Spielberichte

„Als sie am Drücker waren, haben wir das 1:0 gemacht“ – Zellerndorf legt vor der Pause den Grundstein

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SV Zellerndorf
SC Sitzenberg/R.

In der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat SV Zellerndorf am Freitagabend gegen SC Sitzenberg-Reidling einen 2:0-Heimsieg eingefahren. Trainer Ferdinand Riedl sprach von einem „ausgeglichenen Match“, in dem die Gäste zunächst etwas besser ins Spiel kamen. Den Unterschied machte aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft genau in dieser Phase das 1:0 erzielte und mit dem zweiten Treffer unmittelbar vor der Pause den Grundstein für drei Punkte legte.

Fußball auf Rasen neben gelber Markierungslinie

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Zellerndorf schlägt in der Druckphase zu

Riedl sah in der ersten Halbzeit kein Spiel, das von Beginn an nur in eine Richtung gelaufen wäre. Für ihn war es zunächst eine offene Partie, in der Sitzenberg besser in den Rhythmus kam und phasenweise mehr vom Spiel hatte. „Es war ein ausgeglichenes Match“, sagte der Zellerndorf-Obmann, fügte aber gleich hinzu, dass die Gäste „ein bissl besser ins Spiel gekommen“ seien. Umso wichtiger war für ihn der erste Treffer in Minute 39. Markus Reilinger brachte Zellerndorf mit 1:0 in Führung, und genau dieser Zeitpunkt blieb Riedl besonders hängen. „Als sie mehr oder weniger am Drücker waren, haben wir die Chance genutzt und das Tor gemacht“, sagte er. Auch die Entstehung des Tores schilderte er klar: „Markus Reilinger ist nicht attackiert worden, hat ein paar Meter gemacht und aus rund 25 Metern draufgehalten.“ Für Zellerndorf war das ein Wirkungstreffer, weil er den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf stellte. Noch wertvoller wurde dieser Vorsprung dann unmittelbar vor dem Seitenwechsel, als Sebastian Reithofer mit dem 2:0 nachlegte. Riedl sprach von einem Treffer „mit dem Pausenpfiff“, und genau dieses zweite Tor gab seiner Mannschaft eine deutlich bessere Ausgangslage für die zweite Halbzeit.

Nach der Pause zählt vor allem die Ordnung

Trotz des 2:0 zur Pause war für Riedl sofort klar, dass damit noch nichts entschieden war. „2:0 ist ein ganz gefährliches Ergebnis. Da kann viel passieren“, sagte der Obmann und brachte damit auf den Punkt, wie vorsichtig er diesen Vorsprung einordnete. Nach Wiederbeginn musste Zellerndorf zudem verletzungsbedingt umstellen, was die Aufgabe nicht einfacher machte. Riedl hob gerade deshalb hervor, wie diszipliniert seine Mannschaft danach auftrat. „In der zweiten Halbzeit haben wir eigentlich komplett ohne Legionäre gespielt, nur mit eigenen Leuten“, sagte er. Entscheidend war für ihn, dass seine Elf kompakt blieb und die Räume eng machte. „Wir haben relativ gut im Block verteidigt und gut gestanden“, so der Obmann. Ganz ohne heikle Momente ging es freilich nicht. Sitzenberg kam nach seiner Schilderung noch zu zwei Chancen, darunter auch zu einem Stangenschuss. Zellerndorf überstand diese Phase aber ohne Gegentor und hielt damit den Vorsprung fest. Dass es bis zum Schluss spannend blieb, lag auch daran, dass die Gastgeber das mögliche dritte Tor nicht nachlegten. „Da hätten wir auch das eine machen können, dann wäre die Messe gelesen gewesen“, meinte Riedl.

„Moral, Einstellung, Zusammenhalt“ als Basis für den Heimsieg

Am meisten freute den Zellerndorf-Obmann nach dem Schlusspfiff nicht nur das Ergebnis, sondern die Art, wie seine Mannschaft den Abend angenommen hat. „Die Moral, die Einstellung, der Zusammenhalt waren wieder traumhaft. Das wird immer besser und besser“, sagte Riedl. Diese Aussage erklärt auch, warum er mit dem Auftritt seiner Elf so zufrieden war, obwohl er durchaus anerkannte, dass der Gegner nicht schlecht auftrat. Sitzenberg sei „nicht so schlecht“ gewesen, sagte er, aus Sicht der Gastgeber habe aber gut gepasst, dass die Gäste „nicht so effektiv waren“. Auch rund um die Spielleitung gab es für Riedl keinen Anlass für Diskussionen. „Im Großen und Ganzen hat der Schiedsrichter wirklich ganz gut gepfiffen. Er hat die Partie immer unter Kontrolle gehabt“, erklärte er. Lange feiern will man in Zellerndorf den Sieg aber nicht. Schon in der kommenden Woche wartet das Derby gegen SV Heldenberg. Riedl blickt deshalb gleich weiter nach vorne und hofft, „dass alle verletzten Spieler wiederkommen“, damit seine Mannschaft beim nächsten Anlauf wieder „voll attackieren“ kann.

1. Klasse Nordwest-Mitte: Zellerndorf : Sitzenberg - 2:0 (2:0)

  • 46
    Sebastian Reithofer 2:0
  • 39
    Markus Reilinger 1:0