Spielberichte

Aschbach rettet Heimsieg in Minute 93: „Die letzten Minuten haben wir noch einmal alles reingehauen“

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SU Aschbach
SV Scheibbs

In der 1. Klasse West hat SU Weise Raika Aschbach gegen SV Raika Scheibbs ein wildes 3:2 gefeiert und dabei eine 2:0-Führung fast noch aus der Hand gegeben. Sportlicher Leiter Luca Rollhaus sprach von einer „richtig schön anzusehenden Partie“ und zugleich davon, dass seine Mannschaft das Spiel nach dem 2:0 eigentlich schon früher hätte entscheiden müssen.

Fußball mid kantigem Desin in Weiß, Schwarz und Neonfarben auf Rasen

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Offene Partie mit schönem Angriffszug vor der Pause

Wer die Partie gesehen hat, bekam von Beginn an genau das, was Rollhaus später schilderte. „Es war insgesamt eine sehr spannende Partie. Für einen neutralen Zuschauer war das richtig schön anzusehen“, sagte der sportliche Leiter nach dem Abpfiff. Beide Mannschaften suchten schnell den Weg nach vorne, beide hatten viele Offensivaktionen, und gerade in der Anfangsphase hatte laut Rollhaus „nicht wirklich wer die Nase vorn“. In dieses offene Spiel hinein fiel in der 32. Minute das 1:0 für Aschbach. Nach einem Außenristpass von Denis Sirbu traf Julian Andreas Neudorfhofer zur Führung, und dieses Tor passte gut zu einem Spiel, das auf beiden Seiten auf Tempo und Offensive ausgelegt war.

Vom 2:0 zum 2:2: Scheibbs kommt stark zurück

Direkt nach der Pause schien Aschbach die Partie zunächst in die richtige Richtung zu ziehen. Konstantin Platzer erhöhte in der 49. Minute auf 2:0, und genau da lag im Rückblick auch der Punkt, an dem die Gastgeber den Sack hätten zumachen können. Rollhaus sprach das sehr klar an: „Nach einer 2:0-Führung muss man normalerweise fertig spielen, vielleicht das Dritte nachlegen und dann nicht mehr gefährlich werden lassen.“ Stattdessen ließ Aschbach etwas nach, und das nutzten die Gäste. Lukas Szabo verkürzte in der 59. Minute auf 2:1 und stellte nur sechs Minuten später auch noch auf 2:2. Rollhaus suchte die Erklärung nicht nur bei seinem Team, sondern machte auch deutlich, wie viel Qualität im Gegner steckt: „Scheibbs war super. Spielerisch eine der besten Mannschaften.“

Aschbach drückt in der Schlussphase, Mayr sticht als Joker

Mit dem Ausgleich war die Partie endgültig wieder komplett offen, und genau dieses Hin und Her zog sich bis tief in die Nachspielzeit. Rollhaus sagte, beide Teams hätten in dieser Phase das 3:2 machen können, und damit war die Richtung klar beschrieben. Es ging nicht mehr um Verwaltung, sondern darum, wer in den letzten Minuten noch einmal entschlossener nach vorne geht. Aus Sicht der Gastgeber war das Aschbach. „Die letzten Minuten haben wir noch einmal alles reingehauen, auch offensiv gespielt, und wollten unbedingt den Heimsieg“, sagte Rollhaus. Belohnt wurde dieser Schlussspurt in der 93. Minute, als Mark Mayr als Joker zum 3:2 traf. Für den sportlichen Leiter war dieses späte Tor vor allem ein Ergebnis des gemeinsamen Einsatzes: „Da hat man richtig den Zusammenhalt gemerkt. So ein Tor in der 93. Minute gelingt nur, wenn alle bis zur letzten Sekunde kämpfen.“

Viel Lob, aber auch ein klarer Punkt für die nächste Aufgabe

Entsprechend positiv fiel das Gesamturteil von Rollhaus aus, obwohl er trotz des Sieges genug Stoff für die Analyse sah. „Es war insgesamt eine sehr gute Mannschaftsleistung“, sagte er und hob dabei nicht nur die Offensive hervor, sondern die Mannschaft in allen Teilen des Spiels. Verteidigung, Mittelfeld und die Flügel nannte er ausdrücklich stark. Auch den Schiedsrichter bewertete er „insgesamt solide“. Der größere Lernpunkt bleibt für Aschbach trotzdem bestehen: Eine 2:0-Führung muss künftig ruhiger und konsequenter zu Ende gespielt werden. Umso mehr Gewicht hat auf der anderen Seite die starke Heimform. „Darauf sind wir auf jeden Fall sehr stolz“, sagte Rollhaus, der schon den Blick auf die nächste Aufgabe richtete und das Ziel ausgab, die starke Hinrunde daheim weiter auszubauen.

1. Klasse West: Aschbach : Scheibbs - 3:2 (1:0)

  • 93
    Mark Mayr 3:2
  • 65
    Lukas Szabo 2:2
  • 59
    Lukas Szabo 2:1
  • 49
    Konstantin Platzer 2:0
  • 32
    Julian Andreas Neudorfhofer 1:0