Spielberichte

„Mindestens drei, vier Tore müssen wir schießen“ – Japons lässt in Mallersbach zu viel liegen

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USC Mallersbach
SV Union Japons

In der 2. Klasse Thayatal setzte sich USC W4 Bau Mallersbach zuhause mit 3:1 gegen SV Raiffeisen Union Japons durch. Aus Sicht von Japons-Trainer Andreas Wallner erzählte das Ergebnis den Verlauf aber nur zum Teil. Seine Mannschaft habe vor allem in der Anfangsphase mehr vom Spiel gehabt, sich dafür aber nicht belohnt. „Mindestens drei, vier Tore müssen wir schießen“, sagte Wallner nach einer Partie, in der seine Elf viele Möglichkeiten liegen ließ.

Zweikampf zwischen zwei Fußballspielern in Schwarz und Grün

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Chancen bleiben ungenutzt

Wallner sah nach einer kurzen Abtastphase einen richtig guten Beginn seiner Mannschaft. „Nach den ersten paar Minuten Abtasten waren wir sehr gut im Spiel und hatten auch gleich gute Möglichkeiten, die wir eigentlich zum 1:0 nutzen müssen“, sagte der Trainer. Gerade in den ersten zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten sei Japons aus seiner Sicht klar die bessere Mannschaft gewesen. Besonders eine Szene blieb ihm dabei hängen. „Das ist eine hundertprozentige, die muss man machen“, sagte Wallner über die große Möglichkeit von Roman Divis, der den Torwart bereits überspielt hatte, ehe ein Verteidiger noch dazwischenrutschte und klärte. Für den Trainer war genau das einer der Knackpunkte dieses Nachmittags, weil seine Mannschaft in dieser Phase nicht nur ordentlich im Spiel war, sondern die Partie auch früh auf ihre Seite hätte ziehen können.

Zwei Gegentore vor der Pause drehen das Spiel

Statt der möglichen Führung geriet Japons dann in Rückstand, und Wallner musste dafür nicht lange nach Gründen suchen. „Durch den ersten kleinen Fehler in der Abwehr haben wir dann leider sehr schnell das 1:0 bekommen und durch den nächsten kleinen Fehler das 2:0“, sagte er. Beim 1:0 in der 33. Minute traf Philipp Parth für Mallersbach, nachdem laut Wallner ein lang getretener Freistoß nach einem Foul an der Mittellinie entscheidend wurde. „Ein Spieler wurde übersehen und schon ist es 1:0 gestanden“, schilderte er die Szene aus seiner Sicht. Acht Minuten später legte Ondrej Kubik das 2:0 nach. Gerade das wurmte den Trainer, weil er seine Mannschaft auf die Qualitäten des Gegners eigentlich gut eingestellt sah. „Wir haben ihnen lange so gut wie keine Möglichkeiten gelassen“, meinte Wallner, der vor allem die Effizienz des Gegners hervorhob. Mallersbach dürfe man keine Torchancen ermöglichen, „die nutzen sie relativ schnell und eiskalt“, sagte er.

Das 0:3 nach Wiederbeginn macht die Aufgabe noch schwerer

Dass direkt nach der Pause auch noch das 3:0 fiel, war für Japons der nächste Rückschlag. Schon in der 46. Minute traf Adam Prudik, und Wallner formulierte es deutlich: „In der zweiten Halbzeit haben wir ihnen leider das 3:0  am Fuß serviert, gleich nach Anpfiff, und dann war es einfach schwierig.“ Ganz aufgegeben habe sich seine Mannschaft aber nicht. Sie kam weiter zu Möglichkeiten und verkürzte in der 72. Minute durch Jakub Göth auf 3:1. Mehr sprang am Ende aber nicht mehr heraus, obwohl der Trainer mit vielen Teilen des Auftritts durchaus leben konnte. „Wir waren spielerisch klar überlegen und hatten wirklich mehr als genug Torchancen“, sagte Wallner. Was aus seiner Sicht fehlte, war nicht das Bemühen und auch nicht die Laufarbeit, sondern die Konsequenz im Strafraum. „Uns hat einfach die Selbstverständlichkeit und die Lockerheit vor dem Tor gefehlt, die einfachen Tore zu machen“, so seine Analyse.

Vieles ordentlich, vor dem Tor aber zu wenig

Darauf lief Wallners Gesamtfazit letztlich immer wieder hinaus. Trotz personeller Probleme habe seine Mannschaft vieles richtig gemacht. „Dass wir trotz Ausfälle und krankheitsbedingt geschwächt läuferisch top waren, jeder für jeden gekämpft hat, das war alles gut“, sagte der Japons-Coach. Auch die spielerische Linie gefiel ihm, weil seine Elf immer wieder zu guten Kombinationen und Abschlüssen kam. Am Schiedsrichter wollte er die Niederlage ausdrücklich nicht festmachen, obwohl er zwei Situationen ansprach, in denen aus seiner Sicht ein Vorteil für Japons nicht zu Ende laufen gelassen wurde. „Es soll nicht am Schiedsrichter liegen, sondern wir hatten mehr als genug Möglichkeiten, das Spiel zu entscheiden“, stellte Wallner klar. Dazu passte auch seine Einordnung der Partie als faires Match ohne besondere Härten. Für Japons bleibt nach dem 1:3 damit vor allem eine Botschaft stehen: Die Leistung bis in den Strafraum war ordentlich, vor dem Tor aber fehlte genau das, was in solchen Spielen den Unterschied ausmacht.

2. Klasse Thayatal: Mallersbach : SVU Japons - 3:1 (2:0)

  • 72
    Jakub Göth 3:1
  • 46
    Adam Prudik 3:0
  • 41
    Ondrej Kubik 2:0
  • 33
    Philipp Parth 1:0