In der 2. Klasse Ost-Mitte hat Perchtoldsdorf II am Sonntag SC Moosbrunn mit 2:1 besiegt. Für die Gäste war es eine Partie, in der aus ihrer Sicht mehr drinnen gewesen wäre. Obmann Thomas Zadracil sprach von einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel, sah ein Chancenplus und gute Möglichkeiten bei Moosbrunn, am Ende aber auch den späten Knackpunkt in einer Unterzahlsituation.

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Zadracil schilderte einen Beginn, in dem sich beide Mannschaften zunächst wenig nahmen. „Von Anfang an war es ein recht ausgeglichenes Spiel“, sagte der Moosbrunner Obmann, ergänzte aber auch, dass die Chancen in der ersten Halbzeit eher auf Seiten seiner Mannschaft lagen. Trotzdem ging nicht Moosbrunn, sondern Perchtoldsdorf II in Führung. In der 20. Minute brachte Florian Pitsch die Gastgeber mit 1:0 voran. Moosbrunn blieb danach aber im Spiel, ließ sich vom Rückstand nicht aus dem Tritt bringen und kam noch vor der Pause zum 1:1. David Akinlade traf in der 29. Minute, für Zadracil ein „verdienter Ausgleich“, der die Partie auch im Ergebnis wieder offen machte. Mit dem 1:1 zur Halbzeit war deshalb alles angerichtet für eine zweite Hälfte, in der weiter beide Mannschaften auf den Sieg gehen konnten.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung aus Moosbrunner Sicht offen. Zadracil sprach von Chancen auf beiden Seiten, sah die ganz großen Möglichkeiten aber eher bei den Gästen. „Die hundertprozentigen Chancen waren auf unserer Seite“, meinte er und deutete damit an, dass Moosbrunn in dieser Phase die Gelegenheit hatte, das Spiel in die eigene Richtung zu ziehen. Umso bitterer war aus seiner Sicht, wie die Partie in der Schlussphase entschieden wurde. Den Knackpunkt machte er an einer Szene nach einem Foul an einem Moosbrunner Spieler fest. Zadracil schilderte die Situation so: „Der Spieler stand schon längst wieder und konnte weitermachen. Der Schiedsrichter pfiff zurück, dass keiner reinkommen braucht. Trotzdem musste er das Spielfeld verlassen.“ Genau in diesem Moment, als Moosbrunn kurz in Unterzahl war, fiel dann in der 85. Minute das 2:1 durch Konstantin Beck.
Trotz des Ärgers über diese Szene wollte Zadracil die Niederlage nicht nur daran aufhängen. „Der Schiedsrichter hat in beide Richtungen fragwürdige Sachen entschieden“, sagte er und machte damit klar, dass es aus seiner Sicht nicht nur eine strittige Situation gab. Gleichzeitig suchte er die Ursachen auch bei der eigenen Mannschaft. Was Perchtoldsdorf II besser gemacht habe? „Einfach gespielt. Einfache Pässe, keine komplizierten Pässe.“ Bei Moosbrunn selbst habe vor allem „das gemeinsame Spiel gegen den Ball“ nicht so funktioniert, wie es notwendig gewesen wäre. Dazu kam die fehlende Konsequenz vor dem Tor. Seine Schlussfolgerung fiel deshalb eindeutig aus: „Wir müssen einfach cleverer spielen und die Chancen, die wir vorfinden, auch nutzen.“ Genau darin liegt nun auch die Aufgabe für die nächsten Wochen, denn der Auftritt war aus Moosbrunner Sicht nicht leer, nur der Ertrag blieb am Ende aus.