Spielberichte

„Die Fortuna ist bereit“: Christian Ratschka über Fortuna Untersiebenbrunns Neustart – Kantersieg im Test macht Mut vor Ulrichskirchen

Fortuna Untersiebenbrunn

In der 2. Klasse Marchfeld arbeitet Christian Ratschka mit Fortuna Untersiebenbrunn an einem sportlichen Neuanfang. Nach einem schwierigen Herbst mit deutlichen Niederlagen – darunter klare Pleiten gegen den SC Großengersdorf und auswärts in Obersiebenbrunn – zieht Ratschka eine selbstkritische, zugleich hoffnungsvolle Bilanz. Im Interview spricht er von einer „komplett zusammengewürfelten“ Mannschaft, die sich erst finden musste. Nun blickt er optimistisch nach vorn: Nach intensiver Winterarbeit und einem Testspielerfolg mit deutlichem Resultat sieht der Trainer sein Team gefestigt und bereit, beim Saisonauftakt gegen die SG Ulrichskirchen Paroli zu bieten.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

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Ein schwieriger Herbst mit ersten Lichtblicken

Die Herbstsaison in der 2. Klasse Marchfeld verlief für Fortuna Untersiebenbrunn ernüchternd. Das Team blieb sieglos und belegt mit nur einem Punkt den letzten Tabellenplatz. Besonders die deutlichen Ergebnisse – unter anderem gegen den SC Großengersdorf, Gänserndorf-Süd oder den ASKÖ Strasshof SV – verdeutlichen die Probleme der Mannschaft. Ratschka erklärt: „Wir haben uns über die Halbsaison mit dem einen oder anderen guten Spiel drübergerettet, aber die Ergebnisse waren natürlich nicht positiv.“

Dennoch erkennt er Fortschritte im spielerischen Bereich: „Am Ende des Herbstes hat man schon eine Steigerung gesehen.“ Der Trainer betont zudem, dass die Umstände zu Beginn alles andere als ideal waren, da die Transferperiode bei seinem Amtsantritt nahezu abgeschlossen war.

Aufbruchstimmung nach dem Winter – und ein historischer Sieg

Im Winter nutzte Ratschka die Zeit, den Kader neu aufzustellen: „Wir haben etliche Neuzugänge – manche kenne ich schon, andere nicht.“ Die Motivation im Training sei hoch, die Beteiligung stark. Besonders stolz war der Trainer auf einen „ersten Sieg in der Vereinsgeschichte“ – einen Kantersieg im Testspiel, den er jedoch realistisch einordnet: „Das darf man nicht zu hoch bewerten, aber natürlich tut es gut.“

Für ihn zählt vor allem die positive Entwicklung: „Im Winter haben wir aufgerüstet, jetzt kommt der nächste Schritt: Wir wollen uns verbessern und erste Siege holen.“ Auch innerhalb des Vereins habe sich Dynamik entwickelt – vom Obmann über die Kassiererin bis hin zum sportlichen Leiter Michael Hauzinger. Ratschka lobt ausdrücklich: „Der ganze Vorstand hat Riesenarbeit geleistet, dass wir diese Spieler holen konnten.“

Teamgeist und Fokus auf den Neustart

Die Stimmung im Verein beschreibt der Trainer als hervorragende Basis für die Rückrunde: „Wir haben richtig, richtig, richtig geile Stimmung derzeit im Verein.“ Personell ist die Lage positiv, alle Spieler sind einsatzbereit; kleinere Blessuren blieben ohne Folgen. Besonders hebt er hervor, dass die neuen Spieler „eine gewisse Qualität und positive Stimmung mitgebracht“ hätten.

Sein Ziel bleibt realistisch: „Wir müssen ja nicht jetzt die Champions League gewinnen, wir haben Zeit, uns zu entwickeln.“ Am 8. März wartet mit der SG Ulrichskirchen, Tabellenzweiter der Liga, eine schwere Aufgabe. Doch Ratschka klingt entschlossen: „Ich hoffe, dass wir so weit am Platz stehen können – als Einheit, als Team –, dass wir dann gegen Ulrichskirchen Paroli bieten können.“ Die Fortuna hat ihre Talsohle offenbar überwunden – der Neustart kann kommen.