In der 2. Klasse Steinfeld setzte es für den SV Admira Wr. Neustadt beim SVg. Pottendorf eine 0:2-Niederlage. Nach einer torlosen ersten Hälfte entschieden zwei Treffer von Anton Geljic nach der Pause die Partie, obwohl die Hausherren kurz vor Schluss noch eine Rote sahen. Admira-Trainer Petar Rankic haderte vor allem mit Standards und der fehlenden Spitze, lobte zugleich die Leistung vor dem Wechsel: Seine Elf habe lange gut mitgehalten und „wirklich brav“ gespielt.

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Die Admira war sofort im Spiel, suchte den Vorwärtsgang und fand laut Petar Rankic gleich zu Beginn eine große Chance vor. Belohnt wurde das in Abschnitt eins nicht – zur Halbzeit stand es 0:0. „Wir haben wirklich brav gespielt, eine unserer besten Halbzeiten in der Rückrunde“, betonte der Trainer, der Pottendorf als „sehr kompakte Mannschaft“ beschrieb. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie: In der 50. Minute traf Anton Geljic zum 1:0, in Minute 77 legte derselbe Pottendorfer Angreifer das 2:0 nach. Die Schlussphase brachte noch eine Rote Karte gegen Pottendorfs Matija Belcar (80.), doch am Ergebnis rüttelte das nicht mehr. Rankics Eindruck: Seine Mannschaft hielt lange gut dagegen, bekam die Wucht der Gastgeber nach Standards aber nicht konsequent wegverteidigt.
In seiner Analyse blieb der Admira-Coach klar. „Vor dem 1:0 machen wir einen kleinen Fehler, bis dahin stehen wir kompakt“, erklärte Rankic. Entscheidend sei einmal mehr eine ruhende Situation gewesen: „Wieder eine Standardsituation – das ist unser Hauptproblem im Defensivbereich.“ Nach dem Rückstand wollte die Admira den Ausgleich erzwingen. „Ich wollte unbedingt drücken“, sagte Rankic. Auch das 2:0 sah der Trainer kritisch: „Für mich war das kein Elfmeter“, hielt er fest. Unabhängig davon stellte er klar, woran gearbeitet werden muss: „Uns fehlt eine echte Sturmspitze. Und wir müssen Standards in der Defensive viel besser verteidigen.“
Bei aller Enttäuschung fand Rankic deutliche positive Punkte. „Die Moral ist da, jeder kommt motiviert, jeder will spielen“, sagte er und sprach der Mannschaft für den ersten Durchgang ein ausdrückliches Lob aus. Den Gegner schätzte er als robusten, in der Luft und bei Standards sehr starken Kontrahenten ein: „Pottendorf ist defensiv kompakt und in der Luft sehr stark.“ Die Leitung sah er kritisch, ohne nachzutreten: „Für mich war das gestern sehr schwach“, meinte Rankic und verwies insbesondere auf den aus seiner Sicht strittigen Strafstoß. Der Blick geht dennoch nach vorne. „Wir müssen vorne mehr Tore machen, sonst gewinnst du kein Match. Und wir werden Standards gründlich trainieren, analysieren, wo die Fehler waren“, gab er die Marschroute aus – mit dem klaren Ziel, die gute erste Hälfte künftig über 90 Minuten auf den Platz zu bringen.