Spielberichte

"Nach dem 1:1 sind wir in unser Spiel gekommen" – Grein dreht das Derby und trifft fünfmal

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TSV Grein
Waldhausen/Gloxwald

Im Derby der 1. Klasse West hat TSV Meisl Grein gegen SG Waldhausen/Gloxwald mit 5:3 gewonnen. Nach einem frühen Rückstand antworteten die Gastgeber sofort, stellten bis zur Pause auf 4:1 und legten damit den Grundstein für den Heimsieg. Trainer Eimantas Valaitis hob vor allem die Reaktion seiner Mannschaft hervor und sprach von einer sehr konzentrierten und motivierten Leistung.

Fußball auf Rasen neben gelber Markierungslinie

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Die schnelle Antwort bringt Grein ins Spiel

Es war ein Derby, und genau so beschrieb es Valaitis auch nach dem Schlusspfiff: "Es war ein schönes Derby mit vielen Zuschauern. Beide Mannschaften waren konzentriert und motiviert." Zunächst geriet seine Mannschaft aber früh in Rückstand, als Ralf Rainbacher Waldhausen/Gloxwald in der 9. Minute mit 1:0 in Führung brachte. Lange hielt dieser Spielstand nicht. Schon in der 11. Minute glich Kevin Kerschbaummayer für Grein zum 1:1 aus, und genau dort sah der Trainer den ersten klaren Umschwung. "Nach dem 1:1 sind wir in unser Spiel gekommen", sagte Valaitis. Grein blieb danach dran, drehte die Partie durch Paul Klammer in der 18. Minute und baute den Vorsprung noch vor der Pause weiter aus. Maksym Maksymenko stellte in der 34. Minute auf 3:1, Robin Rapolter legte in der 45. Minute das 4:1 nach. Für den Grein-Coach war das eine Phase, mit der er sehr zufrieden war. "In der ersten Halbzeit war offensiv und defensiv alles in Ordnung", meinte er.

Nach dem 4:1 wird es noch einmal enger

Mit dem klaren Pausenstand schien Grein die Partie gut im Griff zu haben, doch Valaitis verschwieg auch nicht, dass seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel etwas nachließ. "Nach dem 4:1 sind wir ein bisschen passiv geworden. Das hat der Gegner sofort gemerkt", sagte der Trainer offen. Waldhausen/Gloxwald blieb also im Spiel und kam in der 66. Minute durch Maximilian Winkler auf 4:2 heran. Valaitis hatte genau diese Haltung des Gegners angesprochen. Seine Einschätzung: Waldhausen/Gloxwald spiele immer auf seine Chance, laufe viel und kämpfe bis zum Ende. Grein brauchte in dieser Phase wieder mehr Zugriff, und der kam schließlich noch einmal. In der 76. Minute stellte Dmytro Kyrychenko auf 5:2 und nahm den Gästen damit viel von ihrer Hoffnung. Der Trainer bezeichnete gerade diesen Treffer als wichtig: "Das fünfte Tor war ein schönes Tor und für uns wichtig." Die späte Ergebniskorrektur von Julian Wurzer zum 5:3 in der Nachspielzeit änderte am Heimsieg zwar nichts mehr, zeigte aber noch einmal, was Valaitis mit fehlender Stabilität über 90 Minuten meinte.

Viel Teamarbeit, aber noch Luft nach oben

Besonders auffällig war für den Grein-Trainer, dass er den Sieg nicht an einer Einzelaktion festmachen wollte. Für ihn stand das Kollektiv klar im Vordergrund. "Alle Tore waren Teamarbeit. Es waren gute Pässe in den Raum, gute Läufe und ein gutes Angebot", sagte Valaitis. Genau darin sah er auch die größte Stärke seiner Mannschaft. "Unsere Stärke ist, dass wir als Team zusammen sind", erklärte er und verwies dabei nicht nur auf die Qualität und das Talent im Kader, sondern auch auf die Unterstützung im Verein. Gleichzeitig schob er nach dem 5:3-Derbysieg gleich hinterher, dass der Weg noch nicht zu Ende ist. "Ich will mehr Stabilität über 90 Minuten. Wenn es schwer wird, müssen wir Charakter zeigen und mehr miteinander reden", sagte der Grein-Coach. Auch für den Gegner fand er anerkennende Worte: Waldhausen/Gloxwald sei "eine laufstarke, kämpferische Mannschaft" mit "guten Ideen nach vorne". Für Grein ist der Heimsieg dennoch ein starker Abend, weil er nach neun Runden bei 17 Punkten anschreibt und im oberen Bereich dranbleibt. Valaitis wollte den Erfolg aber lieber als nächsten Schritt verstanden wissen: "Wir müssen als Team weiter wachsen, weiterarbeiten und weitergehen."

1. Klasse West: TSV Grein : Waldhausen/Gloxwald - 5:3 (4:1)

  • 94
    Julian Wurzer 5:3
  • 76
    Dmytro Kyrychenko 5:2
  • 66
    Maximilian Winkler 4:2
  • 45
    Robin Rapolter 4:1
  • 34
    Maksym Maksymenko 3:1
  • 18
    Paul Klammer 2:1
  • 11
    Kevin Kerschbaummayer 1:1
  • 9
    Ralf Rainbacher 0:1