In der 2. Klasse Traisental hat der SV INDAT Türnitz dem SV Altlengbach-Laabental beim 2:3 lange alles abverlangt. Zweimal glichen die Gastgeber eine Altlengbacher Führung aus, ehe die Gäste in der Nachspielzeit doch noch zuschlugen. Trainer Roland Dancs führte den Auswärtssieg vor allem auf die eigene Stärke bei Standards zurück und sprach nach dem Schlusspfiff von einer Mannschaft, die Woche für Woche mehr zu ihrer Linie zurückfindet.

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Die Partie entwickelte sich nach den Worten von Dancs von Beginn an ausgeglichen. Beide Mannschaften versuchten, das Spiel auf ihre Seite zu ziehen, eine klare Überlegenheit wollte der Altlengbach-Coach dabei keiner Seite zuschreiben. Den ersten Treffer setzten trotzdem die Gäste: Alexander Stajic brachte Altlengbach in der 17. Minute mit 1:0 in Front. Türnitz blieb aber im Spiel und kam noch vor der Pause zurück, als Florian Zöchling in der 39. Minute zum 1:1 ausglich. Mit diesem Stand ging es auch in die Kabinen. Direkt nach dem Seitenwechsel legten die Gäste erneut vor, diesmal traf Bence Toth in der 54. Minute zum 2:1. Dass die Partie damit noch nicht entschieden war, zeigte die Schlussphase, in der Marek Jastrab in der 87. Minute wieder auf 2:2 stellte und das Spiel noch einmal völlig offen machte.
Dass Altlengbach am Ende dennoch mit drei Punkten nach Hause fuhr, passte genau zu dem Bild, das der Trainer nach dem Spiel zeichnete. „Alle drei Tore waren für uns wichtig“, sagte Dancs, der derzeit ohne echten Stürmer auskommen muss. Umso mehr Gewicht bekommen für ihn ruhende Bälle. „Wir sind von Standards sehr gefährlich und Gott sei Dank funktioniert das. Man merkt Woche zu Woche, dass wir da effizient sind.“ Genau darin sah er auch den Unterschied an diesem Nachmittag. In der Nachspielzeit nutzten die Gäste noch eine Eckballsituation, Vilmos Istvan Szalai erzielte in der 92. Minute das 3:2 und machte den Auswärtssieg perfekt. Dancs meinte, seine Mannschaft habe diese Szene „sehr gut gelöst“ und damit schlussendlich die drei Punkte von auswärts mitgenommen.
Der Trainer ordnete den Sieg aber nicht nur über die letzten Minuten ein. Für ihn war die Partie auch ein Hinweis darauf, dass sich im Verein wieder etwas in die richtige Richtung bewegt. „Wir haben eine sehr schwierige Saison hinter uns“, sagte Dancs. Umso wichtiger sei es, dass intern nun wieder ein positiver Schwung da sei. „Man merkt, dass die Spielweise Woche zu Woche auf die Spur kommt, an der wir zwei Jahre gearbeitet haben.“ Besonders hob er den Zusammenhalt hervor. „Jeder zieht an einem Strang“, sagte der Altlengbacher Trainer und schob seiner Mannschaft gleich ein deutliches Lob nach. Auch sportlich erkennt er Fortschritte. Seine Elf versuche, kombinativer zu spielen, und habe sich vor allem im Zweikampfverhalten deutlich weiterentwickelt. Beim körperlichen Zustand gebe es zwar noch Luft nach oben, zugleich betonte Dancs aber, dass auch dieser Bereich Woche für Woche besser werde und die Mannschaft wieder Freude am Fußball zeige.
Dass es bis zuletzt eng blieb, kam für Dancs nicht überraschend. Auch über Türnitz sprach er sehr respektvoll und verwies auf eine Entwicklung, die man beim Gegner klar erkennen könne. Die Gastgeber seien konstant, gefährlich und wollten das Spiel bis in die Schlussphase gewinnen. „Der Trainer hat sie sehr gut eingestellt“, sagte Dancs. Selbst den späten Sieg wollte er daher nicht größer machen als nötig. Er sprach von einem ausgeglichenen Spiel, in dem Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben hätten. Eine davon war aus seiner Sicht die Effizienz bei Standardsituationen, eine andere die Konzentration in der Schlussphase. Für Altlengbach bleibt damit vor allem die Bestätigung, dass der Weg derzeit stimmt: mehr Geschlossenheit, mehr Klarheit in der Spielweise und am Ende ein Auswärtssieg, der genau zu dieser Entwicklung passt.