Nach einer anspruchsvollen Hinrunde in der 2. Klasse Mostviertel zieht Michael Böhm, Trainer des USC Maria Taferl, ein gemischtes Fazit. Trotz zuletzt fünf Niederlagen in Serie – gegen den SV Krummnußbaum (1:3), Kilb II (2:3), SU Bischofstetten (0:3), SV Kleinpöchlarn (0:2) und SV Pöchlarn-Golling (0:4) – bleibt Michael Böhm zuversichtlich. Im Gespräch erklärt er die geplanten Winterverstärkungen, schildert die aktuelle Trainingssituation und ordnet die sportliche Entwicklung seines Teams ein. Trotz der schwierigen Phase herrscht beim USC Maria Taferl bemerkenswerter Optimismus.

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Michael Böhm bewertet die bisherige Spielzeit als solide, mit klar erkennbarem Potenzial: „Ja, spielerisch waren wir eigentlich ganz gut.“ Das größte Defizit sieht der Coach in der Chancenverwertung: „Da müssen wir zulegen“, betont er und verweist auf gezielte personelle Verstärkungen in der Offensive.
Nach der Hinrunde rangiert der USC Maria Taferl derzeit auf Platz elf. Dennoch sei die Leistung auf dem Platz besser, als es der Tabellenstand vermuten lasse. Viele Partien seien nur knapp verloren gegangen, doch sowohl in der Abwehr als auch im Abschluss gebe es laut Michael Böhm noch Luft nach oben.
Im Winter hat sich der Verein gezielt verstärkt. Ein neuer Legionär für den Sturm konnte verpflichtet werden, der sich „auch gut mit den jungen Spielern eingefügt“ habe. Außerdem kam ein weiterer Legionär für die Innenverteidigung, der laut Michael Böhm „sehr gut ist“ und zusätzliche Stabilität bringen soll.
Ergänzt wird der Kader durch Jakob Mayer, der vom Verein Ardagger/Neustadl nach Maria Taferl wechselte. Auf der Abgangsseite verließen Osvald Ceciotkin (nach Gottsdorf) und Leo Frais (nach Klein Pöchlarn) den Verein. Zudem pausieren derzeit Timo Scheer und Fabian Winkler. Trotz dieser Umstellungen zieht Michael Böhm eine positive Zwischenbilanz: „Die Winterverstärkungen sind top, und alle ziehen gut mit.“
Nicht nur auf dem Feld, auch neben dem Platz musste sich das Team auf neue Gegebenheiten einstellen. Der Trainingsplatz wird aktuell umgebaut – eine logistische Herausforderung, die Michael Böhm jedoch gelassen sieht: „Jetzt ist die Trainingssituation ein bisschen schwieriger, aber wir haben einen Ausweich. In Artstetten können wir trainieren, und sobald das Flutlicht fertig ist, hoffe ich, dass wir wieder am Platz können.“
Trotz der provisorischen Bedingungen lobt er den Teamgeist seines Kaders: „Wir waren im Trainingslager in Vorau, und da haben alle voll mitgezogen – die Stimmung ist super.“
Für die bevorstehende Rückrunde erwartet Michael Böhm, dass seine Mannschaft die spielerischen Ansätze konsequenter in Ergebnisse ummünzt. Während in der Defensive weiter an Stabilität gearbeitet wird, soll die Offensive an Durchschlagskraft gewinnen. In der engen Liga würden häufig Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden, betont der Trainer.
Als besonders starkes Team hebt er die SU Bischofstetten hervor, die seiner Meinung nach „spielerisch die beste Mannschaft“ sei. Woche für Woche arbeitet das Team nun daran, die Trainingsinhalte zu verfestigen und sich im Frühjahr Schritt für Schritt an das Tabellenmittelfeld heranzukämpfen. Michael Böhm bleibt optimistisch: „Der Zusammenhalt der gesamten Mannschaft ist top.“ Genau auf dieser Grundlage soll der USC Maria Taferl in der zweiten Saisonhälfte mit frischem Elan angreifen.