In der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat sich SC Mautern am Freitagabend gegen SV Zellerndorf mit 0:1 geschlagen geben müssen. Den Unterschied machte ein direkter Freistoß von David Strombach in der 35. Minute. Für Ferdinand Riedl war genau dieses Tor der Moment, der seiner Mannschaft den entscheidenden Schub gab: „Das 1:0 war die Schlüsselszene, da ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen.“

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Aus Zellerndorfer Sicht war die Partie von Beginn an so, wie man sie erwartet hatte: unangenehm, eng und alles andere als leicht. „Von den ersten Minuten weg war es, wie erwartet, ein schweres Spiel“, sagte Riedl nach dem Schlusspfiff. Lange Zeit entwickelte sich damit kein Spiel, in dem eine Mannschaft früh davonzog, sondern eines, in dem Geduld gefragt war. Zellerndorf hatte nach seinen Worten in der ersten Hälfte schon ein paar Möglichkeiten und ein Tor von Bussek, wo der Schiedsrichter Abseits gegeben hat, was aus seiner Sicht keines war, ehe dann in der 35. Minute der Moment kam, der das Spiel entschied. David Strombach traf per direktem Freistoß zum 1:0, und mit diesem Treffer nahm Zellerndorf die Führung auch mit in die Pause. Riedl hob dabei nicht nur den Torschützen hervor, sondern auch die Bedeutung dieses Moments für das ganze Team. „Das 1:0 war die Schlüsselszene“, sagte er, weil danach sofort mehr Sicherheit in der eigenen Mannschaft zu spüren gewesen sei.
Dass es am Ende bei diesem einen Treffer blieb, lag aus Sicht der Gäste nicht daran, dass sie keine Chancen mehr gehabt hätten. Riedl sprach vielmehr davon, dass Zellerndorf sogar zwei „Hochkaräter“ ungenutzt ließ, die an Stange oder Latte gingen. Gerade deshalb musste seine Mannschaft bis zum Ende aufmerksam bleiben, weil das zweite Tor ausblieb und Mautern damit in Reichweite blieb. Riedl schilderte, dass die Gastgeber zwar noch zu Möglichkeiten kamen, diese für ihn aber „nicht zwingend“ waren. Spätestens ab der Schlussphase änderte sich das Bild dennoch noch einmal, weil Mautern alles nach vorne warf. „Ab der 80. Minute haben sie sich komplett aufgemacht“, sagte Riedl. Zellerndorf versuchte in dieser Phase, den Konter zu setzen und damit auf 2:0 zu stellen, schaffte das aber nicht mehr. Also blieb es bei der anderen Aufgabe: das 1:0 mit kompakter Arbeit über die Zeit zu bringen. Genau das gelang, und so waren es am Ende jene „wichtigen drei Punkte“, von denen Riedl sprach.
Besonders zufrieden war Riedl mit der Art, wie seine Mannschaft den Sieg gemeinsam erarbeitet hat. „Natürlich war der Zusammenhalt ausschlaggebend“, sagte er und betonte auch, dass „der Trainer die Burschen gut eingestellt hat“ und alle gewusst hätten, worauf es in diesem schweren Spiel ankommt. Als größte Stärke nannte er, dass seine Mannschaft auch mit einer knappen Führung nicht aufgehört habe, Fußball zu spielen. „Wir dürfen nicht aufgeben und nicht aufhören zum Fußballspielen, auch wenn wir 1:0 vorne sind“, so Riedl. Gleichzeitig sparte er nicht mit einem klaren Hinweis darauf, wo noch Luft nach oben ist. „In den Abschlüssen müssen wir effizienter werden“, sagte er mit Blick auf die ausgelassenen Möglichkeiten. Umso mehr strich er den Charakter seiner Gruppe heraus, die laut seiner Einschätzung trotz personeller Probleme zusammensteht. Riedl sprach von vielen Ausfällen und Verletzten und lobte seine Mannschaft gerade deshalb besonders. „Das ist eine richtige zusammengeschweißte Truppe“, sagte er. Zellerndorf hält damit nach zwölf Runden bei 18 Punkten, und der Blick geht schon weiter zum letzten Auftritt vor der Winterpause. „Wenn wir nächste Woche noch drei Punkte holen, dann gehen wir alle wunschlos glücklich in die Winterpause“, meinte Riedl. Mehr wollte er aus diesem Abend gar nicht mitnehmen als einen knappen Auswärtssieg, drei Punkte und das gute Gefühl, ein schweres Spiel sauber heruntergespielt zu haben.