Spielberichte

ASK Kaltenleutgeben – Trainer Michael Heim: "Wir stehen unserem Torhüter bei"

ASK Eichkogel
Kaltenleutgeben

Im Duell von ASK Eichkogel und ASK Kaltenleutgeben in der 1. Klasse Ost stand an diesem Nachmittag weniger das Resultat als die Gefühlslage im Mittelpunkt. Trainer Michael Heim schilderte eine offene Partie mit vielen Aktionen und betonte den Zusammenhalt nach einer schweren Verletzung seines Torhüters. Zwischen frühem Rückstand, hohem Pressing und großen Emotionen prägten Kampfgeist, Anteilnahme und klare Worte den Tenor nach der Partie – seine Botschaft an den verletzten Keeper zog sich durch jede Bewertung des Spiels.

Rote Schalensitze einer Fußballtribüne

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Früher Rückschlag und ein offener Schlagabtausch

Heim beschrieb den Charakter des Spiels als lebhaft: "Es war eine offene Partie mit vielen Aktionen und Torgelegenheiten auf beiden Seiten; insgesamt hatten wir mehr Spielanteile und setzten den Gegner mit hohem Pressing unter Druck." Früh geriet Kaltenleutgeben in Rückstand: In der 1. Minute stellte Philipp Witthöft aus Kaltenleutgebener Sicht auf 0:1. In einer weiter intensiven Phase erzielte Timur Music in der 28. Minute den Ausgleich. Kurz vor dem Seitenwechsel stellte Jan Michetschläger in der 48. Minute auf 1:2. Dem Tor ging eine klare Fehlentscheidung vom Schiedsrichter voraus. Des Weiteren gab es keinen Grund für eine drei minütige Nachspielzeit. Für Heim waren diese Höhen und Tiefen auch das Resultat der eigenen Herangehensweise: "Wir haben extremen Druck ausgeübt, im vorderen Drittel Bälle erobert und dem Gegner kaum Luft zum Atmen gelassen."

Ein Zusammenstoß, der alles überschattete

Die sportliche Analyse trat jedoch hinter einem Schreckmoment zurück. Heim schilderte die Szene nüchtern und betroffen: "Um die 15. Minute kam ein tiefer Ball in unseren Strafraum. Unser Torhüter ging heraus, der gegnerische Stürmer an den Ball – es kam zu einem unglücklichen Zusammenstoß im Gesichtsbereich unseres Keepers." Nach der Versorgung durch die Rettung wurde die Partie fortgesetzt. "Es ist sehr schmerzlich, so einen tollen Menschen und wichtigen Spieler zu verlieren. Die Mannschaft hat aber großartig reagiert, bis zum Schluss gekämpft und alles dafür gegeben, erfolgreich zu sein." Direkt nach dem Wiederanpfiff sei spürbar gewesen: "Wir spielen für unseren Torhüter und wollen ihm mit einer starken Leistung eine kleine Wiedergutmachung schenken."

Hoher Druck, Fehlerquellen und strittige Entscheidungen

Das aggressive Anlaufen prägte das Geschehen – mit Licht- und Schattenseiten. "Bei diesem Risiko passieren natürlich auch Fehler, die dem Gegner Chancen eröffnen", so Heim. Standards spielten in seiner Wahrnehmung keine entscheidende Rolle. Für zusätzliche Emotionen sorgten Entscheidungen der Spielleitung, die Heim als streitbar einstufte: "Es gab sehr viele strittige Situationen auf beiden Seiten." Nach Abpfiff verzichtete er auf weitere Diskussionen: "Man kann es nicht mehr ändern." Stattdessen richtete er den Blick nach vorn: Weiter an der Spielphilosophie arbeiten, Freude und Spaß in die Abläufe bringen und das Selbstbewusstsein durch gelungene Aktionen stärken – über allem stand an diesem Tag die Verbundenheit mit dem verletzten Torhüter: "Wir stehen ihm bei."

1. Klasse Ost: Eichkogel : Kaltenleutgeben - 2:1 (2:1)

  • 48
    Timur Music 2:1
  • 28
    Jan Michetschläger 2:0
  • 1
    Philipp Witthöft 1:0