In der 2. Klasse Mostviertel hat SCU Wallsee am Freitagabend gegen Kilb II mit 4:2 gewonnen und damit die Tabellenführung behauptet. Trainer Florian Palme rückte danach vor allem die schnelle Reaktion auf den Rückstand in den Mittelpunkt. „Das schnelle 1:1 war ganz wichtig“, sagte er. Gleichzeitig machte er aber auch klar, dass seine Mannschaft das Spiel nach der Anzahl an Chancen schon früher und am Ende auch höher hätte entscheiden können.

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Wallsee kam nach der Schilderung seines Trainers ordentlich in die Partie und hatte von Beginn an Möglichkeiten, um selbst vorzulegen. „Wir sind wie jedes Spiel gut in die Partie gestartet und hätten früh in Führung gehen können“, sagte Palme. Stattdessen gerieten die Gastgeber in der 28. Minute durch Matthias Kerschner mit 0:1 in Rückstand, nachdem Wallsee in der eigenen Hälfte den Ball verloren hatte. Entscheidend war dann aber, dass die Antwort sofort kam. Nur zwei Minuten später stellte Thomas Fehringer auf 1:1. Palme hob diese Szene besonders hervor, weil Kilb II dadurch gar nicht erst dazu kam, sich auf die Führung einzustellen. Noch vor der Pause legte Wallsee nach, und Milan Samardzic erzielte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das wichtige 2:1.
Auch nach dem Seitenwechsel sah Palme seine Mannschaft zunächst gut im Spiel. Wallsee habe die Partie kontrolliert, ehe Kilb II nach einer Standardsituation wieder zurückkam. „Da haben wir wirklich schlecht geklärt“, sagte der Trainer zum Gegentor von Johannes Klauda, der in der 53. Minute das 2:2 besorgte. Gerade diese Phase wertete Palme im Nachhinein als wichtigen Test für seine Mannschaft, weil sie sich vom neuerlichen Ausgleich nicht aus dem Konzept bringen ließ. „Wir haben uns von unserer Linie im Offensivspiel nicht beirren lassen“, betonte er. Wallsee spielte weiter nach vorne, und genau das zahlte sich bald aus: Lukas Hapal traf in der 59. Minute per direktem Freistoß zum 3:2. Für Palme war das eine Schlüsselszene. „Das wichtigste Tor war meiner Meinung nach das 3:2. Das hat das Spiel wieder in unsere Richtung gewendet.“ Den Schlusspunkt setzte dann Thomas Fehringer mit seinem zweiten Treffer zum 4:2 in der 71. Minute.
So zufrieden Palme mit dem Auftritt insgesamt war, einen Punkt sprach er ganz bewusst an. Wallsee erarbeitet sich nach seiner Einschätzung konstant viel, belohnt sich aber nicht immer im passenden Ausmaß. „Wir betreiben einen sehr hohen Aufwand, um uns Chancen zu erarbeiten, aber in engen Spielen ist der Ertrag zu wenig“, sagte der Trainer. Genau das habe man auch diesmal wieder gesehen, weil seine Mannschaft trotz vieler guter Aktionen lange arbeiten musste. Großes Lob gab es von ihm für Lukas Daurer, den er auf der rechten Seite als „Wirbelwind“ bezeichnete. Daurer habe Meter gemacht, Chancen herausgespielt und speziell vor dem 1:1 starken Anteil gehabt, als Thomas Fehringer die Aktion abschloss. Insgesamt gefiel Palme, dass Wallsee nicht nur nach vorne viel investierte, sondern auch gegen den Ball stabil wirkte. „Wir haben bis auf die zwei Gegentore kaum eine Chance zugelassen“, sagte er.
Dass der Sieg kein Selbstläufer war, machte Palme in seiner Einschätzung des Gegners deutlich. „Kilb II ist eine spielerisch starke Mannschaft. Das ist keine typische Zweier-Mannschaft“, sagte er und verwies auf die gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern sowie auf starke Flügel. Auch Matthias Kerschner, der das 0:1 erzielte, erwähnte er als auffälligen Akteur. Diskussionsstoff gab es aus seiner Sicht nur bei zwei Foulaktionen. Palme meinte aber ausdrücklich, der Schiedsrichter habe seine Linie auf beiden Seiten gleich gehalten. Unter dem Strich blieb für ihn deshalb vor allem die Freude über einen verdienten Heimsieg, mit dem Wallsee nach sechs Runden an der Spitze der Tabelle steht.