In der 2. Klasse Mostviertel blieb der SV Krummnußbaum gegen den SV Leiben ohne Punkte: Die Gäste nahmen ein 0:1 mit, das Goldtor erzielte Sascha Weiss in der 19. Minute. „Ein ziemlich ausgeglichenes Spiel mit glücklicherem Ende für uns“, fasste Leibens Sportlicher Leiter Rene Hollnsteiner zusammen. Er hob vor allem die starke Abwehrarbeit und Torwart Thomas Schindler hervor. Strittige Szenen gab es keine, der Unparteiische leitete aus Leiben‑Sicht „gut“. Am Ende stand ein knapper, aber verdient erkämpfter Auswärtssieg.
Die Partie begann ohne großes Abtasten, beide Seiten suchten den schnellen Weg nach vorne. Den Unterschied machte ein früher Treffer: In Minute 19 war Sascha Weiss zur Stelle und stellte auf 0:1. Genau ab da kippte das Spielgefühl, wie Hollnsteiner schilderte, nach dem 1:0. Mit diesem Vorsprung im Rücken agierten die Gäste abgeklärt und brachten das Ergebnis in die Pause, zur Halbzeit stand es 0:1. Nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung offen, Krummnußbaum gab sich nicht geschlagen und drückte phasenweise. Leiben hielt jedoch konzentriert dagegen, verteidigte auf engem Raum und räumte im Verbund vieles weg. In der Schlussphase wurde es noch einmal richtig heikel: „Ein starker Gegner, der auch die Chance zum Ausgleich in der Schlussphase hatte“, sagte Hollnsteiner. Doch die Gäste blieben stabil und brachten den knappen Erfolg über die Zeit.
Die Analyse des Sportlichen Leiters fiel klar aus und stellte die Basis des Erfolgs in den Mittelpunkt. „Unsere Defensivleistung war sehr gut. Dadurch konnten wir auch die Null halten“, so Hollnsteiner, der den Mann zwischen den Pfosten gesondert hervorhob: „Unser Tormann, Thomas Schindler.“ Mehr brauchte es nicht, um die Bedeutung des Keepers zu unterstreichen. Schindler strahlte Ruhe aus und war da, als es eng wurde – genau diese Sicherheit trug Leiben durch die kniffligen Phasen. Gleichzeitig blieb der Blick selbstkritisch: „Wir wollen wieder mehr den Ball im Angriff laufen lassen“, erklärte Hollnsteiner. Heißt: Nach dem wichtigen Auswärtsdreier soll künftig vorne wieder mehr Bewegung und Klarheit in die Aktionen kommen. Positiv vermerkte er zudem das faire Miteinander auf dem Platz: „Keine strittigen Szenen. Schiedsrichterleistung war gut.“
Weil das Match über weite Strecken auf Messers Schneide stand, bekam der Auswärtssieg zusätzliches Gewicht. Krummnußbaum blieb dran, suchte bis zum Schluss den Ausgleich – Leiben aber hielt den Strafraum sauber und nahm die drei Punkte mit. Hollnsteiner blieb dabei konsequent in seiner Einschätzung: ausgeglichenes Spiel, „glücklicheres Ende“ für Leiben – und ein klares Lob an den Gegner, der bis zur letzten Minute gefährlich blieb. Aus dem Sieg will man nun vor allem eines mitnehmen: die Stabilität. Gleichzeitig ist der Fahrplan abgesteckt. Mehr Mut am Ball, bessere Abläufe im Angriff, das ist der Auftrag für die nächsten Wochen. Mit einer kompakten Defensive, einem verlässlichen Thomas Schindler und einem Torschützen wie Sascha Weiss hat Leiben am Sonntag gezeigt, dass der Weg stimmt – jetzt soll auch die Offensive wieder runder laufen.