Spielberichte

„Nach dem Ausgleich haben wir wieder daran geglaubt“ – Winklarn dreht ein 0:1 noch in ein 4:1

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FCU Winklarn
Waldhausen/Gloxwald

In der 1. Klasse West hat FCU SOP Winklarn am Freitag gegen SG Waldhausen/Gloxwald trotz 0:1-Pausenrückstand noch klar mit 4:1 gewonnen. Trainer Stefan Nestl sprach danach von zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten: vorne ein verschlafener Beginn, nach dem Ausgleich aber wieder Glaube, Tempo und die alte Stärke. Genau daraus entstand eine Partie, die der Tabellenführer erst mühsam, am Ende aber doch deutlich auf seine Seite zog.

Spieler steht mit dem Fuß auf einem orangenen Ball

Foto von RF._.studio _ bei Pexels

Waldhausen erwischt Winklarn vor der Pause kalt

Dass der Abend für die Gastgeber nicht von Beginn an in die gewünschte Richtung lief, machte Nestl nach dem Spiel sehr deutlich. „Die erste Halbzeit haben wir verschlafen. Wir haben nicht an die letzten Spiele anschließen können“, sagte der Trainer. Winklarn war nach seiner Einschätzung „träge, langsam im Kopf und in den Beinen“ und traf dazu noch „falsche Entscheidungen“. Genau das war für ihn der Grund, warum Waldhausen in dieser Phase gut ins Spiel kam und selbstbewusst auftreten konnte. Der Lohn für die Gäste war in der 27. Minute die Führung durch Julian Wurzer, die bis zur Pause Bestand hatte. Nestl überraschte dieser Auftritt des Gegners nicht. „Ich habe davor gewarnt. Ich habe gewusst, der Gegner hat hier nichts zu verlieren und wird dementsprechend auftreten“, erklärte er und zollte den Gästen Respekt: „Waldhausen hat das sehr gut gemacht und uns vor Schwierigkeiten gestellt.“

Mit dem 1:1 kam der Glaube zurück

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich dann jenes andere Gesicht, das Nestl von seiner Mannschaft sehen wollte. „Die zweite Halbzeit war einfach ein anderes Bild. Wir haben wieder zu alter Stärke zurückgefunden und haben das Spiel noch gedreht, was ich auch gefordert habe“, sagte er. Den Wendepunkt machte der Trainer klar am Ausgleich fest. Als Simon Stachura in der 58. Minute das 1:1 erzielte, kippte die Partie aus Sicht der Gastgeber. „Nach dem Ausgleich habe ich gewusst, dass uns das Auftrieb gibt und dass wir dann wieder daran glauben“, so Nestl. Nur acht Minuten später legte erneut Stachura das 2:1 nach, und genau dieses Tor war für den Trainer der nächste entscheidende Schritt. „Der Ausgleich und dann auch das 2:1 waren für mich der ausschlaggebende Punkt“, meinte er. Danach blieb Winklarn am Drücker, arbeitete sich laut Nestl wieder viele Möglichkeiten heraus und stellte durch Hussain Haji Gul Sayad in der 72. Minute sowie Stefan Kupresak in der 90. Minute auf 4:1.

Mentale Stärke als Pluspunkt, trotzdem bleibt etwas aufzuarbeiten

So deutlich das Ergebnis am Ende ausfiel, so klar sprach Nestl auch die Themen an, die trotz des Sieges bleiben. Den größten Pluspunkt seiner Mannschaft sah er diesmal „sicher mental“, weil seine Elf nach der schwachen ersten Hälfte nicht auseinanderfiel, sondern an die Wende glaubte. Dazu kam laut dem Trainer, dass Winklarn nach der Pause körperlich überlegen war. Für einen Tabellenführer ist das eine wichtige Aussage, und Nestl formulierte es entsprechend deutlich: „Wenn man eine Spitzenmannschaft sein will, muss man auch solche Partien überstehen und solche Spiele gewinnen.“ Gleichzeitig war die Mahnung unüberhörbar. „Man darf solche Spiele nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es wird uns jede Runde das Maximum abverlangt. Jeder will den Tabellenführer schlagen“, sagte er. Auch die Chancenverwertung bleibt für ihn ein Punkt, „weil wir uns sehr viele Chancen herausarbeiten und die Auswertung daraus besser sein könnte“. Unterm Strich nimmt Winklarn also drei Punkte mit, aber auch die Erinnerung daran, dass es in dieser Liga für den Spitzenreiter keine einfachen Abende gibt.

1. Klasse West: Winklarn : Waldhausen/Gloxwald - 4:1 (0:1)

  • 90
    Stefan Kupresak 4:1
  • 72
    Hussain Haji Gul Sayad 3:1
  • 66
    Simon Stachura 2:1
  • 58
    Simon Stachura 1:1
  • 27
    Julian Wurzer 0:1