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„Wir hätten es schon früh entscheiden können“ – Frankenfels holt nach 1:3 noch ein 3:3

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FCU Frankenfels
SG Annaberg/Lilienfeld II

In der 2. Klasse Traisental hat FCU Frankenfels/Schwarzenbach im Heimspiel gegen SG Annaberg/Lilienfeld II nach einem 0:2 und 1:3 noch ein 3:3 geholt. Trainer Christian Heiberger sah einen guten Auftritt im Spielaufbau und viel Moral, ärgerte sich nach dem Schlusspfiff aber vor allem über die vergebenen Möglichkeiten: „Wir hätten es schon früh entscheiden können.“

Spieler in Schwarz-Blau führt den Ball

Bild von jcomp auf Freepik

Guter Beginn, aber Annaberg trifft doppelt

Heiberger hatte mit dem Start seiner Mannschaft eigentlich wenig Probleme. „Wir haben sehr gut begonnen“, sagte der Trainer und verwies auf zwei Top-Chancen in den ersten acht Minuten. Genau in dieser Phase sah er im Nachhinein einen Knackpunkt, weil sich Frankenfels für den engagierten Beginn nicht belohnte. Statt einer möglichen Führung schlug Annaberg auf der anderen Seite zu. In der 10. Minute brachte Maximilian Bäwert die Gäste mit 1:0 in Front, sechs Minuten später legte derselbe Spieler das 2:0 nach. Heiberger beschrieb diese Entwicklung klar: Seine Mannschaft sei ordentlich ins Spiel gekommen, habe dann aber zuerst nach einem Gegenstoß beziehungsweise nach einer Standardsituation das 0:1 bekommen und wenig später auch noch eine schön herausgespielte Aktion zum 0:2 hinnehmen müssen. So lag Frankenfels trotz brauchbarer Anfangsphase schon nach einer knappen Viertelstunde mit zwei Treffern zurück.

Der Anschlusstreffer hält Frankenfels im Spiel

Umso wichtiger war aus Sicht der Gastgeber, dass die Partie vor der Pause noch einmal eine andere Richtung bekam. In der 41. Minute erzielte Andrej Majstinik das 1:2 und verkürzte damit noch vor dem Seitenwechsel. „Wichtig war vor der Halbzeit, dass wir den Anschlusstreffer gemacht haben. Das war ein ganz wichtiger Faktor in dem Spiel“, sagte Heiberger. Nach Wiederbeginn folgte allerdings sofort der nächste Rückschlag, denn Ozan Yavuz stellte in der 47. Minute auf 3:1 für Annaberg. „Wir kommen aus der Pause raus und bekommen das 1:3. Das war natürlich nicht unser Plan“, meinte der Frankenfels-Coach. Dass seine Mannschaft danach nicht auseinanderfiel, hob er besonders hervor. Martin Hrosovsky brachte Frankenfels in der 55. Minute mit dem 2:3 wieder heran, nur drei Minuten später sorgte Majstinik mit seinem zweiten Treffer für das 3:3. Den Ausgleich beschrieb Heiberger so: „Der dritte Treffer war ein Top-Tor. Nach einem langen Ball unseres Kapitäns nimmt Andrej Majstinik den Ball kurz an und schließt mit einem Volleyschuss ab.“

Ein Punkt, der passt – und doch bleibt etwas liegen

Nach dem Verlauf der Partie konnte Heiberger mit dem Remis leben, auch wenn aus seiner Sicht mehr drinnen gewesen wäre. „Das Unentschieden geht nach dem Spielverlauf in Ordnung, weil auf beiden Seiten Chancen da waren, das Spiel zu entscheiden“, sagte er. Noch deutlicher wurde er bei der Ursachenforschung, warum am Ende nicht der volle Erfolg heraussprang: „Vor dem Tor waren wir zu stümperhaft für unsere Chancen. Wir hätten es schon früh entscheiden können.“ Positiv bewertete der Trainer dagegen den Aufbau seiner Mannschaft. „Das Spiel von hinten raus war gut gestern“, sagte Heiberger, während er bei der Chancenverwertung den klaren Mangel sah: „Wir haben sehr viele Chancen ausgelassen und uns nicht belohnt.“ Den Gegner erlebte er als spielstark, vor allem im Zentrum und über die Außen, erst „ab der 70. Minute“ habe man gemerkt, dass bei Annaberg die Kräfte etwas nachließen. Mit dem Unparteiischen hatte er keine großen Probleme: „Über den Schiedsrichter gibt es nichts zu diskutieren. Die Leistung war okay.“ So bleibt für Frankenfels nach einer wechselhaften Partie ein 3:3, das wegen der Aufholjagd verdient wirkt, wegen der vergebenen Möglichkeiten aber auch das Gefühl hinterlässt, dass mehr möglich gewesen wäre. Nach zwölf Runden hält die Heiberger-Elf damit bei 18 Punkten.

2. Klasse Traisental: FCU Frankenfels : SG Annaberg/Lilienfeld II - 3:3 (1:2)

  • 58
    Andrej Majstinik 3:3
  • 55
    Martin Hrosovsky 2:3
  • 47
    Ozan Yavuz 1:3
  • 41
    Andrej Majstinik 1:2
  • 16
    Maximilian Bäwert 0:2
  • 10
    Maximilian Bäwert 0:1