Ein klarer Heimsieg in der 1. Klasse West-Mitte: Der FCU Gerersdorf/E. besiegte ATSV Schönfeld/T. mit 6:1 (2:0). Obmann Franz Haiderer sprach von einer Partie, die seine Mannschaft „von Anfang bis zum Ende gut unter Kontrolle“ hatte und von Treffern „zum richtigen Zeitpunkt“. Vor allem der zweite Treffer vor der Pause fühlte sich für ihn wie eine kleine Vorentscheidung an. Der Erfolg tut nach der Derbypleite zuletzt gut, gibt Rückenwind und verschafft im dichten Mittelfeld der Liga zusätzliche Sicherheit.

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Gerersdorf erwischte den besseren Start und legte die Richtung früh fest. Nach 16 Minuten traf Alyas Hamkar zum 1:0 und gab dem Heimteam die nötige Ruhe. Kurz darauf fiel das 2:0 durch Emilio Ada (31.). Haiderer hob genau diese Szene hervor: „Knapp vor der Pause war das Freistoßtor zum 2:0 eine kleine Vorentscheidung.“ Mit dem 2:0 im Rücken ging es in die Kabinen. Nach dem Wechsel blieb Gerersdorf am Drücker: Hamkar erhöhte in Minute 58 auf 3:0, Lirak Krasniqi legte drei Minuten später das 4:0 nach (61.). Spätestens mit Hamkars drittem Streich zum 5:0 (69.) war die Sache gelaufen. Schönfeld kam zwar durch Raphael Schink noch zum 5:1 (87.), doch der FCU antwortete sofort: Wieder Hamkar stellte nur eine Minute später auf 6:1 (88.). „Die Treffer nach der Pause waren für unseren Spielverlauf günstig, der Sieg stand nie zur Debatte“, so Haiderer.
In der Analyse war der Obmann deutlich: „Wir hatten das Spiel von Anfang bis zum Ende gut unter Kontrolle. Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht, der Sieg war auf jeden Fall verdient.“ Der Unterschied zur Vorwoche war für ihn spürbar: „Unsere Mannschaft ist heute ganz anders aufgetreten als letzte Woche gegen Karlstetten. Von Anfang an bissig, in den Zweikämpfen so, wie man sich’s vorstellt. Wir wollten uns für die Niederlage im Derby revanchieren. Wir waren bissiger, aggressiver, wir wollten diesen Sieg.“ Auch zum Gegner fand Haiderer ehrliche Worte. „Eigentlich hätte ich sie etwas stärker erwartet. Wenn ich gegen den Abstieg spiele, muss ich aggressiver auftreten – das war heute eher nicht der Fall.“ Die klare Anzeigetafel passte zur Einschätzung: Gerersdorf kontrollierte weite Strecken, Schönfeld fand zu selten Zugriff und musste dem FCU immer wieder hinterherlaufen.
Vorne trumpfte Gerersdorf mit Tempo auf – allen voran Vierfach-Torschütze Alyas Hamkar, der seine Chancen eiskalt nutzte. Haiderer erklärte die Wucht im Angriff simpel: „Die anderen Treffer waren großteils schön herausgespielt. Unsere schnellen Stürmer haben die eher langsame Abwehr von Schönfeld überlaufen.“ Dass der Rahmen stimmte, betonte er ebenfalls: „Mir fällt keine strittige Szene ein. Der Schiedsrichter hatte die Partie immer sehr gut im Griff.“ In der Tabelle stehen für den FCU nun 29 Punkte zu Buche – ein Platz im gesicherten Mittelfeld, der den Blick nach vorne erlaubt. „Verbessern kann man sich immer, aber aktuell will ich keine Schwachpunkte herausheben“, sagte Haiderer mit Blick auf die laufende Kaderplanung für die nächste Saison. Nach diesem 6:1 soll der Schwung mitgenommen werden: Gerersdorf hat gezeigt, wie es gehen kann – bissig, zielstrebig und mit klarer Kante im Strafraum.