In der 2. Klasse Marchfeld teilten sich der SC Breitensee und der SCU Obersdorf/P. beim 2:2 die Punkte. Nach 2:0 zur Pause gaben die Hausherren die Führung nach dem Wechsel aus der Hand. Sektionsleiter Mathias Pinsolitsch sprach von einem Traumstart und sah zugleich strittige Pfiffe gegen sein Team. Unterm Strich blieb ein intensives Spiel, das für die Breitenseer nach zuletzt vier erfolgreichen Spielen eher schwer zu schlucken war.

Foto von Fabricio Trujillo bei Pexels
Breitensee legte los wie die Feuerwehr. Sektionsleiter Mathias Pinsolitsch brachte es früh auf den Punkt: „Wieder ein Traumstart ins Match.“ Schon in der 7. Minute traf Dusan Krcho per Kopf zum 1:0 – vorbereitet von einer Flanke, die Pinsolitsch ausdrücklich lobte: „Da kam eine sensationelle Weltklasseflanke von Adam Bombicz, die Dusan nur noch ins lange Eck einköpfen musste.“ Danach hatte SCU Obersdorf/P. ab etwa der 25. Minute eine Druckphase, doch die Heimischen blieben stabil. „Diesmal ohne Gegentor“, betonte Pinsolitsch und hob eine Rettungstat hervor: „Matthias Schuster hat in letzter Sekunde mit einer sehr sauberen Grätsche im Sechzehner abgefangen.“ Vorne ließ Breitensee Chancen auf ein höheres Polster aus. „Das hätte auch 3:0 oder 4:0 stehen können“, so der Sektionsleiter. Kurz vor dem Pausenpfiff stellte Manfred Steiner nach einer starken Einzelaktion – im Zusammenspiel mit Krcho – auf 2:0 (44.). Mit diesem beruhigenden Vorsprung ging es in die Kabinen.
Nach Wiederbeginn kam Obersdorf/P. wacher aus der Kabine und fand schnell Anschluss. In der 50. Minute verkürzte Thomas Neid auf 2:1. Pinsolitsch sah die Entstehung kritisch: „Der Schiedsrichter wollte zunächst ein Foul pfeifen und ließ dann Vorteil laufen. Aus der Flanke entstand das Tor – für mich stand der Stürmer aber zwei Meter im Abseits.“ Wenig später folgte der nächste Aufreger: In Minute 59 sah Nico Tesar bei Breitensee Rot. Auch hier nahm der Funktionär kein Blatt vor den Mund: „Das war für mich eine krasse Fehlentscheidung. Unser Verteidiger wird runtergerissen, fällt auf den Ball, und es gibt Rot wegen Torraub – das war der Schlüsselmoment.“ In Unterzahl verteidigte die Heimelf lange, doch in der 71. Minute glich Ronald Reinwald für Obersdorf/P. aus. „Das 2:2 war ein sauber ausgespielter Stanglpass, in der Situation waren sie in Überzahl – schwer zu verteidigen“, räumte Pinsolitsch ein. So kippte die bis dahin komfortable Führung, und am Ende mussten sich die Breitenseer mit dem Punkt begnügen.
Die Gemütslage nach dem Schlusspfiff war gemischt. „Wir waren die letzten vier Spiele erfolgsverwöhnt. Daher fühlte sich das Unentschieden für den einen oder anderen wie eine Niederlage an“, sagte Pinsolitsch offen. Trotzdem bleibt der Blick nach vorne gerichtet: „Man hat noch immer alles in eigener Hand – auch was ein mögliches Relegationsspiel betrifft. Jetzt heißt es voller Fokus auf die nächste Woche.“ In der Tabelle steht Breitensee mit 45 Punkten im Spitzenfeld auf Rang vier, Obersdorf/P. hält bei 35 Zählern und rangiert aktuell auf Platz neun. Für den Gegner fand Pinsolitsch respektvolle Worte: „Es war teilweise sehr hart geführt, aber auch sehr kämpferisch. Sie geben kaum einen Ball verloren – das kennt man von dieser Mannschaft.“ Extra-Lob gab es für die Kulisse: „Es ist Weltklasse, jedes Heimspiel vor so einer tollen Atmosphäre zu spielen. Das motiviert – und hilft, unsere Heimserie seit Oktober 2024 ungeschlagen fortzusetzen.“