In der 2. Klasse Steinfeld hat der SC Theresienfeld gegen den SC Lichtenwörth mit 0:2 verloren. Nach einem torlosen ersten Durchgang sorgte Michael Bayer mit Treffern unmittelbar nach Wiederbeginn und in der Schlussphase für die Entscheidung. Obmann Rainer Gergela sprach von einem verdienten Auswärtssieg, weil seine Mannschaft das Spiel trotz Wind und schwieriger Platzverhältnisse über weite Strecken kontrollierte und hinten kaum etwas zuließ.
Aus Sicht der Gäste hatte die Partie schon vor der Pause eine klare Richtung, auch wenn sich das noch nicht im Ergebnis zeigte. Lichtenwörth musste in der ersten Halbzeit gegen den Wind spielen, war laut Gergela aber dennoch das Team mit mehr Spielanteilen. "In der ersten Halbzeit haben wir gegen den Wind gespielt, haben aber das Spielgeschehen größtenteils kontrolliert", sagte der Obmann. Dazu kamen Möglichkeiten, die allerdings ungenutzt blieben. Genau das war aus seiner Sicht der einzige Mangel in dieser Phase, denn Theresienfeld fand "mit Ausnahme von ein, zwei Angriffen" kaum zu echten Gelegenheiten. Zur Pause stand es deshalb zwar 0:0, doch für Gergela war schon da erkennbar, dass seine Mannschaft das Spiel im Griff hatte. Der Knackpunkt folgte dann unmittelbar nach Wiederbeginn. Michael Bayer traf in der 46. Minute zum 0:1, und genau dieser frühe Treffer nach dem Seitenwechsel war für den Lichtenwörther Obmann die Szene, die der Partie die entscheidende Richtung gab.
Dass der Führungstreffer so kurz nach dem Wiederanpfiff fiel, passte genau zu dem Plan, mit dem Lichtenwörth aus der Kabine gekommen war. "Wir sind in der zweiten Halbzeit rausgegangen und wollten endlich den ersten Treffer erzielen, was uns kurz nach der Pause dann auch gleich gelungen ist", erklärte Gergela. Für ihn war wichtig, dass seine Mannschaft danach nicht hektisch wurde, sondern ihrer Linie treu blieb. "Wir sind ruhig geblieben und haben dann das zwei zu null nachgelegt", sagte er. Dieses zweite Tor erzielte erneut Michael Bayer, der in der 83. Minute den Deckel auf die Partie machte. Die Gäste hätten sich nach seiner Einschätzung schon früher belohnen können, weil das 1:0 "eigentlich schon in der ersten Halbzeit" hätte fallen müssen. Umso wichtiger war für ihn, dass sein Team geduldig blieb und sich am Ende doch mit dem Sieg belohnte, obwohl das Ergebnis eigentlich höher hätte ausfallen müssen, nachdem einige hochkarätige Torchancen ungenutzt blieben.
Neben den beiden Toren stellte Gergela vor allem die Arbeit gegen den Ball heraus. "Wir waren relativ stabil, vor allem in der Abwehr. Wir haben kaum Chancen zugelassen", sagte er. Gerade auf einem Platz, auf dem die Bedingungen nach seiner Schilderung nicht einfach waren, sei das ein wichtiger Punkt gewesen. Trotzdem fand Lichtenwörth immer wieder Wege nach vorne. "Auch wenn die Platzverhältnisse nicht einfach waren, waren wir imstande, immer wieder gute Torchancen vorzufinden", meinte Gergela. Den Gegner wollte er dabei nicht kleinreden. Theresienfeld habe "gute individuelle Spieler" und "sehr viel Potenzial", sagte der Obmann, hielt aber ebenso klar fest, dass Lichtenwörth an diesem Tag über weite Strecken die dominierende Mannschaft gewesen sei. Mit nun 24 Punkten bleibt Lichtenwörth damit in der Spitzengruppe und auf Rang zwei der Tabelle, was Gergela besonders freut. "Ich freue mich über dieses Zwischenergebnis für die ganze Mannschaft, dem Trainer sowie dem gesamten Verein – dass wir den Anschluss nach vorne halten konnten, ist eine zusätzliche Motivation für die Rückrunde“, so Gergela.