Spielberichte

ASK Kaltenleutgeben – Trainer Michael Heim: "Unentschieden war gerecht" nach starker Aufholjagd

Kaltenleutgeben
SK Breitenfurt

In der 1. Klasse Ost duellierten sich der ASK Kaltenleutgeben und der SK Breitenfurt. Danach sprach Trainer Michael Heim von einem gerechten Remis. Er hob die disziplinierte Vorstellung seines Teams und die Moral beim Aufholen eines deutlichen Rückstands hervor, räumte aber ein, dass Breitenfurt phasenweise mehr vom Spiel hatte – auch als Folge der eigenen taktischen Ausrichtung – und direkt nach der Pause massiven Druck entfaltete.

Torwart greift zur Trinkflasche

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Balance aus Disziplin und Pragmatismus

Heim verortete die Grundlage des Auftritts im klaren Matchplan für die Anfangsphase: "In der ersten Hälfte wurde die taktische Vorgabe komplett erfüllt." Das zahlte sich früh aus: Stjepan Gabelic traf in der 8. Minute zum 1:0. Bis zur Pause blieb es dabei, auch weil Kaltenleutgeben geordnet verteidigte und auf Umschaltmomente setzte. Den Ballbesitz überließ sein Team bewusst häufiger dem Gegner: "Über weite Strecken hatte Breitenfurt mehr Spielanteile – bedingt durch unsere Taktik, deshalb mehr Ballbesitz." Dass Breitenfurt schon vor dem Seitenwechsel gefährlich wurde, bestätigte Heim ebenso: "Breitenfurt hatte in der ersten Hälfte einige hochkarätige Möglichkeiten und nach der Pause durch extremen Druck weitere Chancen." Diese Mischung aus früher Führung, kompakter Ordnung und zugelassenen Gelegenheiten prägte den Rhythmus.

Druckphase nach der Pause und die Wende

Mit Wiederbeginn kippte die Statik spürbar. Heim beschrieb die Intensität des Gegners so: "Nach der Pause sind sie rausgekommen und haben extremen Druck erzeugt." Der Anlauf wirkte: In der 52. Minute traf Michael Germ zum 1:1, nur zwei Minuten später stellte Thomas Kubin auf 1:2. Als Marcel Habersam in Minute 60 das 1:3 nachlegte, geriet Kaltenleutgeben ins Schwimmen. Heim benannte es klar: "In der zweiten Hälfte hatten wir 15 Minuten eine Schwächeperiode, deshalb lagen wir 3:1 zurück." Erst als der Druck der Gäste nachließ, fanden die Gastgeber wieder Ruhe am Ball und Zugriff in den Zweikämpfen. "Am Ende des Spiels haben sie sich zurückgezogen", so Heim – das öffnete das Fenster für die späte Antwort.

Moral, prägende Impulse und der späte Ausgleich

Aus der wiedergewonnenen Kompaktheit heraus verkürzte Kevin Voznyak in der 79. Minute auf 2:3. Der ASK blieb dran, suchte zielstrebig die Tiefe – und wurde belohnt: In der 86. Minute glich Mirzet Hot zum 3:3 aus. Heim hatte Hot bereits als prägenden Akteur hervorgehoben: "Er ist immer gefährlich, offensiv sehr stark und trickreich." Parallel betonte der Coach erneut den mentalen Aspekt des Comebacks: "Wir haben Moral gezeigt." Diese Mischung aus Widerstandskraft und mutigen Akzenten im letzten Drittel trug das Team in eine druckvolle Schlussphase, in der Kaltenleutgeben die Initiative übernahm.

Nach Schlusspfiff blickte Heim auch auf die Kaderlage: "Es gibt angeschlagene Spieler, aber der Kader ist groß genug." So verbuchte er das Remis als leistungsgerechtes Ergebnis einer Partie mit wechselnden Phasen – getragen von einer disziplinierten ersten Halbzeit, einer überstandenen Druckwelle nach dem Seitenwechsel und einem späten, energischen Aufbäumen.

1. Klasse Ost: Kaltenleutgeben : Breitenfurt - 3:3 (1:0)

  • 86
    Mirzet Hot 3:3
  • 79
    Kevin Voznyak 2:3
  • 60
    Marcel Habersam 1:3
  • 54
    Thomas Kubin 1:2
  • 52
    Michael Germ 1:1
  • 8
    Stjepan Gabelic 1:0