Im 2. Klasse Marchfeld-Derby zwischen dem SV Gänserndorf und dem ASKÖ Strasshof SV setzte es für die Hausherren ein 1:2. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte brachte Adrian Rrahmani den SVG in Führung, ehe Strasshof mit zwei Treffern binnen 120 Sekunden zurückschlug. Trainer Thomas Irsigler fasste es ernüchtert zusammen: „Wir haben zwei Minuten geschlafen und damit die Punkte hergeschenkt.“

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Beide Teams starteten vorsichtig in dieses Bezirksduell. Viele Zweikämpfe im Zentrum, wenig klare Abschlüsse – genau so beschrieb es Thomas Irsigler: „Es war von Anfang an ein ausgeglichenes Spiel. Beide Mannschaften haben sich neutralisiert. So ist es 0:0 in die Pause gegangen.“ Nach Seitenwechsel bekam Gänserndorf über links besseren Zugriff. In Minute 55 lief der Ball über Julian Bellak, der in die Mitte legte, und Adrian Rrahmani vollendete zum 1:0. „Das war eine schöne Aktion über die linke Seite, und Rrahmani hat sehr gut abgeschlossen“, freute sich der Coach über den zu diesem Zeitpunkt verdienten Lohn für den Aufwand seiner Mannschaft.
Aus Gänserndorfer Sicht kippte die Partie zwischen Minute 69 und 71. Zuerst egalisierte Lukas Hoffmann per Standard. Irsigler haderte mit der Entstehung: „Der Freistoß von der Seite hat harmlos ausgesehen, da hat unser Tormann nicht gut ausgesehen. Dann ist der Ball per Kopf drinnen gewesen.“ Kaum war der Ärger verdaut, setzte es den nächsten Stich: Stephan Hlinka traf zum 1:2 (71.). „Das war eine Unachtsamkeit. Wir haben das Spiel in zwei Minuten verloren“, brachte es der Trainer auf den Punkt. Gänserndorf stemmte sich danach noch gegen die Niederlage, blieb bemüht, doch echte Ausgleichschancen sprangen nicht mehr in ausreichender Zahl heraus.
Inhaltlich wollte Thomas Irsigler seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. „Im Prinzip kann ich den Burschen nichts vorwerfen. Es war ein ausgeglichenes Spiel, ein X wäre für mich gerecht gewesen“, sagte der SVG-Trainer und attestierte dem Gegner zugleich Effizienz: „Strasshof war vielleicht einen Tick effektiver als wir.“ Auch zum Unparteiischen fand er klare Worte: „Im Großen und Ganzen war die Leistung vom Schiedsrichter okay. Es war hier und da Hektik, es ist ja ein Bezirksderby, aber er hatte es im Griff.“ In der Tabelle liegen die Strasshofer mit 47 Punkten vor Gänserndorf, das bei 41 Zählern hält. Für die letzten zwei Runden gibt Irsigler die Richtung vor: „Wir werden weiterarbeiten und versuchen, noch Punkte einzufahren. Wir schauen nach vor.“