In der 1. Klasse Waldviertel hat SV Albrechtsberg am Freitagabend gegen SC Pfaffenschlag eine 0:3-Heimniederlage hinnehmen müssen. Trainer Stefan Erlebach ärgerte sich weniger über den Spielanteil seiner Mannschaft als über die Fehler in den entscheidenden Momenten. Albrechtsberg hatte laut seinem Coach zwar mehr Ballbesitz und war spielerisch das aktivere Team, ließ vorne aber die Abschlussstärke vermissen und war hinten nicht so kompakt wie gewohnt.

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Aus Sicht von Stefan Erlebach war die Partie nicht deshalb verloren, weil Albrechtsberg über weite Strecken gar nicht ins Spiel gefunden hätte. Im Gegenteil: Der Trainer sah seine Mannschaft über die 90 Minuten spielerisch sogar vorne. Trotzdem lief der Abend früh in die falsche Richtung. In der 25. Minute brachte Marek Banyacski die Gäste mit 1:0 in Führung, und genau dieses Tor blieb bei Erlebach hängen. "Entscheidend war das 1:0. Das war ein Eckball, wo wir nicht gut gedeckt haben. Das war ein Kopfballtor", sagte er. Mit dem 0:1 ging es auch in die Pause, und der Trainer stellte klar, dass damit noch längst nichts entschieden war. "Da war noch eine Halbzeit zu spielen", sagte Erlebach. Nach dem Seitenwechsel blieb Albrechtsberg zwar bemüht, musste in der 69. Minute aber das 0:2 durch Nico Pruckner hinnehmen. In der 86. Minute machte Jakob Witt mit dem dritten Treffer alles klar.
Der Kern der Niederlage lag für den Albrechtsberg-Coach nicht in einer schwachen Gesamtleistung mit dem Ball, sondern in den Bereichen, in denen Spiele eben entschieden werden. "Wir waren hinten nicht so kompakt wie gewohnt. Vorne haben wir die Abschlussstärke vermissen lassen", fasste Erlebach zusammen. Gerade diese Mischung war für ihn ausschlaggebend. Seine Mannschaft hatte laut eigener Einschätzung mehr vom Spiel, konnte sich dafür aber nicht belohnen. "Spielerisch waren wir sicher die bessere Mannschaft über neunzig Minuten gesehen, und wir haben auch alles probiert", sagte der Trainer. Gleichzeitig sprach er sehr offen an, warum dieser Aufwand am Ende ohne Ertrag blieb. "Wir haben einfach blöde Fehler gemacht, Eigenfehler, und so haben wir verdient eine unnötige Niederlage bekommen."
Bei allem Ärger über die eigene Leistung sparte Erlebach auch nicht mit Anerkennung für den Gegner. Für ihn war Pfaffenschlag nicht die spielerisch bessere Mannschaft, aber jene, die ihren Matchplan konsequenter durchzog. "Der Gegner hat es super gemacht. Die sind hinten wirklich kompakt gestanden", sagte er. Dazu kam, dass die Gäste laut seiner Einschätzung nach vorne mit ihrer Schnelligkeit immer wieder unangenehm waren. "In der Offensive haben sie uns mit ihrer Schnelligkeit Probleme gestellt", erklärte der Trainer. Besonders bitter war für ihn das 0:2, weil dort nach seiner Wahrnehmung eine Fehlerkette auf Seiten seiner Mannschaft zusammenkam. "Das zweite Tor war natürlich bitter, weil unser Tormann ein bisschen unglücklich agiert hat und da eine Fehlerkette zusammengekommen ist", sagte Erlebach.
Für Albrechtsberg ist die 0:3-Niederlage ein spürbarer Dämpfer, auch wenn der Blick auf die Tabelle zeigt, dass die Mannschaft nach zwölf Runden mit 26 Punkten weiterhin ganz vorne steht. Gerade deshalb ärgerte Erlebach dieser Abend, weil aus seiner Sicht mehr drin gewesen wäre. Positiv nahm er mit, dass seine Mannschaft spielerisch vieles ordentlich angelegt hatte. "Wir haben super kombiniert, hatten viel mehr Ballbesitz und waren bemüht", sagte er. Nur reicht das im Fußball eben nicht immer, wenn die entscheidenden Szenen nicht sauber gespielt werden. Passend dazu fiel auch sein nüchternes Schlusswort aus: "Es gibt halt Tage, wo es im Fußball nicht funktioniert." Für Albrechtsberg wird es nun darum gehen, genau jene Punkte abzustellen, die der Trainer klar benannt hat: hinten wieder kompakter zu stehen und vorne aus dem Aufwand auch Tore zu machen. Immerhin gab es laut Erlebach in einer fairen Partie keinen Nebenschauplatz. "Der Schiedsrichter war sehr gut. Ich habe keinen Fehler gesehen", hielt er fest.