In der 2. Klasse Triestingtal setzte sich der SC Günselsdorf beim 1. SC Sollenau mit 3:1 durch. Nach frühem 0:1 durch Matthias Gisperg (5.) kamen die Gastgeber via Jailson Severiano Alves (17.) zum Ausgleich – für Günselsdorf-Coach Adhurim Sahitaj ein strittiger Elfer. Noch vor der Pause stellte Filip Jandrijevic (Sololauf gegen die halbe Sollenauer Mannschaft!) auf 1:2 (35.), kurz nach Wiederbeginn legte er zum 1:3 (49.) nach. „In der zweiten Halbzeit haben wir das souverän runtergespielt“, sagte Sahitaj nach einem Auftritt mit klarer Steigerung.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Günselsdorf erwischte den besseren Start und lag nach fünf Minuten vorne: Matthias Gisperg traf zum 0:1. Trainer Adhurim Sahitaj beschrieb die Entstehung so: „Gleich zu Beginn spielen wir es schön raus: Pass auf Jan Kompiller, der bringt eine überragende Flanke auf Matthias Gisperg, und der nimmt ihn volley.“ Danach riss der Faden. „Von Minute zehn bis dreißig haben wir absolut nicht unser Spiel gezeigt. Das war ohne Organisation, einfach nur Ball weg – das geht bei uns gar nicht“, ärgerte sich der Coach. Sollenau glich durch einen fragwürdigen Elfer durch Jailson Severiano Alves aus (17.). Aus seiner Sicht war der Strafstoß hart: „Für mich war das kein Elfer. Bis dahin war es eine offene Partie.“ Das 1:2 durch Filip Jandrijevic (35.) wertete Sahitaj als Schlüsselmoment: „Der entscheidende Moment war sicher das 2:1.“ Mit Umstellungen bekam Günselsdorf vor der Pause wieder Kontrolle.
Vier Minuten nach Wiederbeginn sorgte erneut Filip Jandrijevic für klare Verhältnisse. Sein Treffer zum 1:3 (49.) gab dem Spiel die Richtung, die sich der Coach erhofft hatte. „In der zweiten Halbzeit haben wir das souverän runtergespielt“, fasste Sahitaj zusammen. Die Beschreibung des dritten Tores hatte er auch parat: „Das 3:1 war eine schöne Ballstafette links, Dominik Lanczos flankt zur Mitte und Jandrijevic macht ihn per wuchtigem Kopfball.“ Günselsdorf blieb am Drücker, hatte laut Trainer noch gute Möglichkeiten – unter anderem einen Lattentreffer von Arda Yuvarlak – und verpasste ein mögliches viertes Tor. Sollenau gab sich nie auf und wurde nach einem Aussetzer der Gäste noch einmal gefährlich. „Unser Tormann Dominik Ferstl hat uns spät mit einer starken Parade Nerven gespart", so Sahitaj, der insgesamt zufrieden war, weil sein Team „nach der Pause sehr kontrolliert“ agierte.
In der Analyse hob Sahitaj auch den Gegner hervor: „Sollenau hat meinen größten Respekt. Die haben richtig gute Fußballer und kämpfen bis zur letzten Sekunde.“ Auch nach dem umstrittenen Ausgleich seien Chancen für Sollenau dagewesen, betonte er, ordnete den Unterschied am Ende aber klar ein: „Der Unterschied lag am Ende bei der Kraft – und wir haben nach der Pause unsere Leistung gebracht.“ Über die Unparteiischen blieb er trotz Ärgers über den Elfer sachlich: „Diese Aktion hat er absolut falsch gesehen. Ansonsten hat der Schiedsrichter eine souveräne Partie geleistet.“ Bei den eigenen Spielern setzte es Sonderlob: „Neben Doppel-Torschütze Filip Jandrijevic möchte ich unseren Youngster Florian Kieweg hervorheben – top Leistung, super Junge.“
Günselsdorf bleibt damit im Vorderfeld, Sollenau kämpft als Schlusslicht weiter um Punkte. Zum Schluss schickte der Coach noch einen Gruß an den Nachwuchs: „Ich gratuliere unserer U17 und dem Trainerteam, die am Samstag in Kroatien ein international besetztes Turnier gewonnen hat.“