In der 2. Klasse Mostviertel hat SPU TSV Nöchling zum Auftakt mit 3:1 gegen SV CEMIX Pöchlarn-Golling gewonnen, obwohl es zur Pause noch 0:1 gestanden war. Trainer Cosmin-Gheorghe Goje machte nach dem Schlusspfiff vor allem die zweite Halbzeit zum Schlüssel des Erfolgs. "In der zweiten Halbzeit waren wir effizienter", sagte er und verwies damit auf jene Phase, in der seine Mannschaft die Partie drehte.

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Leicht getan hat sich SPU TSV Nöchling in den ersten 45 Minuten nicht. Goje sprach offen an, dass seine Mannschaft zunächst überhaupt nicht richtig in die Partie fand. "In der ersten Halbzeit waren wir nicht richtig im Spiel. Der Gegner war spielerisch besser, aber Torchancen gab es auf beiden Seiten wenige", sagte der Trainer. Genau so entwickelte sich der Beginn auch aus seiner Sicht: SV CEMIX Pöchlarn-Golling versuchte vor allem vor der Pause, den Ball laufen zu lassen, während SPU TSV Nöchling noch nicht in den eigenen Rhythmus kam. Dass die Gäste in Minute 40 durch Andre Zauchinger in Führung gingen, passte zu diesem Bild. Goje sprach sogar von einer "sehr schönen Aktion" beim 0:1 und erkannte damit an, dass der Rückstand nicht aus dem Nichts entstanden war. Für SPU TSV Nöchling war die Ausgangslage zur Pause also klar: Das Ergebnis war gegen die Hausherren, und auch die Leistung hatte nach Ansicht des Trainers noch deutlich Luft nach oben.
Entscheidend war deshalb, was in der Kabine besprochen wurde. Goje schilderte, dass intern klar angesprochen wurde, dass SPU TSV Nöchling "etwas anderes präsentieren" müsse. Die Reaktion kam prompt. Schon in Minute 47 stellte Fabian Schachenhofer auf 1:1, und für den Trainer war dieses Tor wichtig, weil es die gesamte zweite Halbzeit auf eine andere Basis stellte. Er beschrieb den Treffer so: "Das erste Tor von uns war ein Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte. Dann haben wir von der Seite gut in die Mitte gespielt und auf die lange Ecke abgeschlossen." Danach blieb SPU TSV Nöchling dran und hatte laut Goje auch das bessere Auftreten als Mannschaft. Ganz ohne kritische Phase verlief die Wende aber nicht, und gerade in dieser Phase hätte das Spiel laut Goje auch in eine andere Richtung kippen können. Stattdessen blieb SPU TSV Nöchling im Spiel, wurde aggressiver und belohnte sich in Minute 72 mit dem 2:1 durch Manuel Leonhartsberger. Auch dieses Tor beschrieb der Trainer konkret: Nach einem langen Ball sei Leonhartsberger bedient worden und habe "super auf die lange Ecke geschossen". Aus einem mühsamen ersten Durchgang wurde damit eine Partie, die SPU TSV Nöchling nach der Pause immer mehr an sich zog.
Dass der Sieg am Ende mit 3:1 ausfiel, hatte für Goje viel mit der Geschlossenheit seiner Mannschaft zu tun. "In der zweiten Halbzeit waren wir sehr gut als Mannschaft. Alle haben gut zusammengehalten, gut gekämpft", sagte er. Auch in der Schlussphase blieb SPU TSV Nöchling laut Trainer gut geordnet, stand kompakt und nutzte den Raum zum Kontern. So fiel in Minute 86 durch Florian Kerschbaumer noch das 3:1, das die Partie endgültig entschied. Goje war nach dem Spiel zufrieden, stellte aber auch klar, woran seine Mannschaft weiter arbeiten muss. "In Zukunft müssen wir die Leistung von Anfang an so bringen wie in der zweiten Halbzeit", sagte er. Der Auftakt ist SPU TSV Nöchling mit drei Punkten gelungen, die klarste Botschaft des Trainers ging aber trotzdem über das Ergebnis hinaus: Die Wende war stark, nur der Start in die Partie soll beim nächsten Mal früher gelingen.