In der 1. Klasse Waldviertel hat 1. SV Appel Vitis am Freitagabend das Heimspiel gegen USC Schweiggers mit 2:1 gewonnen. Nach dem 0:1 zur Pause drehte Vitis die Partie mit einem starken Start in die zweite Hälfte. Genau darin sah Sektionsleiter-Stellvertreter Kevin Fasching den Knackpunkt: Seine Mannschaft sei nach dem Rückstand druckvoll zurückgekommen und habe bis zum Schluss an die Wende geglaubt.

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Für Fasching begann die Partie eigentlich so, wie es sich die Heimischen vorgestellt hatten. "Wir waren von Beginn an druckvoll und hatten gute Chancen auf das 1:0", sagte er nach dem Schlusspfiff. Umso ärgerlicher war aus seiner Sicht, dass trotzdem Schweiggers in Führung ging. In der 12. Minute spielte der Gast einen guten Steckpass auf Felix Rozliwka, der alleine durchlief, den Tormann von Vitis leicht überhob und damit das 0:1 erzielte. Fasching sprach davon, dass dieser Treffer "quasi aus dem Nichts" gefallen sei. Vitis versuchte danach noch, vor der Pause zurückzukommen, kam laut dem Funktionär aber nicht mehr zu wirklich zwingenden Möglichkeiten. So ging es mit dem knappen Rückstand in die Kabine, obwohl die Gastgeber in der Anfangsphase durchaus ordentlich in die Partie gefunden hatten.
Die Antwort von Vitis kam nach der Pause dann genau so, wie es sich Fasching erhofft hatte. "Der entscheidende Moment für den Sieg war, wie wir aus der zweiten Halbzeit nach dem Rückstand herausgekommen sind und das Spiel noch gedreht haben", sagte er. Schon in der 48. Minute gelang das 1:1, als Dominik Sibal nach einer Flanke per Kopf traf. Damit war Vitis wieder voll im Spiel und blieb am Drücker. Zunächst ließen die Gastgeber noch gute Chancen auf das 2:1 aus, ehe in der 61. Minute doch der verdiente zweite Treffer fiel. Fasching beschrieb die Entstehung sehr genau: "Mathias Weiss hat den Ball super erkämpft, Raphael Binder spielte auf die Seite und den Pass in den Strafraum, Martin Skoda schoss zum 2:1 ein." Auch danach war die Partie noch nicht durch. Vitis vergab noch eine große Möglichkeit auf das 3:1, und in der letzten Minute kam Schweiggers nach einem Freistoß noch zu einem Kopfball an die Latte.
Dass es am Ende trotzdem zum Heimsieg reichte, führte Fasching vor allem auf die Haltung seiner Mannschaft zurück. "Besonders gut funktioniert hat für mich die Einstellung, wie wir nach dem 0:1 zurückgekommen sind, dass wir immer probiert haben, nach vorne zu spielen und nie den Glauben verloren haben, dass wir das Spiel noch drehen können", sagte er. Ganz ohne Kritikpunkt wollte er den Abend aber nicht abhaken. "Luft nach oben sehe ich definitiv noch beim Verwerten der Torchancen", meinte der Vitis-Funktionär. Dem Gegner stellte er zugleich ein gutes Zeugnis aus: "Wir wussten, dass Schweiggers eine spielstarke Mannschaft ist, die sehr gut herauskombinieren kann und sehr gute Einzelspieler hat." Den Unterschied zwischen beiden Teams sah Fasching daher in erster Linie im Willen. "Wir haben es ein bisschen mehr gewollt und waren in vielleicht allen Belangen ein Stückchen druckvoller." Diskussionen um den Unparteiischen gab es für ihn nicht: "Der Schiedsrichter hat das bis auf ein, zwei kleinliche Pfiffe sehr ordentlich gepfiffen." Mit dem 2:1 hält Vitis nach elf Spielen bei 19 Punkten und Rang drei, Schweiggers bleibt bei 11 Zählern.