Spielberichte

Jakob Köstler (Trainer USV Viehdorf): "Bischofstetten war über die Gesamtdauer besser"

USV Viehdorf
SU Bischofstetten

In der 2. Klasse Mostviertel musste der USV Viehdorf gegen Tabellenführer SU Bischofstetten eine 1:4-Heimniederlage hinnehmen. Trainer Jakob Köstler sprach von einem verdienten Auswärtssieg und sah den Knackpunkt im 0:2 vor der Pause. Seine ersatzgeschwächte Elf hielt engagiert dagegen, belohnte sich aber zu spät. Bischofstetten traf in den entscheidenden Momenten und ließ am Ende nichts mehr anbrennen.

Linienrichter an der Eckfahne mit Blick Richtung Spielfeld

Image by Stadien_NRW from Pixabay

Ein zähes Ringen bis zum Doppelschlag vor der Pause

Viehdorf startete ordentlich, lief viel und war zunächst darauf bedacht, die Räume eng zu halten. Bischofstetten hatte aber mehr vom Spiel und suchte geduldig den Weg nach vorne. Nach gut einer halben Stunde fiel der erste Treffer: Artur Minin stellte in Minute 32 auf 0:1. Nur sechs Minuten später legte Lukas Balaz das 0:2 nach – ein Doppelschlag, der die Kräfteverhältnisse klarer machte und zur Halbzeit für ein 0:2 auf der Anzeigetafel sorgte. Jakob Köstler ordnete das Geschehen nüchtern ein: „Über die Gesamtdauer war Bischofstetten wahrscheinlich die bessere Mannschaft.“ Und zum Wendepunkt sagte er: „Das 0:2 war der ausschlaggebende Grund. Danach ist es uns schwergefallen, noch einmal zurückzukommen.“

Köstler lobt Moral und erklärt die Personalsorgen

Dass es gegen den Ligaprimus besonders schwierig werden würde, war Viehdorf bewusst – erst recht, weil der Kader ausgedünnt war. „Uns haben ein paar Spieler verletzt oder angeschlagen gefehlt. Wir waren im Kader leider sehr reduziert“, erklärte Köstler. Umso mehr hob er die Haltung seiner Mannschaft hervor: „Beim Einsatz und bei der Moral gibt es ein großes Lob. Wir haben nie aufgegeben und immer weitergekämpft.“ Genau das war auch auf dem Platz zu sehen: viele Wege nach hinten, harte Zweikämpfe, viel Laufarbeit. Offensiv fehlte mit der dünnen Personaldecke allerdings oft die letzte Entlastung, während Bischofstetten die eigenen Chancen konsequent nutzte – ein Unterschied, der sich über 90 Minuten bemerkbar machte.

Später Anschluss, klare Antwort – und ein fairer Schlusspunkt

Nach der Pause blieb Bischofstetten das aktivere Team. In Minute 71 sorgte Martin Drobena mit dem 0:3 für die Vorentscheidung. Viehdorf ließ sich aber nicht hängen und antwortete prompt: Nur eine Minute später verkürzte Marco Popa auf 1:3 (72.). Wer nun auf eine Schlussoffensive der Hausherren hoffte, wurde ausgebremst, denn die Gäste blieben abgeklärt und setzten in Minute 88 durch Christoph Schagerl mit dem 1:4 den Deckel drauf. Köstler suchte keine Ausreden, sondern fasste fair zusammen: „Die Tore haben heute den Unterschied gemacht.“ Und noch ein Lob gab es zum Abschluss: „Der Schiedsrichter hat die Partie sehr gut geleitet.“ 

2. Klasse Mostviertel: Viehdorf : Bischofstetten - 1:4 (0:2)

  • 88
    Christoph Schagerl 1:4
  • 72
    Marco Popa 1:3
  • 71
    Martin Drobena 0:3
  • 38
    Lukas Balaz 0:2
  • 32
    Artur Minin 0:1