Samstagnachmittag trafen die SKN St. Pölten Amateure auf die SG Hohenau/Hausbrunn. Der Erstgenannte hatte in der vorherigen Runde ein ganz schlimmes Desaster bei Ardagger erlebt. Generell läuft es noch nicht wirklich hundertprozentig rund, wie die momentane Position im tiefen Tabellenkeller belegt. Der Kontrahent andererseits war in der letzten Woche zu einem beeindruckenden Kantersieg über Ybbs gekommen. Er reiste also mit einer extrem breiten Brust an. Diese half nicht. Die Gastgeber setzten sich mit einer äußerst konzentrierten Leistung nicht unverdient durch.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Rund 50 Zuschauer statteten der Sportanlage Obergrafendorf einen Besuch ab. Die Fans der Hauptstädter hofften auf eine ähnliche Performance wie bei den beiden jüngsten Auftritten an Ort und Stelle. Für ihre Burschen ergab sich die Chance, die aktuelle Serie von zwei Siegen in Folge auf dem Platz weiter auszubauen. Jedem Anwesenden ist jedoch klar gewesen, dass da eine ziemlich hohe Hürde wartete. Die Auswärtsmannschaft fand tatsächlich die Möglichkeit vor, mit einem vollen Erfolg zum schärfsten Verfolger von Leader Wr. Neustadt aufzusteigen. Am Rasen selbst überzeugten zunächst dann vor allem die Abwehrreihen. Die Offensiven setzten sich nicht wie gewünscht in Szene. Alles schaute bereits nach einem 0:0 zur Pause. Einer wollte sich damit nicht abfinden. Christoph Zeibeck präsentierte sich Momente vor dem Halbzeitpfiff extremst gierig und bugsierte das Runde per Volley ins Eckige. Dadurch marschierte sein Team doch noch mit einer Führung in die Kabine.
Die SG Hohenau/Hausbrunn konnte nicht wirklich zufrieden sein. Kreativität war gefragt, um die Abwehrreihen beim Gegner irgendwie zu durchbrechen. Dieser wusste, dass er jetzt aufgrund des vorläufigen Resultats erstrecht Konterchancen erwarten darf. Der Schütze des ersten Goals trat auch in der neuen Hälfte immer wieder auffällig in Erscheinung. Nun scheiterte er aber in den aussichtsreichen Situationen. Sein Nebenmann Davud Hodzic zog im Abschluss ebenfalls den Kürzeren. Dadurch blieben die Gäste in der Verlosung. Sie nahmen im weiteren Verlauf zahlreiche Wechsel vor. Die Verantwortlichen hofften auf frische Impulse, die den Unterschied ausmachen. Unterm Strich verliefen alle Angriffsversuche im Sande. Den Deckel machte final Simon Schmid drauf. Da brach gerade die 84. Minute an. Die restliche Spielzeit nahmen die Hauptstädter trotz ihrer Jugend routiniert von der Uhr. Am Ende stand der Triumph der SKN St. Pölten Amateure fest, wodurch sie gar auf den 13. Platz im Klassement kletterten.
Dalibor Bajic (Co-Trainer SKN St. Pölten Amateure):
„Super, welche Reaktion die Burschen nach der jüngsten Niederlage zeigten. Diese fiel meiner Meinung nach sowieso zu hoch aus. Dieses Mal beeindruckten mich die Jungs mit ihrer Kompaktheit. Dem Kontrahenten fiel kein Rezept ein, um durchzukommen. Besonders gefiel mir Sandro Pavic. Er lieferte defensiv einen tollen Job und glänzte beim 1:0 mit seiner Vorarbeit.“
Der Beste: Sandro Pavic (Verteidigung SKN St. Pölten Amateure)