Spielberichte

„Hinten blöde Tore bekommen, Chancen nicht verwertet“ – Stetteldorf nimmt aus Enzersfeld ein 2:2 mit

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SC Enzersfeld/W.
SV Stetteldorf

In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat sich SC Sparkasse Enzersfeld/W. am Samstag mit SV Stetteldorf am Wagram 2:2 getrennt. Für Stetteldorfs Trainer Jürgen Lederer ging die Punkteteilung am Ende in Ordnung, auch wenn seine Mannschaft zweimal einem Rückstand nachlaufen musste. Ausschlaggebend war für ihn, dass seine Elf gute Möglichkeiten liegen ließ und hinten zu einfache Gegentreffer hinnehmen musste.

Ball auf blauer Kunstrasenmatte

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Zweimal zurückgekommen, aber nie ganz weggezogen

Die Partie entwickelte sich aus Stetteldorfer Sicht genau so, wie Lederer sie nach dem Schlusspfiff schilderte. „Zu Beginn waren wir gut in der Partie. Danach hat sich Enzersfeld die besseren Chancen erarbeitet. In Summe geht das 2:2 aus meiner Sicht in Ordnung“, sagte der Trainer. Auf der Anzeigetafel schlug sich das zunächst zugunsten der Gastgeber nieder. Fabian Rabo brachte Enzersfeld in der 18. Minute mit 1:0 in Führung, und mit diesem knappen Vorsprung ging es auch in die Pause. Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich Stetteldorf zurück und kam durch Tobias Friedl in der 63. Minute zum 1:1. Als David Lang in der 82. Minute das 2:1 für Enzersfeld erzielte, sprach wieder mehr für die Heimelf. Doch Stetteldorf hatte noch eine Antwort parat, und Nikica Zivkovic stellte in der 87. Minute auf 2:2.

Viele Chancen, aber kein klarer Knackpunkt

Gerade weil die Gäste zweimal zurückkamen, blieb bei Lederer nicht der Eindruck einer verlorenen Partie hängen, sondern vielmehr der eines Spiels, in dem auf beiden Seiten mehr drinnen gewesen wäre. „Sowohl Enzersfeld als auch wir hatten Chancen, die wir nicht genutzt haben. Da hätte jeder das Spiel für sich entscheiden können“, erklärte er. Einen einzelnen Moment, den man im Nachhinein als entscheidend herausgreifen könnte, wollte der Stetteldorfer Trainer deshalb auch gar nicht konstruieren. „Wirklich nennenswerte Szenen gibt es hier nicht“, sagte er und meinte damit, dass sich das Spiel weniger über eine große Schlüsselszene als über viele ungenutzte Möglichkeiten erklärte. Aus Sicht seiner Mannschaft war vor allem ärgerlich, dass es immer wieder ordentlich nach vorne ging. „Wir haben phasenweise gute Chancen über die Seite kreiert, konnten sie aber nicht verwerten“, so Lederer. Genau das zog sich wie ein roter Faden durch die Partie.

Klare Analyse und ein klarer Auftrag

So fiel die Einordnung des Trainers nach dem 2:2 knapp, aber deutlich aus. „Hinten haben wir blöde Tore bekommen. Die müssen wir vermeiden. Und wir müssen an unserer Chancenauswertung arbeiten“, sagte Lederer. Viel klarer ließ sich der Punktgewinn aus Stetteldorfer Sicht kaum zusammenfassen. Zugleich sprach er dem Gegner die Qualität in einzelnen Phasen nicht ab. „Enzersfeld war phasenweise sehr gut in der Partie und ist immer wieder zu gefährlichen Spielzügen gekommen. Aber sie konnten das nicht über 90 Minuten durchziehen“, meinte der Coach. Am Ende blieb damit ein Remis, das Lederer als gerecht bewertete, das seiner Mannschaft aber auch deutlich zeigt, wo sie ansetzen muss. Wenn Stetteldorf die einfachen Gegentore abstellt und die eigenen guten Phasen konsequenter nutzt, dann kann aus solchen offenen Spielen in den nächsten Wochen auch einmal mehr als nur ein Punkt werden.

2. Klasse Pulkau-/Schmidatal: Enzersfeld : Stetteldorf - 2:2 (1:0)

  • 87
    Nikica Zivkovic 2:2
  • 82
    David Lang 2:1
  • 63
    Tobias Friedl 1:1
  • 18
    Fabian Rabo 1:0