In der 2. Klasse Traisental setzte sich der FC Annaberg zu Hause mit 3:0 gegen den FCU Frankenfels/Schwarzenbach durch. Ein früher Doppelschlag legte die Richtung fest, nach der Pause fiel die Entscheidung. Gästecoach Christian Heiberger sprach von sechs Ausfällen, einem sehr jungen Team und zwei Aluminiumtreffern vor der Pause, die den Anschluss verpassten. „Wenn einer reingeht, ist alles möglich“, haderte er, richtete den Blick aber bereits auf das Heimspiel gegen Neulengbach, wenn Rückkehrer frisches Leben bringen sollen.

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Annaberg erwischte den besseren Start und nutzte die ersten klaren Momente eiskalt. Ozan Yavuz traf in Minute 10 zum 1:0, nur vier Minuten später legte Armin Kamenjasevic das 2:0 nach. Für die ersatzgeschwächten Gäste war das ein harter Schlag. „Wir mussten heute komplett neu aufstellen. Uns haben sechs Spieler gefehlt, das konnten wir gegen Annaberg nicht kompensieren“, erklärte Frankenfels/Schwarzenbach-Trainer Christian Heiberger. Der Plan war defensiv angelegt. „Wir wollten hinten ruhig bleiben und über Konter ins Spiel kommen, mit sehr jungen Burschen. Ein 15-Jähriger und zwei 16 jährige waren in der Startelf.“ Doch der Gastgeber war von Beginn an zielstrebig, setzte die Gäste früh unter Druck und hatte „gleich einige Möglichkeiten“, wie Heiberger anmerkte.
Nach einer guten halben Stunde bekamen die Gäste Zugriff. Heiberger stellte um, die Ordnung passte besser, die Aktionen wurden mutiger. „Nach einer halben Stunde haben wir uns stabilisiert, ein bisschen umgestellt und sind besser reingekommen“, sagte der Coach. Der Lohn blieb aus: Zwei Aluminiumtreffer in der ersten Hälfte verfehlten ihr Ziel. „Wenn einer der Aluschüsse reingeht, steht’s 2:1, dann ist alles möglich.“ So ging es mit dem 2:0 in die Pause – Annaberg mit der klaren Führung, Frankenfels/Schwarzenbach mit der bitteren Erkenntnis, dass das nötige Quäntchen fehlte. Heiberger betonte zugleich, dass „der Mut nach vorne bei den ganz Jungen“ naturgemäß nicht immer da war, was im Abschluss den Unterschied ausmachte.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Aufgabe für die Gäste schwer, zumal Heiberger auf der Bank abermals kaum nachlegen konnte. „Der Knackpunkt war, dass ich wieder drei ganz Junge draußen hatte, mit sechzehn und fünfzehn. Da kannst du nicht nachlegen“, erklärte er. In Minute 59 sorgte Rami Saad mit dem 3:0 für die endgültige Entscheidung; auch für den Trainer „lag das in der Luft, damit war die Partie mehr oder weniger geregelt“. Über den Unparteiischen verlor er kein böses Wort: „Da gibt’s nichts zu diskutieren.“ Für Annaberg fand er großen Respekt: „Die haben gute Einzelspieler. Wenn ein ehemaliger Bundesliga-Kicker wie Christian Schoissengeyr mitspielt, und die anderen technisch stark sind – die waren heute um Klassen besser.“ Der Blick geht nun nach vorne: Gegen den starken SV Neulengbach, aktuell Vierter, erwartet Heiberger mehrere Rückkehrer. „Zu Hause kommen einige Spieler zurück. Dann werden wir sicher ein besseres Gesicht zeigen.“