In der 2. Klasse Thayatal hat USV Kühnring am Sonntag bei USV Pleissing/Waschbach einen klaren 3:0-Auswärtssieg gefeiert, auch wenn Trainer Robert Wenninger die Partie viel enger sah, als es das Resultat vermuten ließ. Für ihn gab es keinen einzelnen Schlüsselmoment, sondern ein intensives, hitziges und lange offenes Spiel, in dem am Ende vor allem die Effizienz vor dem Tor, die individuelle Qualität und ein starker Tormann den Unterschied machten. Kühnring nutzte seine Möglichkeiten konsequent, während die Gastgeber trotz engagiertem Beginn unbelohnt blieben.

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Gerade dieser Beginn war es, den Wenninger nach dem Schlusspfiff ausdrücklich ansprach. „Pleissing war in der Anfangsphase aktiver, aggressiver, einfach ungut zu bespielen“, sagte der Kühnringer Trainer und machte damit klar, dass seine Mannschaft erst einmal viel Arbeit investieren musste. Über weite Strecken der ersten Halbzeit entwickelte sich laut Wenninger ein enges und hitziges Spiel, in dem lange wenig echte Torchancen zu sehen waren. Umso wichtiger war aus Sicht der Gäste das 1:0 in der 24. Minute. „Das war sehr gut herausgespielt, beim ersten Abschluss haben wir noch Pech gehabt, und Istvan Varga hat dann abstauben müssen“, schilderte Wenninger die Szene. Dass Kühnring nur zwölf Minuten später nachlegte, gab dem Auswärtsteam zusätzlich etwas Luft. Vojtech Suchomel stellte in der 36. Minute auf 2:0, womit die Gäste trotz einer Partie auf Augenhöhe mit einer klaren Führung in die Pause gingen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung nach Wenningers Eindruck alles andere als entschieden. „Es hat keinen Moment gegeben, wo man sagen kann, man kann sich zurücklehnen, außer ganz am Schluss beim 3:0“, sagte er. Gerade deshalb bewertete er den Auftritt seiner Mannschaft positiv, weil Kühnring hinten insgesamt stabil blieb und vorne die entscheidenden Situationen sauber ausspielte. Als Hauptgründe für den Sieg nannte der Trainer „individuelle Qualität, Effizienz vor dem Tor“ und „inklusive Tormann eine gute Defensivarbeit“. Dass die Gastgeber ihre Möglichkeiten hatten, verschwieg er nicht. Wenninger betonte vielmehr, dass sie bis zum Schluss daran geglaubt hätten, noch einmal ins Spiel zu kommen. Gleichzeitig sah er bei seiner Mannschaft noch Luft nach oben, weil ab der 70. Minute bereits Chancen da gewesen seien, „früher den Deckel drauf zu machen“, wenn man die Angriffe konsequenter zu Ende spiele.
Dass es für Kühnring kein ruhiger Nachmittag war, lag für Wenninger nicht nur am knappen Charakter des Spiels, sondern auch an den Bedingungen. Der kleine, nasse und unebene Platz habe seiner Mannschaft wenig geholfen, um mehr Ruhe in den Ballbesitz und einen saubereren Aufbau zu bringen. „Auf so kleinen Plätzen müssen wir definitiv noch mehr Ruhe am Ball besitzen und einen sichereren Aufbau haben“, sagte der Trainer. Zugleich zollte er dem Gegner Respekt. Die Gastgeber seien von Beginn an aggressiv gewesen, hätten mit vielen Diskussionen für wenig Spielfluss gesorgt und sich nie aufgegeben. „Im Großen und Ganzen war das mehr als nur ausgeglichen. Da muss man Pleissing auch dementsprechend Respekt zollen“, meinte Wenninger. Kritisch sah er allerdings die Linie des Unparteiischen, der aus seiner Sicht zu viel mit sich reden ließ und die ohnehin hitzige Partie damit nicht früh genug beruhigen konnte.
Den endgültigen Schlusspunkt setzte Kühnring erst tief in der Nachspielzeit. In der 91. Minute stellte Adam Novotny auf 3:0 und sorgte damit für jenes Tor, nach dem Wenninger erstmals wirklich durchatmen konnte. „Beim 3:0 war es ein guter Lochpass, dann hat Adam den Tormann umkurvt und wir haben so den Deckel draufmachen können“, sagte der Trainer. Sein Gesamtfazit fiel daher trotz aller Schwierigkeiten positiv aus. „Im Großen und Ganzen bin ich recht zufrieden, vor allem mit einem 3:0.“ Für Kühnring bedeutet der Auswärtssieg nach elf Runden 17 Punkte und Rang sechs in der Tabelle. Das Ergebnis liest sich deutlich, nach Wenningers Schilderung war es aber vor allem ein Sieg, der auf Geduld, Effizienz und verlässlicher Defensivarbeit aufgebaut war.