Spielberichte

„Bis zum Schluss alles investiert“ – Obersiebenbrunn dreht das Spiel spät noch

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ASKÖ Strasshof SV
Obersiebenbrunn

In der 2. Klasse Marchfeld hat ASKÖ Strasshof SV gegen SC Obersiebenbrunn lange wie der Sieger ausgesehen. Am Ende nahmen aber die Gäste ein 2:1 mit. Trainer Matthias Gagula sprach nach dem späten Auswärtssieg von einer Partie, in der seine Mannschaft trotz Rückstands an ihrer Leistung festhielt, nach der Pause den Kampf annahm und sich mit viel Willenskraft noch belohnte. Vor allem der Glaube an den eigenen Auftritt sei dabei nie verloren gegangen.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

Foto von Amr Taha™ auf Unsplash

Früher Rückstand, aber der Glaube blieb

Aus Sicht von Gagula hatte Obersiebenbrunn die Partie von Beginn an gut im Griff. „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und haben ab der ersten Minute dominiert“, sagte der Trainer, der von vielen Halbchancen sprach, ohne dass sein Team daraus zunächst die ganz klaren Möglichkeiten machen konnte. Umso ärgerlicher war aus seiner Sicht die Führung der Gastgeber in Minute 19, als Christoph Statzberger das 1:0 erzielte. Gagula schilderte die Szene als Folge einer Standardsituation, nach der seine Mannschaft in der Restverteidigung nicht aufmerksam genug gewesen sei und dann einen Strafstoß gegen sich bekam. Trotzdem kippte die erste Halbzeit aus seiner Sicht nicht wirklich weg. Obersiebenbrunn blieb im Spiel, hatte in Halbzeit Eins noch einen Stangenschuss und zeigte laut seinem Trainer weiter eine gute Leistung. Auch die Rote Karte gegen Milos Glisic in Minute 40 änderte zunächst nichts mehr am Pausenstand, mit einem 0:1 aus Sicht der Gäste ging es in die Kabine.

Nach der Pause wurde es ein Kampfspiel

Dass Obersiebenbrunn trotz des Rückstands nicht die Ruhe verlor, war für Gagula der entscheidende Punkt. „Wir mussten in der Halbzeit Resultat und Leistung trennen. Das Resultat war gegen uns, aber die Leistung war absolut auf unserer Seite“, sagte er. Genau dieses Gefühl habe ihn nie verlassen. Nach Wiederbeginn sei dann allerdings spürbar gewesen, dass beide Mannschaften nicht mehr viele Reserven hatten. „Das war dann absoluter Kampf. Da musste man sehr viel Willenskraft investieren“, so Gagula. Seine Mannschaft hielt dem Druck stand und arbeitete sich zurück. In Minute 69 war es Luka Dimitrijevic, der den Ausgleich zum 1:1 erzielte. Dass die Partie dann tatsächlich noch zugunsten der Gäste kippte, lag erneut an Dimitrijevic, der in der Nachspielzeit zum 2:1 traf. Gagula hob dabei nicht nur den Doppelpack hervor, sondern vor allem die Nervenstärke seines Torschützen: „Er hat in den entscheidenden Momenten die Ruhe behalten.“ Beim ersten Treffer sei er nach einer Flanke sauber zum Abschluss gekommen, beim zweiten habe er im Eins-gegen-eins mit dem Torhüter ebenfalls ruhig abgeschlossen.

Zusammenhalt als Schlüssel

Dass Obersiebenbrunn die Partie am Ende noch drehte, führte der Trainer vor allem auf die mannschaftliche Geschlossenheit zurück. „Zusammenhalt und Teamgeist waren heute absolut entscheidend“, sagte Gagula. Man spüre in seiner Mannschaft, „dass sich jeder für den anderen zerreißt“ und dass sich die Spieler über die volle Distanz nie aufgeben. Auch deshalb ordnete er den Sieg über die gesamten 90 Minuten als verdient ein, weil seine Elf aus seiner Sicht mehr investiert und mehr geleistet habe. Zugleich sprach er aber auch Punkte an, die trotz des Erfolgs nicht untergehen sollen. In manchen Situationen müsse sein Team ruhiger bleiben und Angriffe sauberer zu Ende spielen. Außerdem sei das Kraft- und Ausdauerniveau diesmal nicht auf dem Niveau gewesen, das man sich selbst vorstelle. Gagula verwies dabei auf einige Ausfälle und auf den fortgeschrittenen Zeitpunkt der Saison. Den Gegner beschrieb er als Mannschaft mit „vielen guten Einzelspielern“, die seine Elf aber über weite Strecken gut unter Kontrolle gehabt habe. Zum Schluss blieb für ihn vor allem eines: „Gratulation an meine Mannschaft. Hut ab, dass wir diesen Kampfgeist und diese Willenskraft heute auf den Platz gebracht haben.“

2. Klasse Marchfeld: Strasshof : Obersiebenbrunn - 1:2 (1:0)

  • 91
    Luka Dimitrijevic 1:2
  • 69
    Luka Dimitrijevic 1:1
  • 19
    Christoph Statzberger 1:0