In der 2. Klasse Marchfeld hat Fortuna Untersiebenbrunn dem Tabellenführer FC Gänserndorf-Süd lange alles abverlangt, am Ende nahmen die Gäste aber einen 1:0-Auswärtssieg mit. Trainer Dino Hodzic sprach nach dem Spiel von viel Kontrolle, einer starken ersten Hälfte und einem Gegner, der hinten gut stand. Entscheidend war das Tor von Darko Mrkonjic kurz vor der Pause, während weitere Möglichkeiten ungenutzt blieben.

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Für Hodzic war die Richtung der Partie schnell klar. „Von Beginn an haben wir das Spiel klar dominiert“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff und beschrieb einen Auftritt, bei dem seine Mannschaft von Anfang an mehr vom Spiel hatte. Aus seiner Sicht spielte sich die Begegnung über weite Strecken fast nur in einer Hälfte ab. Gänserndorf-Süd hatte den Ball, arbeitete sich Chancen heraus und ließ den Gastgeber zunächst kaum zur Entfaltung kommen. Entsprechend deutlich fiel auch sein Urteil über die erste Hälfte aus. „Wir haben es komplett unter unserer Kontrolle gehabt, dominiert und verdient auch zur Halbzeit geführt“, so Hodzic. Dass es trotz dieser Überlegenheit zur Pause nur 1:0 stand, war für ihn vor allem ein Thema der Chancenverwertung. Er sprach davon, dass seine Mannschaft schon vor dem Seitenwechsel mehrere Möglichkeiten nicht genutzt habe.
Der entscheidende Treffer fiel in der 40. Minute, als Darko Mrkonjic für die Gäste zum 1:0 traf und damit die Drangphase seiner Mannschaft auch auf der Anzeigetafel sichtbar machte. Hodzic nannte den Treffer knapp, aber klar anerkennend „ein super Tor“ und verband diese Szene zugleich mit dem Hinweis, dass es davor und danach noch weitere gute Möglichkeiten gegeben habe. Gerade deshalb wirkte seine Einordnung nach dem Spiel nicht wie Euphorie, sondern eher wie die nüchterne Feststellung eines Trainers, der mit dem Ergebnis zufrieden ist, aber weiß, dass sein Team schon früher hätte klarer wegziehen können. „Wir haben viele Chancen gehabt. Elfmeter haben wir auch vergeben“, sagte er. Am Ende überwog für ihn trotzdem das Positive. „Hauptsache, wir haben gewonnen, 1:0. Ich bin zufrieden“, meinte Hodzic, der vor allem die drei Punkte und die stabile Defensivleistung mitnahm.
Ganz so einseitig wie in der ersten Hälfte verlief das Spiel nach der Pause aus Sicht des Gänserndorf-Süd-Trainers nicht mehr, auch wenn er die Kontrolle nie ernsthaft gefährdet sah. „Die zweite Halbzeit haben wir natürlich ein bisschen nachgelassen“, räumte Hodzic ein. Für ihn hatte das aber auch mit dem Spielstand zu tun, denn Untersiebenbrunn musste mehr riskieren und konnte nicht weiter nur verteidigen. Gleichzeitig betonte er, dass seine Mannschaft auch in dieser Phase kaum etwas zuließ. „Es war nie die Gefahr, dass wir das Spiel aus der Hand geben“, sagte er sehr klar. Den Gastgeber sah er durchaus ordentlich. „Der Gegner hat wirklich gut verteidigt“ und „hinten gut gestanden“, meinte Hodzic, der Untersiebenbrunn keineswegs schlechtredete. Gerade deshalb wertete er den Auswärtssieg hoch, weil sein Team geduldig bleiben musste, um gegen einen kompakten Gegner zu bestehen. Dass am Ende die Null stand, war für ihn ein wesentlicher Punkt. „Wir haben nichts zugelassen“, sagte er, auch wenn er eine richtig gute Möglichkeit des Gegners aus der ersten Hälfte erwähnte.
Neben der spielerischen Überlegenheit hob Hodzic auch Einsatz und Einstellung seiner Mannschaft hervor. „Wir haben wirklich sehr, sehr gekämpft, schöne Szenen gehabt, schön herausgespielt, viele super Pässe auch“, sagte der Trainer und machte damit deutlich, dass ihn nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Art des Auftritts überzeugte. Einen kleinen Diskussionspunkt sprach er bei einigen Abseitsentscheidungen an, blieb dabei aber bewusst sachlich. „Ein Schiedsrichter kann das alleine nicht sehen, das nehme ich ihm gar nicht übel“, sagte Hodzic, obwohl er manche Situationen anders beurteilt hatte. Viel wichtiger war ihm der größere Rahmen dieses Nachmittags. „Ich bin glücklich, dass wir gewonnen haben, dass wir immer noch ungeschlagen sind in der Liga und Tabellenführer auch zu Recht sind“, meinte der Trainer. Der knappe Auswärtssieg in Untersiebenbrunn passte damit genau in das Bild, das Gänserndorf-Süd in dieser Saison bisher abgibt: spielbestimmend, geduldig und am Ende erfolgreich.