In der 1. Klasse Ost musste sich SC Achau im Heimspiel gegen ASK Eichkogel mit 1:3 geschlagen geben. Für Thomas Gonda war es nach nur zwei Trainings der erste Auftritt als Trainer, und der Coach sah den Knackpunkt sehr früh. Nach dem 0:2 zur Pause kam Achau durch Fabian Stangl noch einmal heran, kassierte wenig später aber die Antwort zum 1:3.

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Viel Zeit, um seine neue Mannschaft kennenzulernen, hatte Gonda vor diesem Spiel nicht. „Wir haben uns viel vorgenommen für mein erstes Spiel, aber ich hatte nur zwei Trainings und ein Spiel, um die Mannschaft kennenzulernen“, sagte er. Umso bitterer war aus seiner Sicht, dass schon nach wenigen Minuten der erste ungeplante Einschnitt kam. Ein Achauer Spieler musste mit Nasenbeinbruch und einem Cut auf der Nase raus, damit war die Gastgeberelf früh zu einem Wechsel gezwungen. Kurz darauf geriet Achau in Rückstand: Benedikt Titze traf in der 16. Minute zum 0:1. Noch vor der Pause fiel dann auch das 0:2, als laut Gonda nach einem Einwurf die Zuordnung gefehlt hatte und Simon Odey dem Verteidiger den Ball abnahm.
Trotz des 0:2 zur Pause war für Gonda nicht alles verloren, weil seine Mannschaft mit zunehmender Spieldauer besser ins Spiel kam. „Je länger das Spiel gedauert hat, desto besser konnten wir Fuß fassen“, sagte er. Vor allem dann, wenn Achau kontrollierter zueinander spielte, sah der neue Trainer bereits Ansätze, auf die er aufbauen will. Das wurde nach dem Seitenwechsel auch am Ergebnis sichtbar. In der 64. Minute verkürzte Fabian Stangl auf 1:2. Gonda schilderte die Szene als „super Pass durch die Viererkette“, ehe sich der Torschütze mit unbedingtem Willen gegen den Tormann durchsetzte. Die Hoffnung auf eine richtige Aufholjagd hielt aber nicht lange. Statt neue Euphorie mitzunehmen, liefen laut Gonda kurz darauf zwei eigene Spieler zusammen, obwohl der Ball schon gesichert schien. So kam Eichkogel wieder in Ballbesitz, und Simon Odey stellte in der 70. Minute mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand zum 1:3 wieder her.
Gerade in dieser Phase wurde für Gonda deutlich, woran in den nächsten Wochen gearbeitet werden muss. Der Achau-Coach sprach offen an, dass seine Mannschaft konditionell und taktisch noch „am Niveau der zweiten Klasse“ sei. Das erschwere die Arbeit natürlich, sagte er. Besonders klar wurde er beim Thema Fitness. „Wenn du erfolgreich sein willst, musst du in 90 Minuten einfach mehr laufen können als der Gegner. Im Moment ist der Tank bei den meisten Spielern nach 60 Minuten leer“, sagte Gonda. Diese Einschätzung erklärt auch seinen Blick auf das Spiel: Achau kam zwar besser hinein, konnte den Anschluss durch Stangl herstellen und war phasenweise kontrollierter, hatte aber nicht durchgehend die Kraft, um die Partie noch einmal komplett zu drehen. Für den Trainer ist deshalb klar, dass genau dort jetzt der Hebel angesetzt werden muss. Die personelle Situation ist durch die Verletzung von Hudec und Tinesz, der eine 5 monatige Ausbildung beginnt, zwar schwieriger geworden, aber "Wir gegen Gas."
„Die Spieler haben Herz gezeigt und wollten unbedingt besser werden“, meinte der Trainer, "das ist das, was ich immer von jedem verlangen werde und was sie auch gestern gemacht haben - 100% Einsatz!" Den Gästen sprach er ihren Anteil am Auswärtssieg ebenfalls klar zu. Mit Jan Michetschläger und Stefano Fenoli habe Eichkogel „zwei routinierte Spieler“ in seinen Reihen gehabt, „die sehr ausgefuchst sind“ und gerade offensiv den kleinen Unterschied ausgemacht hätten. Bei einigen Entscheidungen des Schiedsrichters vermisste Gonda zwar eine klare Linie, im Vordergrund stellte er nach dem 1:3 aber vor allem die eigene Arbeit, die jetzt vor Achau liegt.