In der 2. Klasse Triestingtal hat 1.SC Felixdorf das Heimspiel gegen FC AS Logistik Tribuswinkel mit 3:0 gewonnen und damit seine starke Position an der Spitze untermauert. Für Trainer Kenan Yildirim lag der Grund für die klare Niederlage vor allem bei der eigenen Mannschaft. "Wir haben Felixdorf die Tore geschenkt", sagte er nach dem Schlusspfiff und verwies besonders auf drei Eigenfehler sowie zwei Möglichkeiten auf den schnellen Ausgleich.

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Der Start spielte den Gastgebern sofort in die Karten. Bereits in der 3. Minute erzielte Christoph Grasmuck das 1:0 für Felixdorf, und Tribuswinkel musste einem frühen Rückstand nachlaufen. Yildirim machte aber deutlich, dass seine Mannschaft danach durchaus die Gelegenheit hatte, das Spiel rasch wieder geradezuziehen. "Nach dem frühen 1:0 haben wir sofort zweimal die Möglichkeit gehabt, einmal an die Stange und einmal an die Latte", schilderte der Trainer. Gerade diese Phase blieb aus seiner Sicht hängen, weil sein Team nach dem ersten Nackenschlag nicht auseinanderfiel, sich für die unmittelbare Reaktion aber nicht belohnte. So ging es mit dem 0:1 in die Pause, obwohl die Gäste das Gefühl hatten, mehr aus diesem Abschnitt mitnehmen zu können.
Nach dem Seitenwechsel wollte Tribuswinkel laut Yildirim wieder angreifen und den Ausgleich erzielen. Stattdessen erhöhte Felixdorf in der 51. Minute durch Lukas Grabenwöger auf 2:0. Genau dieses Tor war für den Trainer ein besonders heikler Punkt, weil er die Szene anders gesehen hatte. "Das 2:0 nach der Pause war eine sehr knappe Entscheidung. Der Schiedsrichter hat die Abseitsstellung wahrscheinlich nicht gesehen. Das war dann auch ausschlaggebend für das Spiel", sagte Yildirim. Unabhängig davon blieb seine Grundkritik dieselbe: Seine Mannschaft wurde nach vorne hin zu fehlerhaft und lief damit genau in das hinein, was sie vermeiden wollte. Als Lenny Rühmkorf in der 65. Minute das 3:0 erzielte, war die Partie aus Sicht der Gäste endgültig entschieden.
Der Trainer suchte nach der Niederlage keine langen Erklärungen, sondern benannte die Probleme sehr direkt. "Wir haben in der Vorwärtsbewegung viele Fehler gemacht und dadurch hat uns der Gegner bestraft", sagte Yildirim. Dazu passte auch seine Einschätzung, dass man die Stärken des Tabellenführers vor dem Spiel genau gekannt habe. "Wir wussten, dass Felixdorf erfahrene Spieler hat und wir wenig zulassen müssen, aber wir haben ihnen die Tore sozusagen geschenkt." Für ihn lag der Unterschied damit vor allem in der Konsequenz. "Felixdorf hat die Möglichkeiten gut ausgenutzt. Wir hingegen waren im kompakten Spiel nicht konsequent genug." Diese Sätze erklären die 0:3-Niederlage fast vollständiger als jede reine Ergebnisbeschreibung.
Für die Tabelle bedeutet das Ergebnis, dass Felixdorf nach elf Runden mit 33 Punkten weiter ganz vorne steht. Tribuswinkel bleibt trotz der Niederlage mit 18 Zählern auf Rang vier, nahm aus diesem Auswärtsspiel aber vor allem eine klare Erkenntnis mit. Die Gäste waren nach dem frühen Rückstand nicht chancenlos, machten sich das Leben mit den angesprochenen Fehlern jedoch selbst schwer und konnten die Partie danach nicht mehr in ihre Richtung ziehen. Aus Yildirims Aussagen war klar herauszuhören, woran er die Niederlage festmacht: an den eigenen Ballverlusten, an der fehlenden Konsequenz im kompakten Spiel und daran, dass Felixdorf seine Chancen an diesem Nachmittag deutlich besser nutzte.