sagte Wallner. Dass das gerade in Spannberg gelang, wertete er deshalb auch als Frage der Einstellung und des Zusammenhalts.

Ein unangenehmer Gegner und ein klarer Auftrag für die Zukunft

Gerade deshalb ordnete Wallner den Erfolg als alles andere als einen einfachen Auswärtsdreier ein. Spannberg sei „bissig“ gewesen und „sehr hart in den Zweikämpfen“, sagte der Trainer, der den Platz dort als eines der unangenehmsten Auswärtsspiele der Liga bezeichnete. Umso mehr störte ihn, dass seine Mannschaft den Deckel nicht früher draufmachte. „Wir haben heute Chancen für zwei bis drei Partien gehabt“, sagte Wallner, der die Chancenauswertung als größtes Manko nannte. „Das zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Hinrunde.“ Dazu kamen aus seiner Sicht noch einige strittige Situationen. Wallner sprach von einer übersehenen Tätlichkeit, einem wegen Abseits nicht anerkannten Treffer und einem nicht gegebenen Foul an Adrian Rabo, wollte die Leistung des Schiedsrichters insgesamt aber nicht weiter vertiefen. Unter dem Strich überwog für ihn ohnehin das Wichtigste: ein verdienter 1:0-Auswärtssieg, mit dem Kronberg in der Tabelle auf Rang drei bleibt.

1. Klasse Nord: Spannberg : Kronberg - 0:1 (0:0)

  • 72
    Drago Durcevic 0:1