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„Mit dem 2:0 haben wir uns nicht zufriedengegeben“ – Sollenau legt nach der Pause erst richtig nach

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SC Schönau
1. SC Sollenau

In der 2. Klasse Triestingtal hat der SC Schönau gegen den 1. SC Sollenau klar mit 1:6 verloren. Aus Sicht von Sollenau-Trainer Denis Muratovic war vor allem entscheidend, dass sich seine Mannschaft nach dem 2:0 zur Pause nicht zurücklehnte, sondern weiter hoch anlief, nachsetzte und die Partie damit endgültig auf ihre Seite zog.

Zwei Spieler und der Schiedsrichter kurz vor dem Anstoß

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Führung und klare Kontrolle vor der Pause

Sollenau war von Beginn an das aktivere Team und zog das Spiel laut Trainer genauso auf, wie es geplant war. Muratovic sagte nach dem Spiel: „Meine Mannschaft ist von Beginn sehr gut reingekommen. Wir wussten, was uns erwartet. Wir wussten, dass wir das Spiel machen müssen.“ Diese Vorgabe setzte der Gast früh um. Schon in der 7. Minute brachte Daniel Schmidt seine Mannschaft mit 1:0 in Führung. Für den Trainer war dieses Tor der Türöffner: „Der Dosenöffner gleich zu Anfang des Spiels von Daniel Schmidt war extrem wichtig.“ Danach blieb Sollenau dran, ließ hinten wenig zu und legte in der 30. Minute durch Daniel Hardt das 2:0 nach. Dass es mit diesem Spielstand auch in die Pause ging, passte für Muratovic zum Auftritt seiner Mannschaft im ersten Durchgang. „Wir haben hinten sehr wenig zugelassen und sind dann mit dem 2:0 in die Pause gegangen“, sagte er und beschrieb damit eine Halbzeit, in der seine Elf das Geschehen weitgehend kontrollierte.

Warnung in der Kabine, schnelle Antwort nach Wiederbeginn

Trotz der Zwei-Tore-Führung war in der Kabine bei Sollenau kein Gefühl von Sicherheit zu spüren. Muratovic machte klar, dass genau dieser Zwischenstand heikel sein kann. „Ich habe meine Mannschaft gewarnt, dass eine 2:0-Halbzeitführung eigentlich das schlimmste Ergebnis im Fußball ist, weil die Partie sofort wieder brennt, wenn der Gegner ein Tor macht“, erklärte er. Deshalb forderte er von seiner Mannschaft, weiter hoch zu pressen und auch mit dem Ball konsequent zu bleiben. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. In der 55. Minute erhöhte Alexander Secco auf 3:0, und genau dieser Moment war für den Trainer einer der wichtigsten des Spiels. „Der wichtigste Moment war, dass wir uns nach der Halbzeit nicht mit der Führung zufriedengegeben haben, sondern weiter draufgegangen sind“, sagte Muratovic. Dass Secco nach zuvor ausgelassenen Möglichkeiten trotzdem noch zweimal traf, hob er besonders hervor: „Dass unser Stürmer Alexander Secco nach zwei, drei vergebenen Chancen weiter an sich geglaubt und dann zwei Tore gemacht hat, war extrem wichtig.“

Das 1:3 bleibt nur eine kurze Unterbrechung

Ganz ohne Gegentreffer kam Sollenau allerdings nicht durch. Nur zwei Minuten nach dem 3:0 verkürzte Serdar Özmen für Schönau auf 1:3. Muratovic sprach von einem „dummen Gegentor“, wollte das aber nicht an einzelnen Spielern festmachen. „Es gibt da keine Schuldzuweisung. Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung hat die Abstimmung in der Hintermannschaft nicht gepasst“, sagte der Trainer. Entscheidend war für ihn ohnehin, wie seine Mannschaft danach reagierte. Sollenau ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen, blieb vorne aktiv und stellte in der 62. Minute durch den zweiten Treffer von Alexander Secco den alten Abstand sofort wieder her. Muratovic sah darin die passende Antwort: „Wir haben diesen Gegentreffer gut weggesteckt, weiterhin vorne Gas gegeben und uns wieder super Torchancen erspielt.“ Dazu kam eine Szene, die er bei der Bewertung des Gegners ausdrücklich erwähnte. Kurz nach der Pause habe Schönau nach einem Fehler eine gute Möglichkeit gehabt, doch Torhüter Philipp Theissl hielt stark. Viel mehr ließ Sollenau nach Einschätzung des Trainers aber nicht zu. „Der Gegner war bemüht, aber im letzten Drittel überhaupt nicht zielstrebig. Wir haben die schnellen Außenspieler gut im Griff gehabt“, sagte Muratovic.

Klare Worte zum Auftritt und ein Blick auf die nächsten Wochen

In der Schlussphase machte Sollenau das Ergebnis dann noch deutlich. Martin Tuka traf in der 84. Minute zum 5:1, Luca Knezevic legte in der 88. Minute das 6:1 nach. Für Muratovic war das Endergebnis deshalb nicht nur verdient, sondern fast noch zu knapp. „Unterm Strich gab es nie Zweifel daran, von Minute eins bis Minute 90. Es hätte auch deutlich höher ausfallen können“, sagte der Trainer. Gerade die Chancenverwertung blieb für ihn trotz des klaren Sieges ein Thema. „Eigentlich hat fast alles funktioniert. Wir waren gut gegen den Ball, wir waren gut mit dem Ball und haben sehr oft Lösungen gefunden, wie man einen tief stehenden Gegner bespielt. Wenn wir die Chancenauswertung noch in die Höhe schrauben, dann geht so ein Spiel zweistellig aus.“ Gleichzeitig nutzte er die Gelegenheit für ein deutliches Lob an seine Mannschaft. „Die Teamchemie ist herausragend. Es gibt keine Egos bei uns, wir ziehen alle an einem Strang“, sagte Muratovic. Mit Blick auf die kommenden Wochen schob er noch eine klare Ansage nach: „Wir werden in der Rückrunde sicher den einen oder anderen Gegner ärgern und besser performen.“ Der Auftritt in Schönau war für Sollenau jedenfalls ein deutliches Zeichen, dass die Mannschaft genau diesen Weg weitergehen will.

2. Klasse Triestingtal: Schönau : SC Sollenau - 1:6 (0:2)

  • 88
    Luca Knezevic 1:6
  • 84
    Martin Tuka 1:5
  • 62
    Alexander Secco 1:4
  • 57
    Serdar Özmen 1:3
  • 55
    Alexander Secco 0:3
  • 30
    Daniel Hardt 0:2
  • 7
    Daniel Schmidt 0:1