In der 1. Klasse Süd hat die SVg Pitten beim USC Wampersdorf mit 4:3 gewonnen, obwohl die Partie aus Sicht der Gäste nach der Pause noch einmal völlig kippte. Sportlicher Leiter Helmut Holzer sprach nach dem Schlusspfiff von einem Sieg, der vor allem auf der starken ersten Hälfte beruhte. Weil Pitten bis zur Pause auf 4:1 davonzog, reichte am Ende ein Polster, das später fast noch verspielt wurde.

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Für Pitten begann die Partie alles andere als ruhig. Schon in der 7. Minute brachte Samuel Buchner die Gastgeber mit 1:0 nach vorne, und Holzer sagte selbst: "Die Heimmannschaft ging sehr schnell in Führung." Die Antwort kam aber fast sofort. Nur zwei Minuten später stellte Aliaksandr Kuhan auf 1:1, ehe Pitten die Phase bis zur Pause klar auf seine Seite zog. Sarkis Saribekyan drehte die Partie in der 15. Minute, Alin-Alexandru Pop erhöhte in der 19. Minute auf 3:1, und noch einmal Saribekyan sorgte in der 32. Minute für den 4:1-Halbzeitstand. Holzer fasste diese starke erste Hälfte so zusammen: "Wir haben relativ rasch ausgeglichen und bis zur Pause auf 4:1 erhöht." Gerade diese Reaktion nach dem frühen Rückstand war für Pitten der Teil des Spiels, auf den sich die Gäste am Ende stützen konnten.
Was nach 45 Minuten nach einer klaren Sache aussah, bekam nach dem Seitenwechsel eine ganz andere Richtung. Holzer redete nicht um den heißen Brei herum: "Nach der Pause war unser Spiel nicht gut. Wir hatten keinen Zugriff auf das Spiel." Genau diesen Punkt sah er auch als Grund, warum Wampersdorf noch einmal voll zurückkam. Die Gastgeber waren laut dem Pittener Sportlichen Leiter "klar besser", hatten die besseren Möglichkeiten und verkürzten in der Schlussphase noch deutlich. In den Spieldaten ist Marcel Mottl als Torschütze zum 2:4 in der 75. Minute vermerkt, der weitere Treffer brachte Wampersdorf bis auf 3:4 heran. Aus einem deutlichen Pausenpolster wurde damit noch ein Spiel, das für die Gäste bis zum Ende offen blieb. Holzer sagte deshalb auch ohne jede Beschönigung: "Am Ende haben wir eigentlich noch glücklich gewonnen."
Bemerkenswert war nach dem Schlusspfiff, wie offen Holzer die Leistung des Gegners einordnete. Von einem klaren Unterschied zwischen den Mannschaften wollte er trotz der vier eigenen Tore nichts wissen. "Es gab keinen großen Unterschied. In der ersten Halbzeit waren wir einen Tick besser, in der zweiten Halbzeit war Wampersdorf besser", sagte er. Auch sein Urteil über die Schlussphase fiel deutlich aus: "Wenn Wampersdorf noch das 4:4 schießt, wäre es vielleicht sogar nicht unverdient gewesen." Dazu passte seine Beschreibung der Gastgeber, die nach dem 1:4 nicht aufgaben, viel liefen, kämpften und laut Holzer "alles probiert" haben. Pitten hatte also zwar die effizientere erste Hälfte, musste danach aber erleben, wie Wampersdorf das Spiel mit viel Einsatz wieder eng machte und den Tabellenführer spürbar unter Druck setzte.
Unterm Strich nahm Pitten trotzdem genau das mit, was im engen Rennen der Liga zählt: drei Punkte. Nach zehn Runden steht die Mannschaft mit 20 Zählern an der Spitze, auch wenn dieser Nachmittag in Wampersdorf eher Warnung als Glanzauftritt war. Holzer sagte offen: "Wir hatten heute nicht unseren besten Tag, und am Ende waren wir froh, dass wir die drei Punkte mitnehmen konnten." Gerade diese Ehrlichkeit beschreibt die Partie gut. Vor der Pause war Pitten effektiv und nutzte seine Möglichkeiten konsequent, danach verlor die Mannschaft den Zugriff und musste bis zum Schlusspfiff um den Auswärtssieg bangen. Für Wampersdorf bleibt trotz der 3:4-Niederlage die Erkenntnis, dass die starke zweite Hälfte beinahe noch belohnt worden wäre.