In der 1. Klasse West trennten sich TSV Meisl Grein und SV Raika Scheibbs am Freitagabend mit 1:1. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte Dmytro Kyrychenko die Gastgeber in Führung, ehe ein Eigentor von Niklas Killinger den Ausgleich brachte. Für Grein-Sektionsleiter Ben Egger passte das Ergebnis zum Verlauf: "Die Punkterteilung ist gerechtfertigt, keinen Sieger hat sich das verdient."

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Schon in den ersten Minuten war laut Egger zu sehen, dass hier zwei Mannschaften aufeinandertrafen, die sich nichts schenken würden. "Das Spiel war von Anfang an intensiv und hitzig", sagte der Greiner Sektionsleiter nach dem Schlusspfiff. Dass Scheibbs als Team aus der oberen Tabellenregion anreiste und Grein sich selbst ebenfalls einiges zutraut, war über weite Strecken spürbar. Viel Raum bekamen beide Seiten nicht. Egger beschrieb die erste Halbzeit deshalb auch als kampfbetont und eng: "Es war ein intensives Spiel mit wenig Torchancen." Dazu kam in der 26. Minute ein Rückschlag für die Gastgeber, als Maksym Maksymenko vom Feld musste. Auch diesen Moment hob Egger hervor, weil er den Rhythmus der Partie kurz unterbrochen hatte. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass Grein die Umstellung auffing. "Wir haben ihn gut ersetzt und wieder gut ins Spiel gefunden", meinte er.
Nach dem 0:0 zur Pause bekam die Partie dann auch auf der Anzeigetafel Bewegung. In der 53. Minute ging Grein durch Dmytro Kyrychenko mit 1:0 in Führung. Für Egger war das Tor kein Zufallsprodukt, sondern die Belohnung für eine Aktion, die sauber fertiggespielt wurde. "Wir konnten in der zweiten Halbzeit mit unserer Nummer acht in Führung gehen, nach einem eigentlich gut ausgespielten Konter", schilderte er die Entstehung. Dass Grein trotz des frühen Wechsels imstande war, in so einem Spiel vorzulegen, wertete er als Zeichen für den geschlossenen Auftritt seiner Mannschaft. Gerade weil dieser Moment die Gastgeber zusätzlich forderte, bekam diese Phase für ihn Gewicht. Die Gastgeber hielten nicht nur dagegen, sie fanden nach der Pause auch den Weg zum wichtigen ersten Treffer.
Lange hielt die Führung allerdings nicht bis zum Ende. In der 75. Minute kam Scheibbs nach einem Eckball zum 1:1, wobei der Ausgleich als Eigentor von Niklas Killinger gewertet wurde. Egger beschrieb diese Szene sehr genau und machte klar, wie unerquicklich sie aus Greiner Sicht war. "Ein Eckball wurde ausgeführt, der Ball war noch die ganze Zeit heiß im Fünf-Meter-Raum, und unser Spieler wurde am Kopf angeschossen und verlängerte ihn leider an unserem Tormann vorbei", sagte er. Mehr brauchte es in einem Spiel dieser Art dann fast schon nicht, um die Schlussphase noch einmal offen zu halten. Egger sprach danach erneut von einer "hitzigen und intensiven Partie bis zum Schluss". Zugleich verlor er beim Blick auf den Gegner nicht den Respekt. "Scheibbs ist sehr gut aufgetreten, hat von Anfang an ein hohes Spieltempo gehalten und war qualitativ auch sehr gut", so seine Einschätzung.
Weil beide Mannschaften viel investierten, wenig herschenkten und sich in vielen Phasen auf Augenhöhe bewegten, konnte Egger mit dem Remis am Ende gut leben. "Beide Teams haben Wille und Kampfgeist gezeigt und wollten unbedingt gewinnen", sagte er. Genau deshalb sei die Teilung für ihn stimmig: "Meiner Meinung nach ist die Punkteteilung gerecht." Besonders zufrieden war er damit, wie Grein die personellen Probleme auffing. "Wir haben zusammengehalten, sind als Team und als gemeinsame Einheit aufgetreten und haben füreinander gekämpft", betonte der Sektionsleiter. Scharfe Kritik wollte er nach dem 1:1 ausdrücklich nicht anbringen. "Es gab keine gröberen Fehler. Es war kollektiv ein sehr gutes Spiel von uns", sagte Egger. Unter dem Strich blieb für Grein gegen einen starken Gegner damit ein Punkt, den der Verein als verdient und sauber erarbeitet einordnet.