Spielberichte

Hollenburg dreht das Spiel spät: "Am Ende haben wir das glücklichere Händchen gehabt"

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SV Hollenburg
SV Spitz

In der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat SV Hollenburg gegen SV Spitz/Donau einen späten 2:1-Heimsieg gefeiert. Nach dem 0:1 zur Pause tat sich Hollenburg auf dem regennassem Boden lange schwer, kam offensiv nicht in den gewohnten Rhythmus und brauchte bis in die Schlussphase. Erst ein Elfmeter von Jonas Exinger und wenig später ein Treffer von Leo Schörg drehten eine Partie, die SL Andreas Egelseer als "eher glücklich, aber nicht ganz unverdient" bezeichnete.

Gelber Fußball im Tornetz

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash

Schwierige Bedingungen und ein unbequemer Gegner

Für Hollenburg war die Partie auch eine Reaktion auf die Niederlage der Vorwoche in Ruppersthal. "Wir haben natürlich Wiedergutmachung machen wollen", sagte Egelseer, der gleich dazusetzte, dass die Voraussetzungen diesmal alles andere als einfach waren. Wegen des Regens und der schwierigen Platzverhältnisse sei es "schwierig gewesen, unser Spiel in gewohnter Weise aufzuziehen". Genau das kam Spitz entgegen. Die Gäste waren laut Egelseer "kämpferisch absolut ebenbürtig" und zudem sehr gut auf den Gegner eingestellt. Hollenburg hatte zwar immer wieder Abschlüsse und Ansätze nach vorne, aber eben nur "Halbchancen" und nicht jene klaren Möglichkeiten, mit denen man das Spiel früh auf seine Seite zieht.

Peter Sekora bringt Spitz in Führung

So entwickelte sich die Partie lange genau in die Richtung, die Hollenburg nicht wollte. Die Gastgeber fanden offensiv kaum zu ihrem gewohnten Spiel, während Spitz mit viel Einsatz dagegenhielt und sich die Führung auch verdiente. In der 31. Minute brachte Peter Sekora die Gäste mit 1:0 voran. Egelseer beschrieb die Szene selbstkritisch: "Wir haben den Ball nicht weggebracht aus der Defensive. Er ist immer wieder in die gefährliche Zone zurückgekommen." Am Ende zog Sekora aus halbrechter Position ab und traf ins kurze Eck. "Das Tor wäre vermeidbar gewesen, aber es ist passiert", sagte Egelseer. Mit dem 0:1 zur Pause war klar, dass Hollenburg diesmal vor allem über Einsatz und Geduld zurückkommen musste.

Schörg belebt das Hollenburger Offensivspiel

Genau dort setzte Hollenburg nach der Pause an, ohne dass die Partie plötzlich einseitig wurde. Egelseer nannte später "am Ende die Einwechslung von Leo Schörg" als wichtigsten Moment des Nachmittags. Der Offensivspieler brachte in der Schlussphase jene zusätzliche Energie, die Hollenburg bis dahin gefehlt hatte. In der 79. Minute holte Schörg den Elfmeter heraus, als ihn laut Egelseer "zwei Spieler von Spitz in die Zange genommen und gefoult" haben. Jonas Exinger übernahm Verantwortung und verwertete sicher zum 1:1. Hollenburg blieb danach am Drücker und kam in der 88. Minute tatsächlich noch zum Sieg: Nach einem Gegenstoß aus der eigenen Hälfte schoss Marco Rabl aufs Tor, der Torhüter parierte zunächst, doch Leo Schörg setzte den Abpraller zum 2:1 ins Netz.

Kein Glanzsieg, aber eine wichtige Antwort

Dass Hollenburg diesmal nicht mit spielerischer Leichtigkeit glänzte, stellte Egelseer gar nicht in Abrede. "Kämpferisch war's okay, spielerisch war's nicht unsere beste Leistung", sagte der SL offen. Als den Punkt, der wirklich funktioniert habe, nannte er kurz und knapp "das Kämpferische". Gleichzeitig hob er den Gegner ausdrücklich hervor: "Spitz war sehr gut, hat im Rahmen der Möglichkeiten alles gegeben. Am Ende haben wir halt das glücklichere Händchen gehabt." Auch deshalb ordnete er das 2:1 als "eher glücklichen Sieg, aber nicht ganz unverdient" ein. Diskussionen um den Elfmeter wollte er nicht groß machen. "Auf den Videoaufnahmen sieht man klar, dass das ein Elfmeter war", meinte Egelseer. Für Hollenburg zählt vor allem das Ergebnis: Mit 25 Punkten bleibt die Mannschaft nach elf Runden Zweiter und hatte die passende Antwort auf die Vorwochenniederlage geliefert.

1. Klasse Nordwest-Mitte: Hollenburg : Spitz - 2:1 (0:1)

  • 88
    Leo Schörg 2:1
  • 79
    Jonas Exinger 1:1
  • 31
    Peter Sekora 0:1