Spielberichte

Drei Standards reichen: Wöllersdorf gewinnt 3:0 – Schönleitner fordert mehr Energie

ATSV Wöllersdorf
SC Lichtenwörth

In der 2. Klasse Steinfeld feierte der ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl einen 3:0-Heimsieg gegen den SC Lichtenwörth. Alle drei Treffer gingen auf Standards zurück, trotzdem blieb Trainer Thomas Schönleitner betont nüchtern. „Wir hatten heute nicht diese Energie am Platz wie sonst“, sagte er. Der Coach sprach von einer „halben Stunde, in der wir das Spiel wirklich dominiert haben“, und ergänzte: „Wir haben zum Glück 3:0 gewonnen, aber die Partie von uns war nicht wie wir es spielen wollten.“

Zwei Fußball im Zweikampf

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Frühe Führung, Standard kurz vor der Pause, Deckel spät drauf

Wöllersdorf erwischte den besseren Start. Schon in Minute acht stellte Marko Lukic auf 1:0 und gab der Partie die Richtung vor. „Wir hatten einen klaren Matchplan und haben versucht, ihn durchzuziehen. Lichtenwörth ist defensiv gut gestanden und hat es uns lange schwer gemacht“, erklärte Thomas Schönleitner. Kurz vor der Pause folgte der Knackpunkt aus seiner Sicht: Das 2:0 fiel nach einem Freistoß, Torschütze war Kristian Amrich in der 45. Minute. „Kurz vor der Halbzeit das 2:0 aus einem Freistoß – das war für den Gegner sicher ein Nackenschlag“, so der Coach. Nach dem Seitenwechsel ließ Wöllersdorf Chancen auf die frühe Entscheidung liegen, blieb aber stabil. In der Schlussphase stellte Adama Saidy auf 3:0 (80.). Laut Schönleitner fiel das 3:0 vom Punkt: „Das war für mich ein sehr fragwürdiger Elfmeter. Ich habe es mir auf der Kamera angesehen und würde sagen:  eher kein Elfer.“

Schönleitner trotz 3:0 selbstkritisch: „Energie war nicht wie sonst“

Das Ergebnis war klar, der Ton des Trainers blieb trotzdem erdverbunden. „Wir hatten heute nicht so diese Energie am Platz wie sonst“, sagte Schönleitner und hielt zugleich fest: „Die Mannschaftsleistung war in Ordnung, aber da geht definitiv viel mehr.“ Besonders in Umschaltsituationen sah er Luft nach oben: „Lichtenwörth hatte Phasen, in denen sie im Umschalten sehr gefährlich waren. Daran müssen wir arbeiten und die Spannung über 90 Minuten hochhalten.“ Dass es dennoch zum 3:0 reichte, führte er auf zwei Dinge zurück: „Wir haben auf ein paar Positionen schon individuelle Qualität – und wir haben sie heute genutzt.“ Sein Zwischenfazit fiel entsprechend differenziert aus: „Wir sind zufrieden, dass wir gewonnen haben. Aber wir müssen in den nächsten Wochen noch zulegen.“

Respekt für Lichtenwörth, Lob für den Unparteiischen und der Blick nach vorne

Schönleitner hob die Gegenwehr des Gasts ausdrücklich hervor. „Defensiv gut gestanden und immer wieder Nadelstiche durchs Umschalten“, beschrieb er den SC Lichtenwörth. „Sie hätten sicher die eine oder andere Chance gehabt, die sie verwerten hätten können. Zum Glück für uns ist ihnen das nicht gelungen.“ Auch zur Spielleitung äußerte er sich fair: „Der Schiedsrichter war insgesamt unauffällig und hat das gut gemacht“, fügte aber zum 3:0 an: „Wenn er da Handspiel pfeift, verstehe ich den Unmut von Lichtenwörth.“ Ein Schlüssel am Wöllersdorfer Abend lag in den ruhenden Bällen. „Unsere Standards sind das ganze Jahr durchstrukturiert. Da wird nichts dem Zufall überlassen – Freistoßschützen und Elfmeterschützen sind klar benannt“, erklärte der Trainer. Der Fokus richtet sich nun auf die letzten Wochen: „Für die letzten drei Spiele muss unsere Energie wieder besser werden. Nächste Woche geht’s auswärts weiter – starker Gegner, aber wir fahren hin, um zu gewinnen.“

2. Klasse Steinfeld: Wöllersdorf : Lichtenwörth - 3:0 (2:0)

  • 80
    Adama Saidy 3:0
  • 45
    Kristian Amrich 2:0
  • 8
    Marko Lukic 1:0