Spielberichte

Davor Saric (Trainer SV Leiben): 'Die Arbeit gegen den Ball war ausschlaggebend'

SV Leiben
Wieselburg II

In der 2. Klasse Mostviertel setzte sich der SV Leiben zu Hause mit 1:0 gegen Wieselburg II durch. Nach einer torlosen ersten Hälfte fiel die Entscheidung unmittelbar nach der Pause: Fabian Rameder traf in Minute 46 und machte den Unterschied. Trainer Davor Saric sprach von einer reifen Vorstellung seiner Mannschaft, die vor allem gegen den Ball überzeugte. „Ausschlaggebend war heute ganz klar, wie konsequent wir verteidigt und danach umgeschaltet haben“, betonte der Leiben-Coach nach dem hart erkämpften Heimsieg.

Nahaufnahme Flutlichtmast

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Leiben drückt, Abseits-Frust vor der Pause – Rameder entscheidet kurz nach Wiederanpfiff

Vom Anpfiff weg hatten die Hausherren mehr vom Spiel. Davor Saric beschrieb die erste Phase so: „Wir waren sehr aggressiv gegen den Ball, haben uns gute Chancen erarbeitet und sind oft vor das gegnerische Tor gekommen.“ Ein Treffer der Leiben-Elf wurde in Halbzeit eins wegen Abseits zurückgenommen – „aus meiner Sicht ganz klar kein Abseits“, so Saric. Zur Pause stand es 0:0, der Aufwand der Gastgeber war noch nicht belohnt. Kaum ging es weiter, fiel die Entscheidung: In der 46. Minute setzte Fabian Rameder zum Solo an und stellte auf 1:0. Saric über den goldenen Moment: „Er hat den Ball auf der Seite bekommen, ist im Dribbling an vier, fünf Wieselburgern vorbei und stand dann alleine vor dem Tormann. Dort hat er eiskalt abgeschlossen.“ Mit der Führung im Rücken kontrollierte Leiben weite Strecken und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.

„Aggressivität gegen den Ball“ und Erfahrung – Leiben findet die richtigen Antworten trotz Ausfällen

In seiner Analyse blieb Saric bei der klaren Linie: „Wir waren die spielbestimmende Mannschaft mit den größeren und besseren Chancen.“ Der Schlüssel lag für ihn im kollektiven Arbeiten. „Die Arbeit gegen den Ball und die Aggressivität waren heute ausschlaggebend. Wir standen nahe am Gegner, haben den Spielaufbau sofort unterbunden und unser Umschaltspiel war dieses Mal richtig stark“, erklärte der Trainer. Dass der Plan aufging, obwohl „drei, vier Ausfälle“ zu verkraften waren, wertete er doppelt: „Die Jungs, die reingekommen sind, haben das sehr gut gelöst. Unsere Erfahrung hat geholfen – wir haben die jungen Spieler von Wieselburg auf ein Spiel getrieben, das uns in die Hände spielt.“ Und trotzdem blieb der Coach fordernd: „Verbessern geht immer. Wir haben noch sehr, sehr viel Luft nach oben.“

Wieselburg II schnell über die Flügel – strittiges Abseits, aber ein fair geleitetes Spiel und ein Blick nach vorne

Dem Gegner zollte Saric Respekt. „Wieselburg II hat über die Flügel zwei, drei sehr schnelle Spieler. Der Spielaufbau war gut, aber phasenweise sind ihnen die Ideen ausgegangen und sie haben oft auf die Außen verlagert“, schilderte er. Genau dort packte Leiben die Routine aus: „Aufgrund der Erfahrung meiner Männer haben wir viele Situationen gut gelöst.“ Zum diskutierten Abseits in Hälfte eins sagte Saric: „Da war ich enttäuscht. Aus meiner Sicht war das kein Abseits, sogar mit Videobeweis nicht. Aber der Schiedsrichter hatte das Spiel grundsätzlich fair unter Kontrolle.“ Diese eine Szene habe die Partie bis in die letzten Minuten offen gehalten.

Laut aktuellem Tabellenstand liegt Leiben im Mittelfeld, Wieselburg II knapp dahinter. Mit dem 1:0 im Rücken will die Saric-Elf den Schwung mitnehmen – und weiter an den Stellschrauben arbeiten, die den Unterschied ausmachten: „Die Intensität gegen den Ball und schnelles Umschalten.“

2. Klasse Mostviertel: Leiben : Wieselburg II - 1:0 (0:0)

  • 46
    Fabian Rameder 1:0