Nach einem intensiven Auswärtsauftritt beim USV Pleißing/W. ordnete Peter Bauer den Abend klar ein. Für den TSV Irnfritz stand nicht das Resultat im Vordergrund, sondern die Art und Weise: Die Anfangsphase gehörte eher den Hausherren, die mit vielen hohen Bällen agierten. Ab etwa der 20. Minute aber kippte die Partie dauerhaft – zur Pause führte Irnfritz 2:0; beide Treffer erzielte Vojtech Preucil (25., 39.). Nach Wiederbeginn kamen die Gäste druckvoll aus der Kabine und blieben überlegen. Die Konsequenz war ein souverän zu Ende gespielter Auftritt, bei dem trotz vieler sauber herausgespielter Möglichkeiten sogar Chancen auf ein noch höheres Ergebnis lagen. In der 2. Klasse Thayatal prägten Tempo, Kompaktheit und Stabilität bei Standards die Erzählung des Abends; auffällig zudem: ein gehaltener Elfmeter, zwei eigene Treffer nach ruhenden Bällen (Eckball und Elfmeter) und eine Mannschaft, die genau das umsetzte, was sie sich vorgenommen hatte.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
In den ersten 15 Minuten hatte der Gegner „ein bisschen mehr vom Spiel“ und kam zu ein, zwei Abschlüssen – vor allem, weil die zahlreichen hohen Bälle zunächst Wirkung zeigten. Mit zunehmender Spieldauer fand Irnfritz aber die Kontrolle: Ab der 20. Minute übernahm das Team klar das Kommando, erhöhte das Tempo und legte noch vor der Pause auf 2:0 – erneut durch Vojtech Preucil. Zwischen der 30. Minute und dem Halbzeitpfiff lief die Partie im hohen Tempo mit zahlreichen sauber herausgespielten Chancen, aus denen leicht noch mehr als zwei Tore hätten werden können. Nach dem Seitenwechsel blieb Irnfritz druckvoll, setzte den Gegner konstant unter Druck und spielte die Begegnung reif zu Ende – eine Phase, die das Kräfteverhältnis endgültig festigte!
Der Gegner kam zu vielen Standards, insbesondere zu zahlreichen Eckbällen. Genau auf diese Wucht war Irnfritz vorbereitet – und verteidigte diese Situationen diszipliniert und ohne nennenswerte Zulassungen. Umgekehrt schlug Irnfritz selbst aus ruhenden Bällen Kapital: Ein Tor fiel nach einem Eckball durch Vojtech Preucil, ein weiteres per Elfmeter – verwandelt von Michael Winkler. Passend zum Bild des Abends gab es auch auf der anderen Seite einen Strafstoß, den Irnfritz’ Schlussmann parierte. Die Bewertung der entscheidenden Szenen fiel sachlich aus: „Auf jeder Seite waren Elfmeter, die man geben kann.“ Zusammen mit den zahlreichen herausgespielten Möglichkeiten ergab das ein stimmiges, reifes Gesamtpaket, das dem Plan und der Stabilität der Gäste entsprach.
Ein Sonderlob erhielt der neue Tormann, Robin Dollensky, der eine starke Partie spielte und den gegnerischen Elfmeter hielt – ein Moment, der den Rhythmus der zweiten Hälfte zusätzlich auf Irnfritzer Seite zog. Vorne prägte Vojtech Preucil den Abend mit vier Treffern (25., 39., 55., 64.), Michael Winkler (93.) besorgte den Schlusspunkt – damit stand ein 5:0-Auswärtssieg zu Buche. Rahmenbedingungen und Atmosphäre lieferten ihren Teil: „Die Platzverhältnisse sind wie überall derzeit sehr schwierig nach dem langen Winter“, was einer Mannschaft, die mit hohen Bällen arbeitet, eher entgegenkommt und die Kombinationen der Gäste mitunter erschwerte. Gleichwohl hielt Irnfritz an seiner Idee fest, baute von hinten auf und kam über Fußball zum Ziel. „Es waren viele Zuschauer da. Sonntag, Wetter war auch halbwegs gut. War in Ordnung.“ Inhaltlich blickt Bauer nach vorn: Gegen diesen Gegnertyp habe man in der Vergangenheit öfter Probleme gehabt – diesmal wurde die Aufgabe sehr gut gelöst. „Ich bin überwiegend sehr zufrieden. Es hat schon ein paar Situationen gegeben, die wir besser lösen hätten können, aber grundsätzlich war das heute ein sehr gutes Spiel von uns, und darauf können wir aufbauen.“