In der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat der SV Hollenburg am Samstag ein 4:1 gegen SV Manhartsberg geholt und damit den nächsten starken Schritt in der Spitzengruppe gemacht. SL Andreas Egelseer sah nach einer umkämpften ersten Hälfte vor allem den Führungstreffer als wichtigen Moment. "Mit dem 1:0 haben wir dann selbstbewusster gespielt", sagte er nach einer Partie, die seine Mannschaft nach der Pause klar auf ihre Seite zog.

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Egelseer sprach von "einer guten Partie von zwei guten Mannschaften" und machte gleich klar, dass der Sieg zwar verdient war, aber nicht aus einem lockeren Nachmittag entstand. Vor allem in der ersten Hälfte hatte Hollenburg laut dem SL mehr Ballbesitz und auch die besseren Chancen, trotzdem blieb Manhartsberg immer wieder unangenehm. "Sie waren in den Gegenstößen eigentlich immer gefährlich", sagte Egelseer und beschrieb die Partie deshalb als durchaus unterhaltsam. Nach etwa 15 Minuten, so seine Einschätzung, sei aber bereits erkennbar gewesen, dass die Gastgeber die bessere Mannschaft waren. Der Führungstreffer in der 25. Minute passte dann genau in dieses Bild. Egelseer erklärte, dass ein Corner auf Lukas Krcmarik den Fehler erzwang, aus dem das Eigentor entstand. In den offiziellen Daten wird beim 1:0 Gäste-Akteur Patrik Paulik als Eigentorschütze geführt. Mit diesem Vorsprung ging Hollenburg schließlich auch mit 1:0 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel wurde aus der offenen Partie immer mehr eine Angelegenheit der Heimischen. "In der zweiten Halbzeit war die Partie klar auf unserer Seite", sagte Egelseer, und die Tore gaben ihm recht. In der 56. Minute erhöhte Benjamin Hofer auf 2:0, ein Treffer, den der SL ausdrücklich als "schön herausgespielt" bezeichnete. Zwölf Minuten später traf Jonas Exinger zum 3:0, ehe Patrik Hrnko in der 73. Minute das 4:0 nachlegte. Damit war die Partie praktisch entschieden, auch wenn Manhartsberg nicht aufsteckte. In der 77. Minute kamen die Gäste noch zum 4:1, das durch ein Eigentor von Sebastian Gill zustande kam. Egelseer wertete das aber nur noch als späte Ergebniskosmetik und hielt fest: "Der Sieg geht absolut in Ordnung, auch in dieser Höhe." Dass Manhartsberg bis zum Schluss versuchte, im Spiel zu bleiben, verschwieg er dabei nicht, sondern zollte dem Gegner ausdrücklich Respekt.
Besonders zufrieden war Egelseer mit der Art, wie seine Mannschaft gegen die Offensivqualität der Gäste gearbeitet hat. "Wir haben gewusst, sie haben eine gute Offensive." Genau daraus leitete Hollenburg seinen Plan ab. Hinten wollte man konzentriert bleiben und den starken Stürmer des Gegners kontrollieren, vorne sollte die Abwehr des Gegners beschäftigt und zu Fehlern gezwungen werden. Nach Egelseers Einschätzung ist genau das über weite Strecken gelungen. Verbesserungspotenzial sieht Egelseer noch in der Chancenauswertung, "Auch wenn wir vier Tore schießen: In der Chancenauswertung ist noch Luft nach oben", meinte er und fügte an, dass seine Mannschaft phasenweise noch ruhiger spielen könne. Auch den Rahmen der Begegnung beschrieb er positiv: "Strittige Situationen hat es nicht gegeben. Der Schiedsrichter war sehr gut, und es war ein faires Spiel." Für Hollenburg ist das 4:1 in Runde neun damit ein wertvoller Erfolg, der den SV mit 22 Punkten weiter auf Platz zwei hält.