Nach dem Auswärtsspiel von Sportfreunde Berg bei ASC Götzendorf Oranjezz in der 1. Klasse Ost ordnete Michael Zulus die Lage nüchtern ein: Die Niederlage sei verdient, das 0:3 aber „ein bisschen zu hoch“. Er hob die starke Anfangsphase mit viel Ballbesitz, die konsequente Umsetzung der Vorgaben bis kurz vor der Pause und die Fairness der Partie hervor – sowie den Anspruch, zuhause eine direkte Reaktion zu zeigen.

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Zulus’ Grundtenor: Die eigene Idee funktionierte lange, Götzendorf nutzte die entscheidenden Momente. „Am Ende hat sich die individuelle Klasse von Götzendorf durchgesetzt – nicht umsonst stehen sie oben.“ Der Knackpunkt kam kurz vor dem Seitenwechsel: In der 42. Minute traf Marcel Lücke zum 0:1 aus Berg-Sicht, zur Pause stand es 0:1. Dass sein Team über weite Strecken gefällig mitspielte und die Abläufe stimmten, war Zulus wichtig zu betonen – gerade, weil bis dahin vieles so umgesetzt wurde, wie geplant.
„In der ersten Halbzeit hatten wir mehr Ballbesitz, haben daraus aber zu wenig klare Chancen kreiert“, bilanzierte Zulus. Nach dem Wiederanpfiff kippte die Statik etwas: „In Halbzeit zwei hatte Götzendorf wohl 60:40 Vorteile.“ Vor dem Tor fehlte Berg die Durchschlagskraft. „Über die gesamte Distanz hatten wir vielleicht zwei wirklich klare Möglichkeiten. Bei Götzendorf waren es wohl fünf – drei davon nutzten sie.“ Passend dazu fiel früh nach der Pause der nächste Stich: In der 54. Minute erhöhte Zalan Nagy auf 0:2. In einer Partie, die Berg phasenweise kontrollierte, entschied am Ende der Punch im Strafraum – und in der 88. Minute schnürte Marcel Lücke mit seinem zweiten Treffer den Doppelpack zum 0:3.
Körperlich ging es überraschend moderat zur Sache. „Der Schiedsrichter hatte einen ruhigen Abend, ich denke, er musste nur zwei oder drei gelbe Karten zeigen“, sagte Zulus. Strittige Szenen? „Nein, definitiv nicht. Der Schiedsrichter hatte das Spiel unter Kontrolle.“ Der Blick nach vorne fiel selbstbewusst aus: „Mit dieser Leistung mache ich mir grundsätzlich gegen niemanden Sorgen – entscheidend ist, dass wir unsere Chancen nutzen. Nächste Woche zuhause erwarte ich einen Sieg.“