Spielberichte

„In den ersten 50 Minuten haben wir leider gespielt wie die ersten Menschen“ – Grabern verliert Derby nach frühem Rückstand

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SU Grabern
SC Guntersdorf

In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal musste sich SU Grabern im Derby gegen SC Guntersdorf mit 2:3 geschlagen geben. Nach einem 0:3 kämpften sich die Gastgeber zwar noch einmal heran, für den sportlichen Leiter Benjamin Pallierer war die Niederlage aber schon viel früher angelegt. Vor allem die ersten 50 bis 60 Minuten seien „eines Derbys nicht würdig“ gewesen und hätten den Ausschlag gegeben.

Fußball hängt im grünen Tornetz

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Guntersdorf nutzt Graberner Fehler früh aus

Der Ärger saß bei Pallierer direkt nach dem Schlusspfiff tief, weil er gerade den Beginn als völlig misslungen empfand. „Das war leider die schlechteste Saisonleistung von uns“, sagte der sportliche Leiter und sparte vor allem mit Blick auf die Anfangsphase nicht mit Kritik. Grabern kam nie wirklich in einen guten Rhythmus, wirkte laut Pallierer „viel zu nervös“ und machte zu viele Eigenfehler. Genau daraus zog Guntersdorf früh Kapital. Petr Krivanek brachte die Gäste in der 16. Minute mit 1:0 in Führung, nur vier Minuten später legte Felix Windisch das 0:2 nach. Für Pallierer war damit die Richtung schon klar: „In den ersten zwanzig Minuten haben wir dem Gegner den Ball aufgelegt. Guntersdorf hat uns den Schneid abgekauft.“ Dass es mit einem 0:2 in die Pause ging, passte aus Graberner Sicht zum enttäuschenden Gesamtbild der ersten Hälfte.

Nach dem 0:3 kommt Grabern spät noch einmal zurück

Auch der Beginn nach der Pause machte es für die Heimischen nicht leichter. Schon in der 48. Minute stellte Krivanek mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 0:3 und verschärfte die Lage weiter. Trotzdem war es genau diese Reaktion danach, die Pallierer noch als positiven Punkt aus dem Derby mitnahm. Grabern gab sich nicht auf und verkürzte in der 58. Minute durch Salih Önsoy auf 1:3. Pallierer sprach dabei von einem „wunderschönen Freistoß“, der seiner Mannschaft zumindest wieder Hoffnung gab. Als Stefan Panzer in der 83. Minute das 2:3 erzielte, war das Derby plötzlich wieder offen. „Dass wir nach einem 3:0 wieder auf 3:2 zurückkommen, ist das einzig Positive aus diesem Abend“, sagte Pallierer. Dazu kamen laut dem sportlichen Leiter noch weitere Möglichkeiten in der Schlussphase, doch weil Grabern davor zu lange zu wenig gebracht hatte, blieb die Aufholjagd unvollendet.

„Wir müssen defensiv stabiler werden“

So klar die Kritik am Auftritt in den ersten 60 Minuten ausfiel, so deutlich benannte Pallierer auch die Baustellen seiner Mannschaft. „Uns haben die Genauigkeit, der Biss in den ersten sechzig Minuten und die defensive Stabilität gefehlt“, sagte er. Gerade dieser letzte Punkt zieht sich aus seiner Sicht durch die letzten Wochen. „Wir bekommen leider zu viele Tore. Wir müssen immer mindestens zwei oder drei Tore schießen, damit wir unentschieden spielen, und wahrscheinlich vier Tore, damit wir gewinnen.“ Gleichzeitig erkannte der Graberner sportliche Leiter an, dass Guntersdorf seine Fehler konsequent ausnutzte und „offensiv einen guten Tag erwischt hat“. Immerhin hob Pallierer hervor, dass erneut viele junge Spieler zum Einsatz kamen, auch wenn sie sich diesmal nicht belohnen konnten. Der Blick geht nun schon zur letzten Aufgabe vor der Pause: „Ich hoffe, dass die Jungs im letzten Spiel vor der Pause ein anderes Gesicht zeigen, dass wir noch einen Auswärtssieg mitnehmen und dann hoffentlich mit siebzehn Punkten in die Winterpause gehen.“

2. Klasse Pulkau-/Schmidatal: Grabern : Guntersdorf - 2:3 (0:2)

  • 83
    Stefan Panzer 2:3
  • 58
    Salih Önsoy 1:3
  • 48
    Petr Krivanek 0:3
  • 20
    Felix Windisch 0:2
  • 16
    Petr Krivanek 0:1