In der 2. Klasse Steinfeld haben sich SG Ortmann/Oed-Waldegg II und FC St. Egyden/Steinfeld ein torreiches Duell geliefert, das die Gäste mit 5:3 für sich entschieden. Trainer Erich Röcher sprach danach von einem „ganz schwierigen Spiel“ auf einem sehr kleinen Platz, lobte aber vor allem die Reaktion seiner Mannschaft nach dem 3:3. Für ihn war klar: „Das 4:3 war der wichtigste Moment.“

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Dass dieser Nachmittag für St. Egyden alles andere als gewöhnlich werden würde, zeigte sich schon früh. Nach 16 Minuten gingen die Gastgeber durch Marco Peeter Kaiser mit 1:0 in Führung. Lange hielt dieser Vorsprung allerdings nicht, denn praktisch im Gegenzug stellte Andrii Nesterov auf 1:1. Damit hatte sich die Partie aus Sicht der Gäste rasch wieder geöffnet. In der Folge brachte Tobias Winkler St. Egyden zuerst in der 26. Minute mit 2:1 nach vorne und legte kurz vor der Pause auch noch das 3:1 nach. So hatte sich das Auswärtsteam trotz des frühen Rückschlags bis zum Halbzeitpfiff eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Röcher sah dabei genau das, was auf so einem Platz gefragt war. „Meine Mannschaft hat den Kampf gut angenommen und sich gut gewehrt“, sagte der Trainer, der die Art des Spiels klar einordnete: „Das ist dort fast ein anderer Sport.“
Ganz ruhig wurde der Nachmittag für die Gäste trotz der 3:1-Pausenführung aber nicht. Ortmann/Oed-Waldegg II kam mit viel Druck aus der Kabine und verkürzte in der 49. Minute durch Danijel Popovic auf 2:3. Als Emilian Popovic in der 61. Minute auch noch der Ausgleich zum 3:3 gelang, war die Partie wieder völlig offen. Genau diese Phase hob Röcher nach dem Spiel besonders hervor, weil das Momentum in diesem Moment nicht mehr bei seiner Mannschaft lag. „Wir haben auf das 3:3 gut reagiert, weil da das Momentum eher auf der anderen Seite war“, sagte er. Die Antwort kam dann neun Minuten später und sie war aus seiner Sicht der Knackpunkt des Spiels: Tobias Winkler traf in der 70. Minute zum 4:3 und stellte damit die Führung wieder her. „Der wichtigste Moment war das 4:3“, meinte Röcher. Mit seinem dritten Treffer des Tages brachte Winkler St. Egyden also erneut auf Kurs, ehe Ronald Takács in der 89. Minute mit dem 5:3 den Schlussstrich setzte.
Röcher erklärte den Verlauf der Partie vor allem mit den besonderen Bedingungen. Der Trainer fand dafür deutliche Worte und machte keinen Hehl daraus, wie speziell das Spiel für ihn war. „Der Platz hat nicht einmal Minimalmaße. Das ist ganz arg“, sagte er. Gerade deshalb seien viele Situationen gar nicht aus einem normalen Spielfluss entstanden, sondern durch lange und gefährliche Einwürfe. „Es waren gefühlt 500 Einwürfe vom Gegner, die gefährlich waren“, so Röcher, der das Bild noch einmal zuspitzte: „Das war wie ein Powerplay beim Eishockey.“ Aus dem Spiel heraus habe es auf beiden Seiten dagegen nur wenig Raum gegeben. Umso wichtiger war für ihn, dass seine Mannschaft in diesen engen Umständen dagegenhielt und nach dem neuerlichen Ausgleich nicht kippte. „Nach dem 4:3 haben wir das Spiel gut in unsere Bahnen gelenkt“, sagte der St.-Egyden-Coach. In der Tabelle hält St. Egyden damit nach elf Runden bei 24 Punkten und bleibt vorne dran, während Ortmann/Oed-Waldegg II bei zwölf Zählern auf Rang acht steht.