In der 2. Klasse Thayatal hat UFC Drosendorf gegen SV Pulkau am Sonntag 1:1 gespielt. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte mit Vorteilen für die Gäste brachte Moritz Kaufmann die Heimelf in Front, ehe Matej Soska nach der Pause ausglich. Pulkau-Obmann Robert Hahn sah danach vor allem den Auftritt seiner Mannschaft im zweiten Durchgang als Grund dafür, dass die Gäste noch zu einem aus seiner Sicht verdienten Punkt kamen.

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Robert Hahn beschrieb die erste Hälfte als offen, aber nicht als rund aus Pulkauer Sicht. "Die erste Hälfte war eher ausgeglichen. Wir waren optisch im Vorteil", sagte der Obmann, schob aber gleich nach, dass Drosendorf genau auf jene Situationen kam, die man erwartet hatte. Die Gastgeber hätten "gute Umschaltmomente" gehabt und gut gekontert. Einer dieser Momente führte in der 19. Minute auch zur Führung. Nach Hahns Schilderung rutschte ein Pulkauer Verteidiger auf dem "schwierigen, seifigen Boden" aus, der Gegenspieler konnte flanken und im Zentrum vollendete Moritz Kaufmann zum 1:0. Für Pulkau passte dazu, dass im eigenen Spiel vor der Pause vieles zu ungenau blieb. "Wir haben viele Abspielfehler gemacht, waren beim Passen und beim Flanken ungenau", sagte Hahn. Dazu habe seine Mannschaft zu lange gebraucht, um den Ball in die gegnerische Hälfte und in Tornähe zu bringen.
Dass die Gäste nach dem Seitenwechsel ein anderes Gesicht zeigten, führte Hahn klar auf eine Umstellung innerhalb der Mannschaft zurück. "In der zweiten Hälfte gab es dann eine Umstellung innerhalb der Mannschaft. Daraufhin sind wir stärker geworden", erklärte er. Aus seiner Sicht war Pulkau danach das aktivere Team, machte weniger Fehler und übernahm immer mehr das Kommando. "Wir haben das Heft in die Hand genommen, waren besser und haben Drosendorf hineingedrückt", so Hahn. Der Ausgleich in der 55. Minute entsprach deshalb auch seinem Eindruck vom Spiel. Nach einem Pass im Strafraum blieb Matej Soska ruhig und schob überlegt zum 1:1 ein. Für den Obmann war das ein verdienter Treffer, weil seine Mannschaft nach der Pause spielerisch deutlich sauberer auftrat als noch vor dem Seitenwechsel.
Ganz drehen konnte Pulkau die Partie danach aber nicht mehr, obwohl Hahn seine Mannschaft auch im weiteren Verlauf im Vorteil sah. Er verwies darauf, dass die Gäste nach dem Ausgleich wieder mehr Spielanteile hatten, gleichzeitig aber auf die Drosendorfer Konter achten mussten. "Drosendorf hat gefährlich gekontert", sagte Hahn und unterstrich damit, dass die Heimelf auch nach dem 1:1 unangenehm blieb. Die große Möglichkeit zum zweiten Pulkauer Treffer bot sich dann vom Punkt, doch der Elfmeter blieb ungenutzt. Viel Kritik wollte Hahn daraus nicht ableiten, eher eine nüchterne Einordnung des gesamten Auftritts: "Wir waren heute nicht so zwingend. Wir hatten nicht so große, zwingende Torchancen." Gerade deshalb sei am Ende auch kein klarer Sieger herausgekommen.
Hahn wertete das 1:1 deshalb als passendes Ergebnis, auch weil er Drosendorf gut vorbereitet erwartet hatte. "Wir wussten, dass Drosendorf vor allem zu Hause sehr stark ist", sagte er. Die Gastgeber seien kämpferisch stark, hätten sich laut Hahn in der Sommerpause verstärkt und verfügten dadurch über einen größeren Kader. Auch bei den strittigen Szenen blieb der Pulkauer Obmann sachlich. Den gegebenen Elfmeter könne man "geben, muss man aber nicht", weil ein Spieler ausgerutscht sei und der Ball dann an die Hand gegangen sei. Dazu kam kurz vor Schluss noch eine aus seiner Sicht "sehr strittige" Abseitsentscheidung gegen Drosendorf. Trotzdem stellte Hahn klar: "In Summe war es eine gute Schiedsrichterleistung." Unter dem Strich blieb für Pulkau damit ein Punkt, mit dem man laut Hahn "zufrieden sein muss", während die Gäste in der Tabelle auf Rang vier bleiben und Drosendorf als Achter ebenfalls anschreibt.