Samstagnachmittag empfingen die Admira Wacker Amateure die SG Ortmann/Oed-Waldegg. Der Erstgenannte hatte vergangene Woche den Jungwölfen aus St. Pölten die Premierenpleite im neuen Jahr zugefügt. Nun ergab sich die große Chance, zumindest vorläufig auf die zweite Position zu hüpfen. Diese Möglichkeit wollte man keinesfalls ungenutzt verstreichen lassen. Der Kontrahent andererseits war nach einer soweit enttäuschenden Rückrunde im letzten Match immerhin zu einem Remis gegen Stockerau gekommen. Dieses Mal reichte es nicht zu einem Punkt. Die Hausherren behielten verdient klar die Oberhand.
Rund 80 Zuschauer verspürten Bock auf die Partie. Die Heimfans hofften darauf, dass ihre Burschen an die jüngste Leistung anschließen. Der Wunsch erfüllte sich tatsächlich von Beginn weg. Es dauerte lediglich ein paar Sekunden, bis Enes Öztürk seine Farben in Front brachte. Mit der Führung im Rücken schien alles wie geplant zu laufen. Für einen Schockmoment sorgte aber plötzlich Michael Braunstorfer. Er nahm sein Herz in die Hand und zog aus rund 40 Metern ab. Der Versuch passte ganz genau. Sensationell! Die Besucher staunten. Nicht beeindruckt zeigten sich die Gastgeber. Sie atmeten tief durch und konzentrierten sich gleich wieder auf ihren Job. Besonders konsequent machte dies Aleksandar Djordjevic. Eine halbe Stunde stand auf der Matchuhr, als er sich das Spielgerät zum Freistoß herrichtete. Selbstbewusst zielte er auf den Kasten. Momente später zappelte die Wuchtel im Netz. Schließlich erhöhte Denis Lorint vor der Pause sogar noch auf 3:1. Mit dem Stand ging es in die Pause.
Die Auswärtsmannschaft nutzte die Zeit in der Kabine, um sich einen Fahrplan für den kommenden Durchgang zurechtzulegen. Gut, was hermusste, war sowieso offensichtlich. Goals! Und die klappen nur mit mehr Mut zur Offensive. Das Vorhaben lautete also, in der Vorwärtsbewegung zielstrebiger aufzutreten. Ortmann probierte und trug den Ball immer wieder in Richtung des gegnerischen Sechzehners. Mit den Pässen im Mittelfeld klappte es noch, die finalen Zuspiele allerdings kamen nicht an. Die Durchschlagskraft fehlte. Der Hausherr verteidigte alles weg und machte hintenraus dann final den Deckel drauf. In der unmittelbaren Endphase beförderte Sandro Steiner aus einem Konter das Runde ins Eckige. Sein Versuch bezwang den Keeper ein letztes Mal. Der Lärmpegel stieg nochmals gehörig an. Die Zuschauer feierten ausgiebig. Dies taten sie auch nach dem Schlusspfiff weiter. Da stand der Sprung auf den zweiten Platz nämlich fest.
Josef Erich (Co-Trainer Admira Wacker Amateure):
„Die Burschen absolvierten die Aufgabe sehr souverän. Einzig und allein nach dem Ausgleich gab es kurz so etwas wie Verunsicherung. Das kann bei so einer jungen Truppe schon mal passieren. Umso wichtiger, dass der Standard gleich darauf einschlug. Nächste Woche wartet Ebreichsdorf auswärts auf uns. Wir freuen uns auf diese schwierige Aufgabe.“
Die Besten: Lukas Limbeck (Tormann Admira Wacker Amateure), Aleksandar Djordjevic (Sturm Admira Wacker Amateure)