In der 1. Klasse Ost kämpft Wolfgang Quinz mit seinem SC Siebenhirten/Wien um den Anschluss ans Tabellenmittelfeld. Nach einem wechselhaften Herbst mit fünf Auswärtsspielen in Folge blickt der Trainer kämpferisch auf die bisherige Saison zurück. Trotz Rang 13 und erst sechs Punkten aus 13 Begegnungen – zuletzt 0:2 auswärts – herrscht im Team Zuversicht. Quinz spricht über Stärken, Defizite und die Entwicklung des Kaders, aber auch über das neue Vereinsumfeld, das Hoffnung auf mehr Stabilität macht.

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Die vergangenen fünf Partien brachten keinen Sieg, aber einige wertvolle Lernmomente. Auf ein 1:3 in der Fremde folgten zwei 1:1-Unentschieden, ehe eine deutliche 0:4-Niederlage und am 13. Spieltag ein 0:2 die Serie fortsetzten. In der Tabelle blieb Siebenhirten damit auf Rang 13.
Die Punkteausbeute ist mager, doch Quinz betont die sportliche Entwicklung: „Fußballerisch sind wir konkurrenzfähig“, erklärt er, auch wenn körperliche und konditionelle Aspekte seiner Einschätzung nach noch verbessert werden müssen. Das Team zeigt immer wieder gute spielerische Ansätze, kann sie jedoch bislang selten über 90 Minuten konstant abrufen.
Trotz der schwierigen Ergebnisse beschreibt Quinz die Stimmung intern als stabil. „Motivation ist da, Trainingsbeteiligung ist gut“, sagt der Trainer. Das zeugt von Einsatzwillen in einer Phase, in der Rückschläge zum Alltag gehören. Im Kader habe es keine relevanten Abgänge gegeben.
Auf mehreren Positionen seien Neuzugänge hinzugekommen, die mittel- bis langfristig einen Unterschied machen könnten. „Auf der einen oder anderen Position haben wir Zugänge, die für uns spiel- oder sogar meisterschaftsentscheidend sein könnten“, erklärt er. Auffällige Einzelspieler wollte Quinz nicht hervorheben: „Alle Spieler sind spielerisch gut, menschlich in Ordnung, da gibt es keine Ausnahmen.“
Eine besondere Baustelle bleibt die Verletzung von Christoph Dorfer, den Quinz als Langzeitverletzten beschreibt: „Er hat schon im Herbst Probleme mit Rücken, Kreuzschmerzen und Schambein – das wird sich wohl auch in der Frühsaison nicht ausgehen.“ Sein Ausfall trifft das Team, weil er zu den erfahrenen Kräften zählt.
Abseits des Platzes hat sich in Siebenhirten einiges getan. Die Sportanlage wurde erneuert, wie Quinz berichtet: „Die Anlage ist jetzt fertig, wir haben einen Kunstrasen, neue Kabinen, einen neuen Kabinentrakt.“ Das neue Umfeld schafft professionelle Bedingungen, die langfristig helfen sollen, die sportliche Qualität zu steigern. Der Trainer verknüpft die Modernisierung direkt mit seinem sportlichen Anspruch: „Ich hoffe, dass wir auch an die sportlichen Leistungen hier anschließen können.“
Einen besonders herausragenden Gegner hat Quinz in dieser Saison nicht ausgemacht – der Blick bleibt nach innen: Fitness verbessern, Chancen konsequenter nutzen und das neue Umfeld sportlich mit Leben füllen. Mit dieser Haltung will Siebenhirten im Frühjahr Punkte gutmachen und sich Schritt für Schritt von den hinteren Tabellenrängen lösen.