In der 1. Klasse West-Mitte trennte sich TSU Förthof Hafnerbach von USG Alpenvorland mit 1:1 – eine zähe Partie mit wenigen klaren Abschlüssen, in der am Ende ein Standard den Ausschlag gab. Trainer Marian Kocis sprach von einem „gerechten“ Ausgang, weil beide Seiten über weite Strecken kaum Torgefahr entwickelten. Gleichzeitig lobte er den unbedingten Einsatz des Gegners und haderte mit verpassten Umschaltmomenten seines Teams nach der Pause sowie damit, dass man in der Schlussphase den Ball nicht konsequent vom eigenen Tor fernhielt.

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„Von beiden Mannschaften gab es lange kaum Torchancen“, fasste Kocis zusammen. Seine Elf setzte in der 26. Minute das erste Ausrufezeichen: Dimitrije Kostadinovic zog aus rund fünfundzwanzig Metern ab und traf zur 1:0-Führung – ein Distanzschuss, der den Verlauf bis zur Pause prägte (Halbzeitstand 1:0). Nach Wiederbeginn blieb das Bild ähnlich: Viele gute Ansätze, doch der letzte Pass fehlte, und in den Kontersituationen traf Hafnerbach häufig die falsche Entscheidung. Aus mehreren Umschaltmomenten hätte das 2:0 fallen können – stattdessen kassierte die Kocis-Elf in der 90. Minute nach einer Ecke den 1:1-Ausgleich durch Marcel Gschwandtner.
Individuell hob der Coach einen klaren Mann des Spiels hervor: „Für mich war Jakub Nemec, unser Innenverteidiger, der stärkste Mann.“ Nemec gewann Zweikämpfe am Boden wie in der Luft, köpfte zahlreiche Bälle aus der Gefahrenzone und gab der Hintermannschaft über die gesamte Spielzeit Stabilität. Diese Defensivpräsenz passte zum Charakter der Begegnung mit langen Phasen kontrollierter Arbeit gegen den Ball und wenigen klaren Möglichkeiten auf beiden Seiten. „Am Ende war das Remis gerecht – beide Teams hatten insgesamt kaum Chancen“, so Kocis.
Im Kräfteverhältnis sah Kocis zwei unterschiedliche Halbzeiten: „In der ersten Halbzeit hatten wir mehr Ballbesitz, nach der Pause übernahm Alpenvorland zunehmend das Kommando.“ Der Gast erhöhte Schritt für Schritt den Druck, wollte unbedingt den Punkt – und belohnte sich spät per Standard. Kocis’ größter Kritikpunkt an den letzten Minuten: „Wir müssen die Bälle vorne halten, weg von unserem Tor. Das haben wir vor Schluss nicht gut gemacht.“ Personell fehlte bei Hafnerbach ein gesperrter Spieler: Pierre Fechter pausierte aufgrund einer Gelbsperre. Zudem spürte der Coach Nachwirkungen der spielfreien Woche, der Rhythmus habe gelitten.