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„Zur Pause muss es 3:1 für uns stehen“ – Nöchling bricht nach starker erster Hälfte noch klar ein

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SPU TSV Nöchling
Wieselburg II

In der 2. Klasse Mostviertel hat SPU TSV Nöchling am Samstag gegen Wieselburg II trotz guter erster Hälfte klar mit 1:5 verloren. Trainer Cosmin-Gheorghe Goje sprach danach von „zwei komplett verschiedenen Halbzeiten“ und legte den Finger genau in die Wunde: Vor der Pause ließ seine Mannschaft beste Chancen auf ein deutliches Polster liegen, nach dem Wechsel wurde jeder Fehler im Spielaufbau hart bestraft.

Mehrere Spieler bilden eine Mauer

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Nöchling lässt vor der Pause zu viel liegen

Gerade deshalb fühlte sich die Niederlage aus Nöchlinger Sicht so bitter an, weil der Start in die Partie vielversprechend war. Jakob Geyrhofer brachte die Gastgeber in der 21. Minute mit 1:0 in Führung, und aus Sicht von Goje hätte das nur der Anfang sein müssen. „In der ersten Halbzeit waren wir klar besser“, sagte der Trainer und sprach sogar von einer der stärksten Phasen seiner Mannschaft in dieser Saison. Neben dem Tor habe Nöchling „drei Hunderter“ und noch weitere gute Möglichkeiten gehabt. Goje machte deutlich, wie groß die vergebenen Chancen für ihn waren: „Zur Pause muss es 3:1 für uns stehen.“ Genau das gelang aber nicht, und so blieb Wieselburg trotz der Überlegenheit der Heimelf im Spiel.

Der Ausgleich vor der Pause verändert die Partie

Statt einer komfortablen Führung fiel kurz vor der Pause das 1:1, als Luca Biber in der 43. Minute ausglich. Dieser Treffer kurz vor dem Seitenwechsel war für Goje einer der Knackpunkte des Nachmittags. „Bitter für uns war das 1:1 kurz vor der Halbzeit, aber auch das 2:1 für den Gegner gleich nach der Pause“, sagte er. Tatsächlich drehte Simon Letko die Partie in der 51. Minute, und danach lief Nöchling dem Rückstand hinterher. Der Trainer sah seine Mannschaft zunehmend nervös und zu offen: „Wir wollten unbedingt ein Tor schießen und waren auf unsere Aufgabe nicht mehr genau genug eingestellt.“ Wieselburg stand nach seinen Worten hinten gut und wartete auf die Fehler der Gastgeber.

Wieselburg nutzt Nöchlings Fehler eiskalt aus

Genau diese Fehler im Spielaufbau wurden dann teuer. Goje hatte seine Mannschaft nach eigenen Angaben in der Pause noch darauf hingewiesen, gerade dort sauber zu bleiben, doch es kam anders. „Die ersten vier Tore haben wir durch Fehler in unserem Spielaufbau bekommen“, sagte der Nöchling-Coach und erklärte damit sehr klar, warum die Partie nach dem Wechsel kippte. Wieselburg nutzte die Räume konsequent, Luca Biber erhöhte in der 75. und 79. Minute auf 1:3 und 1:4, ehe in der 90. Minute noch ein Eigentor von Tobias Dörr zum 1:5 dazukam. Ebenfalls in der Schlussminute gab es bei Nöchling einen Ausschluss gegen Simon Gerhard Frühauf. Goje sprach davon, dass es hinten in der letzten Viertelstunde „eine offene Straße“ gewesen sei, und zollte dem Gegner Respekt: „Das ist eine gute junge Mannschaft, die hinten clever gestanden ist und auf unsere Fehler gewartet hat.“

Eine starke Hälfte als kleiner Trost

Viel mehr als das wollte Goje nach dem Schlusspfiff auch nicht schönreden, ganz ohne positiven Punkt ließ er den Nachmittag aber nicht stehen. „Die erste Halbzeit nehmen wir gerne mit. Das war eine der besten Halbzeiten in dieser Saison“, sagte der Trainer. Darin steckt auch der klare Auftrag für die nächsten Wochen: Die Leistung aus dieser Phase muss Nöchling länger auf den Platz bringen und vor dem Tor kaltschnäuziger werden. „Uns hat ein Spieler gefehlt, der die Tore schießt“, formulierte es Goje direkt. Wenn seine Mannschaft die Chancen konsequenter nutzt und im Aufbau sauberer bleibt, kann sie aus diesem bitteren 1:5 zumindest eine deutliche Lehre mitnehmen.

2. Klasse Mostviertel: TSV Nöchling : Wieselburg II - 1:5 (1:1)

  • 90
    Eigentor durch Tobias Dörr 1:5
  • 79
    Luca Biber 1:4
  • 75
    Luca Biber 1:3
  • 51
    Simon Letko 1:2
  • 43
    Luca Biber 1:1
  • 21
    Jakob Geyrhofer 1:0